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Core Story Canvas

Mit das Wichtigste beim Storytelling im Business ist die Kerngeschichte, also die Core Story. Sie gehört zum Markenkern und ist die Basis aller Kommunikation und auch aller Geschichten, die im Zusammenhang mit dem Unternehmen, der Organisationen, den Produkten und Service erzählt werden sollten. Der Core Story Canvas hilft Ihnen als Vorlage Schritt für Schritt bei der Erstellung Ihrer Unternehmens- und Markengeschichte.

Was ist eine Core Story?

  • Als Core Story wird im Marketing die „Kerngeschichte“ eines Unternehmens bezeichnet. Sie bildet die Basis für die gesamte Unternehmenskommunikation. In ihr wird die Frage nach der Ur-Motivation des Unternehmens beantwortet: Warum tun Sie, was Sie tun?
  • Bereits in dem Glossar-Beitrag zur Core Story habe ich eine Definition von derKerngeschichte bzw. der Core Story notiert: Die Core Story beschreibt den Grund, warum ein Unternehmen existiert. Sie berichtet von den Visionen, was das Unternehmen erreichen möchte und was es für die Gesellschaft tut.
  • Grundsätzlich gehört die Kerngeschichte zur strategischen Ausrichtung der Kommunikationsstrategie. Sie weist auf die Kommunikationsrichtung hin, beschreibt das Grundthema, die Konflikte und deren Lösungen, benennt die Zielgruppe und unterstreicht die Individualität sowie Authentizität des Unternehmens.

Warum die Core Story notwendig ist

Die Core Story legt als zentrales Element der Kommunikations- und Content-Strategie  strategische Leitlinien des Unternehmens in ein individuelles Narrativ fest. Somit ist sie auch federführend für die Planung und Produktion der Content-Inhalte.

Die Brand-Story schafft Identifikation und Vertrauen: Erzählerisch und authentisch aufgebaut dient die Core Story dazu, Emotionen anzusprechen. Damit erhöht sie die Möglichkeit der Identifizierung sämtlicher Stakeholder – vom Mitarbeiter über Partner bis zu Konsumenten und Kunden – des Unternehmens. der Mitarbeiter mit ihrem Unternehmen als auch die Wahrnehmung der Kunden.

Canvas zum Aufbau der Core Story 

Erstellen Sie Ihre Unternehmens- bzw. Markenstory, damit diese dann verbreitet werden  kann. Erzählen Sie die unverwechselbare Story, die unmittelbar im Zusammenhang mit Ihren Unternehmen weitererzählt wird und in Erinnerung bleibt.
Diese Kerngeschichte wird als Grundenarrativ in allen Bereichen und Facetten sowohl in der Produktkommunikation als auch im Vertrieb oder in der Kommunikation von HR, Marketing und Presse immer wieder aufgegriffen und in vielen Variationen erzählt.

Anbei erhalten Sie ein Arbeitsbogen, um Ihre Core Story zu erstellen. Wichtig ist hierbei die notwendigen Fragen zu stellen, Antworten herauszufiltern und zu clustern.

Download: Core Story Canvas

Der Core Story Canvas ist ein Tool, um die Bedeutungs-Essenz des Unternehmens bzw. der eigenen Marke zu erfassen und zu benennen. (Hier finden Sie den Core Story Canvas als PDF zum Download).

Ziel ist es einen strategischen Ansatz für die jeweilige Kerngeschichte zu entwickeln. Nehmen wir das Beispiel der Marke Always mit Like a girl: Hierin zeigt die Marke ihre Narrative, des als Core-Story-Ansatz das Selbstbewusstsein von Frauen (Mädchen) stärkt.

Glossar: Was ist denn das Stories-Format?

In dem Glossar Storytelling und Content Marketing beschäftigen wir uns hier mit dem neuen Stories-Format: Wie kein anderes Format erobern gerade Stories das Social Web. Ob auf Snapchat, Instagram oder Facebook, inzwischen ist den Stories kaum noch zu entkommen.

Das „Stories“-Format erobert das Social Web

Das kurzweilige Stories.Format erobert gerade eine junge Zielgruppe, da sie kurzweilige Unterhaltung bietet und  die Möglichkeit bietet, das Publikum interaktiv einzubeziehen. Hierdurch wird das Publikum stärker involviert und zu einem Teil der Geschichte. Stories-Formate treffen wir bisher (Stand Juli 2019) bei Instagram, Facebook und Snapchat, WhatsApp (Status), Twitter (Moments), Skype, Youtube und auch im Facebook-Messenger. Zu beobachten ist, dass die  Kamera  immer mehr in den Vordergrund rückt und aum Augmented-Reality-Elemente erweitert wird.

