Der Bauplan für fesselnde Geschichten

Sind Sie ein guter Geschichtenerzähler? Fesselnde Geschichten können eingeübt und nach einem bestimmten Bauplan erstellt werden. Hier gibt es einige Anregungen, um einen Musterplan zu entwickeln.

Heute erreichte mich einen E-Mail, deren Inhalt perfekt zu dem Sinn und Zweck dieses Blogs passt. Ein gewisser Walter –  ganz nebenbei ist mir jener Walter unbekannt– schrieb:

Hi,

Es gibt ein Wort, das mir so ziemlich aus den Ohren hängt:

„Storytelling“.

Jeder Marketer verwendet es in jedem zweiten Satz. Dieses Wort ist so ausgelutscht…

Das Dumme nur: Das Prinzip dahinter nicht.

Das Prinzip hinter Geschichten ist seit Jahrtausenden immer das Gleiche und es funktioniert immer noch.

Das Storytelling-Prinzip sind die einzelnen Bausteine einer Erzählung.

Neben den Bauelementen gibt es auch den Plan bzw. Zeichnung der Architektur sowie den Projektplan der Bautätigkeit. Dies lässt sich auf das Erzählen von Geschichten übertragen.

Ein Baukasten hat den Vorteil, dass sich einzelne Komponenten unterschiedlich (modular) zu einem Ganzen kombinieren lassen. Erinnern wir uns an unsere Kindheit und den einfachen Holz-Baukasten, mit dem wir ganze Schlösser und Burgen erbauen konnten.

Jede Story ist wie ein gut funktionierender Bau, in der einzelne Elemente geübt nach einem Muster zusammengefügt werden.

Jede Story ist wie ein gut funktionierender Bau, in der einzelne Elemente geübt nach einem Muster zusammengefügt werden.

Die Grundbausteine einer guten Geschichte

Baukästen enthalten u. a. rechteckige und quadratische Bauklötze, Säulen. Mit diesen Grundelementen können Geschichten in jedem Medium erzählt werden. Die einzelnen Elemente enthalten Tipps und Anregungen zur Erstellung eigener Storys:

  1. Die Vorbereitungsphase

    Bedenken Sie, dass Inspiration ist die halbe „Miete“ ist. Lassen Sie sich inspirieren und drücken Sie sowohl in Ihren Kopf sowie bei Ihren Sinnen auf den „Aufmerksamkeitsaufnahmeknopf“. Filtern kann man später immer noch.

    Lesen Sie, schauen Sie sich Theaterstücke, Veranstaltungen oder Filme an. Besuchen Sie Ausstellungen und Museen. Beobachten Sie Menschen und reden Sie mit ihnen. So können Sie sich ein Ideenpool aneignen, auf dass Sie schnell und effizient zugreifen können.

  2. Festlegung der Ziele

    Es hört sich banal an, aber ohne genau festgelegte und definierte Ziele sollten Sie nicht anfangen eine Geschichte zu entwickeln. Fragen Sie sich immer zunächst:

    • Warum will ich das gesetzte Ziel erreichen?
    • In welchem Zeitraum soll das Ziel erreicht werden?
    • Welche Emotionen möchte ich hervorrufen?
  3. Die Mission

    Beschreiben Sie, warum Sie bzw. Ihr Unternehmen etwas tut. Das „Warum“ beschreibt die Motive, Hintergründe und Idee einer Firma. Diese grundsätzlichen Beweggründe einer Firma oder Person werden auch „Mission“ genannt.

  4.  Recherche und Analyse

    Bevor Sie nun loslegen und Ihre Geschichte aufbauen, sollten Sie einige Recherchearbeiten starten.  Bemühen Sie sich hierbei um eine breit gefächerte Recherche und verwenden Sie alle möglichen Werkzeuge und Medien. Eines der Hauptaugenmerke sollte bei der gründlichen Analyse und Recherche rund um die Zielgruppe (Publikum) liegen.

  5. Themenfindung

Viele Themen begegnen uns Tag für Tag. Sie liegen praktisch – wie man früher sagte – „auf der Straße“ oder sind in der heutigen Zeit im World Wide Web zu finden. Hierbei bewegen Sie sich natürlich im Interessensumfeld Ihrer Zielgruppe.

Mich interessiert nun: Welchem Plan folgen Sie, wenn Sie Geschichten erzählen?