Glossar: Was sind Archetypen?

Archetypen als typische Stellvertreter
In dem Glossar Storytelling und Content Marketing beschäftigen wir uns in diesem Beitrag mit dem Begriff Archetypen.

Archetypen als Stellvertreter typischer Menschenbilder

Oft begegnen wir in guten Geschichten typischen Vertretern von Eigenschaften oder auch Archetypen wie etwa dem jugendlichen Liebhaber, dem Helfer oder dem Helden. Ausgehend von dem Wissen, dass Menschen, so verschieden sie auch sind, gewisse Gemeinsamkeiten haben, beobachtete Carl Gustav Jung das Vorhandensein von „typischen Menschenbildern“, Archetypen.

Jung beschrieb in seinem Werk „Der Archetyp und das kollektive Unterbewusstsein“ (*1), dass in uns allen Vorstellungen über Handlungsweisen und Charaktereigenschaften bestimmter Menschentypen (prototypischer Personen) existieren. Diese Archetypen sind meist unbewusst und unreal, sie beeinflussen unsere Ängste, Träume und Wünsche und können mittels symbolischer Bilder und Geschichten erfahrbar gemacht werden.

Mit Übertragung dieser Rollen auf Ihre Marken, sprechen Sie direkt die Instinkte Ihrer Kunden an. Dementsprechend sind Archetypen Vertreter archaischer, schon immer vorhandener Charaktergruppen.

Archetypen spiegeln sich in allen Bereichen des Lebens – angefangen bei Kunst, Literatur, Mythen, Träumen und Symbolen – wider. Stellen Sie sich diese Archetypen als eine Art von „Voreinstellung“ oder „Vorurteil“ und „Erwartungshaltung“ gegenüber bestimmten Menschentypen und -rollen vor.

Archetypen und Storytelling

Obwohl Storytelling in aller Munde ist, wird mir oft die Frage gestellt: „Woher kommen nun die Ideen für meine Geschichten?“ Ein Hilfsmittel ist die Verwendung von Archetypen bei der Ideenfindung von Plots: Das Konzept der Archetypen – als die Verwendung von klassischen und bekannten Figuren und Erzählkonzepten, die bis heute Bedeutung haben – war schon immer ein wichtiges Element des Geschichtenerzählens.

Auch heute können sie als Inspiration für eigene Geschichten genutzt werden, um Menschen emotional anzusprechen. Der Vorteil bei der Verwendung von Archetypen ist, dass sie sich authentisch erzählen und sehr anschaulich inszenieren lassen. Dadurch werden sie für das Publikum greifbar und leicht verständlich. Je einfach der Charaktertyp ist, desto leichter fällt es dem Publikum, sich mit dem Charakter, der Marke, zu identifizieren und sich an sie zu binden.

Verwenden Sie universelle Archetypen

Geschichten bestimmen unsere Kultur und in fast allen Stories entdecken wir Charakterzüge der gleichen Typen wieder. Beinahe scheinen die einzelnen Ganoven, Bösewichte oder Prinzen oder Liebhabe austauschbar, egal ob sie in einem Märchen oder in einem Hollywoodfilm austauschen. Diese Archetypen – vom Held über den Bösewicht, dem Witzbold, dem Tollpatsch bis zum strahlenden Sieger – sind in unserem Verständnis verankert, also nutzen Sie diese.

Archetypen zum Download
Eine PDF mit der Auflistung der zwölf gängigsten Archetypen finden Sie hier zum Download.
Eine PDF mit der Auflistung der zwölf gängigsten Archetypen finden Sie hier zum Download.

*1: Carl Gustav Jung: „Der Archetyp und das kollektive Bewusstsein“. Patmos Verlag 2018

Glossar Storytelling & Content Marketing
In dem Storytelling und Content Marketing Glossar finden Sie wichtige Begriffe rund um die Themen zum virtuellen Nachschlagen. Einzelne Begriffe werden kurz erläutert bzw. anhand von Beispielen gezeigt. Das Glossar wird kontinuierlich erweitert und aktualisiert.