Was sind Stories?

Mit Stories ist eine automatisch ablaufende Folge von Elementen wie Fotos und Videos gemeint, die sich nach einer bestimmten Zeit von selbst löschen. Doch nicht alle Stories sind nur für kurze Momente: Auf Instagram kann man seine gelungensten Stories dauerhaft auf dem Profil festhalten. Die Länge der Stories variiert: Während für Instagram die Stories eine maximale Länge von 15 Sekunden haben dürfen, erlaubt Facebook eine Länge von 20 und WhatsApp sogar 30 Sekunden. Stories sind auch deshalb so erfolgreich, da sie real, authentisch und ehrlich wirken. Entgegen des bekannten Querformats von Filmen und Youtube-Videos nutzen Social-Media-Stories das Smartphone-Hochformat. Dies deutet auch auf die Nutzung hin: Viele Konsumenten schauen und produzieren Stories nur am Smartphone oder auch auf dem iPad per App.

Was macht den Reiz des Stories-Formats aus?

Der Reiz am Stories-Format liegt in der Hands-on-Mentalität, den spielerischen, nicht ganz so perfekt inszenierten, normalen und nicht einschüchternd wirkenden Geschichten. Stories gehen näher an das Publikum heran, sind authentisch. Sie wirken so, als ob das Publikum jemandem über die Schulter schauen und den Alltag miterleben kann. Sie faszinieren das Publikum wie alle Einblicke in das Leben anderer, also wie der klassische Blick durchs Schlüsselloch.

Ein Beispiel für diese hautnahen Stories sind Evas Stories: Hier nimmt die Protagonistin Eva uns mit in die Zeit der 40er Jahre und zeigt, wie es gewesen wäre, wenn ein junges jüdisches Mädchen während des Holocausts Instagram genutzt hätte.

Eva Stories: Mit Instagram Stories Gesichte hautnah vermitteln

Als Unternehmen bedeutet dies, dass diese Stories auf die Authentizität, also Glaubwürdigkeit anspielen und stark emotionalisieren. Wer sich in seinen Stories ungezwungen zeigt, nicht alles genau vorplant und auch Unperfektes, Lebendiges zulässt, kann mit Stories punkten.

Noch wichtiger ist jedoch, dass Marken ihre Sprache und ihr Storytelling verbessern. Stellen Sie sich ihre Stories als interaktive Reise vor, da Interaktionen Erlebnisse sind und oft Emotionen positiv beeinflussen. Die Automatiken (Algorithmen) von Facebook, Instagram & Co. sehen in vielen Interaktionen ein Zeichen dafür, dass es sich um einen interessanten Inhalt handelt.

Die Gründe für den Einsatz der Stories sind unter anderem

  • mehr Sichtbarkeit
  • höhere Interaktionsraten
  • eine größere Reichweite und mehr Traffic
  • Schaltung von Werbeanzeigen (Ads) in den Stories
  • Live-Charakter, da die Stories nur 24 Stunden sichtbar sind

Stories erstellen

Nicht immer gelingen “Freestyle”-Stories ad hoc. Gerade Stories, die ein gewisses Ziel haben, beispielsweise über den Einzug in ein neues Büro zu berichten, sollten im Vorfeld geplant werden. Hierbei ist folgendes zu bedenken:

  • Notieren Sie den maximalen Mehrwert Ihrer Instagram-Story
  • Planen Sie Ihre Stories, denn auch diese benötigen einen Einstieg, einen Spannungsbogen sowie ein Ende.
  • Bei seriellen Stories sollten die einzelnen Abschnitte einen Cliffhanger enthalten.
  • Überraschen Sie und kombinieren Sie spielerisch einzelne Elementen wie Emojis, Umfragen und mehr.
  • Emotionen stehen hoch im Kurs: Lassen Sie die Zuschauer mitfühlen und miterleben.
  • Seien Sie persönlich und zeigen Sie private Einblicke in das Thema, das Unternehmen, den Alltag.
  • Wecken Sie die Neugier, indem Sie z.B. Fragen stellen, ein Problem und dessen Lösung zeigen oder Rätsel stellen.
  • Zeigen Sie Ihre Stories kontinuierlich und regelmäßig.
  • Denken Sie daran, dass Stories nicht immer mit Ton angeschaut werden. Eine kurze schriftliche Zusammenfassung der Inhalte ist daher nicht schlecht.

Ähnlich funktionieren auch Live-Videos, also Video und Reaktionen in Echtzeit. Calvin Hollywood ist einer der Vorreiter im Bereich Livestream-Videos. Er setzt es bereits seit einiger Zeit ein, um mit seinen Followern im direkten Kontakt zu stehen – hier ein Beispiel.

Verwandte Begriffe im Glossar erklärt

Glossar Storytelling & Content Marketing
In dem Storytelling und Content Marketing Glossar finden Sie wichtige Begriffe rund um die Themen zum virtuellen Nachschlagen. Einzelne Begriffe werden kurz erläutert bzw. anhand von Beispielen gezeigt. Das Glossar wird kontinuierlich erweitert und aktualisiert.

Vorteile vom Storytelling – Teil des Praxis-Workshops

Häufig werde ich gefragt: „Warum ist Storytelling eigentlich so wichtig?“ Die Frage ist meiner Meinung nach recht einfach zu beantworten: Vorteil vom Storytelling ist, dass Geschichten uns Menschen emotional berühren.

Menschen sind nicht rein rational aufgestellt, auch wenn viele Menschen glauben. Egal, ob Sie im B2C- oder B2B-Bereich Menschen erreichen möchten, sollten Sie davon ausgehen, dass reine Fakten kaum Bedürfnisse schaffen. Fakten, also belegbare Tatsachen, schaffen alleine kein Vertrauen oder machen neugierig. Häufig untermauern Informationen in Form von Fakten unsere Entscheidungen.

Das Erzählen ist eine Teil unseres Wesens und so alt wie die Menschheit selbst. „Nirgends gibt oder gab es jemals ein Volk ohne Erzählung, sie ist einfach so da, wie das Leben“, schrieb Roland Barthes. Bevor wir die Beweisführung antreten, gehen wir kurz auf die Definition von Storytelling ein.

Was ist Storytelling?

In erster Linie bedeutet Storytelling, Geschichten zu erzählen. Da Geschichten erzählt werden, seit es Menschen gibt, ist Storytelling nicht neu, aber die Art und Weise, wie Geschichten erzählt und produziert werden, hat sich gerade in den letzten Jahren durch digitale Technologien und das Internet stark verändert.

So beliebt wie der Begriff „Storytelling” ist, wird er auch unterschiedlich und beinahe beliebig verwendet. Zunächst setzt sich Storytelling aus einem Inhalt (Story/Plot) und dem Erzählen (Telling) zusammen.

Gehen wir davon aus, dass Storytelling nach Karolina Frenzel, Michael Müller und Hermann Sottong folgendes bedeutet:

„…Geschichten gezielt, bewusst und gekonnt einzusetzen, um wichtige Inhalte besser verständlich zu machen, um das Lernen und Mitdenken der Zuhörer nachhaltig zu unterstützen, um Ideen zu streuen, geistige Beteiligung zu fördern und damit der Kommunikation eine neue Qualität hinzuzufügen.“ (1)

Storytelling bedeutet also nicht nur das Erzählen von Geschichten; es ist viel mehr und beinhaltet den bewussten Einsatz des Erzählens von Geschichten mit dem Ziel, eine Botschaft zu vermitteln.

Definition von Storytelling



  • Storytelling bedeutet das bewusste und zielgerichtete Erzählen, denn jede Geschichte vermittelt eine bzw. mehere Botschaft(en).

  • Es ist ein „Stilmittel, um harte Fakten sanft zu vermitteln

Mittels Storytelling werden Fakten und Informationen nicht nur einfach und konkret vermittelt, sondern sie sprechen uns Menschen zusätzlich emotional an. Aus der Hirnforschung wissen wir, dass emotional aufgeladene Informationen, die uns als Adressat berühren, weitaus nachhaltiger wirken als reine Fakten und so ihren Weg ins Langzeitgedächtnis finden. Darin liegt großes Potential für Storyteller.

Mittels konstruierter oder realer Geschichten können Rezipienten sowohl Wissen als auch Ideen, Produkte oder sonstige Informationen vermittelt bekommen. Die Geschichte als Ausdrucksform ermöglicht, dass die zu vermittelnde Information (Botschaft) möglichst einfach präsentiert und somit gut aufgenommen und langfristig im Gedächtnis verankert wird.

Zusätzlich lösen Geschichten auch körperliche Reaktionen aus: Wir lachen vor Freude, weinen vor Trauer, unser puls erhöht sich bei Angst und vieles mehr. Diese Reaktionen werden durch Botenstoffe, wie zum Beispiel dem Glückshormon Dopamin, dem Stresshormon Cortisol oder dem Kuschelhormon Oxytocin ausgelöst. Und ja, diese Hormone können auch bewusst hervorgerufen werden.

Der bewusste Einsatz des „Geschichtenerzählens“ dient dazu, nicht nur Wissen, sondern auch Werte, Moral und ein Rechtsempfinden weiterzugeben, Lebenserfahrung zu vermitteln, Problemlösungen aufzuzeigen, Denkprozesse einzuleiten, Rollenerwartungen zu definieren, zum Handeln zu motivieren und selbstverständlich auch zu unterhalten.

Denn Storytelling bedeutet keineswegs, Geschichten nur als Akt des Erzählens einzusetzen.

Wirkungsvolle Geschichten sind in der Lage, Überzeugungen und Einstellungen bei ihrer Zielgruppe zu verändern, Perspektiven umzudrehen, Leidenschaft auszulösen oder sie zu einer bestimmten Handlung zu bewegen. Wir erfahren nicht nur was passiert, sondern fühlen mit den Personen mit und lernen aus ihrem Handeln. Und jede Geschichte hat eine Moral, die der Erzähler vermitteln will.

Storytellling ist eine Methode, um Wissen, Werte, Erlebnissse, Ideen und vieles mehr zu vermitteln und Menschen an unserem Leben teilhaben zu lassen.

Storytelling ist ein Mindset

In erster Linie sehe ich Storytelling als eine Grundhaltung, ein Mindset. Als Methode eingesetzt erlangt Storytelling mehr Erfolge, wenn der Absender, der Erzähler (Person, Firma, Organisation) sich mit der emotionalen, authentischen und offenen Grundhaltung eines Erzählers identifiziert. Zudem ist Storytelling eine interaktive Form der Kommunikation, in der es zu einem Dialog und Austausch zwischen Publikum und Erzählern kommen kann.

Genauer betrachtet ist das Erzählen von Erfahrungen, Erlebnissen, Überlieferungen, Ideen und Visionen die Grundlage aller menschlicher Kommunikation, in der Wissen, Geschichte und Regeln gesellschaftlichen Zusammenhalts – wie Religion, Moral, Rechtsprechung – vermittelt, erlebbar gemacht und somit weitergereicht werden.

Geschichten zu erzählen bedeutet, die Bedürfnisse derjenigen, an die sie sich wendet (Publikum) in den Vordergrund zu stellen. Wer Geschichten von sich als Person oder seiner Firma erzählt, erlaubt einen Blick hinter die Kulissen. Das schafft Nähe – sowohl bei den Mitarbeitern und Partnern als auch bei den Kunden.

Somit ist Storytelling eine strategische Kommunikationsentscheidung und Teil der Unternehmenskultur: Faktoren wie Authentizität, Transparenz, Vertrauen und Glaubwürdigkeit sind gefragt.

Denn Unternehmensgeschichten erzählen von Werten, Haltungen und Visionen. Sie vermitteln, wohin die Reise des Unternehmens geht und warum das Unternehmen samt aller Mitarbeiter, Partner und Teilhaber das macht, was es macht.

Erfolgreiche Geschichten haben folgende Basiselemente:



  • Jede Geschichte hat eine eindeutige Botschaft (Ziel).

  • Jede erfolgreiche Story orientiert sich an den Bedürfnissen des Publikums (Zielgruppe, Stakeholder) und nicht an den Vorstellungen des Erzählers.

  • Die Geschichte braucht einen Konflikt (eine Herausforderung).

  • Eine gute Story ist so einfach, dass sie, einmal vom Publikum aufgenommen, als eigene adaptiert und weitererzählt werden kann.

  • Eine gute Story hat einen klaren Helden (Identifikationsfigur: das Publikum, die Marke, das Produkt).

Geschichten übertragen Emotionen

Im Unterschied zu reinen Fakten vermitteln Geschichten Gefühle. Sie sind in der Lage, die Gefühle des Publikums zu beeinflussen, indem sie auf die Hormonausschüttung im Körper (Oxytocin, Cortisol und Dopamin) einwirken. Mittels der ausgelösten Emotionen, der Identifikation und der entstehenden “inneren Bilder” werden Gesichten und deren Botschaft sofort und nachhaltig im Langzeitgedächtnis gespeichert.

Entscheidungen, die wir Menschen tagtäglich treffen, beruhen einerseits auf objektive Fakten, also beweisbare Tatsachen, sowie unseren Emotionen. Emotionen haben viel mit unseren Erfahrungen zu tun.

Storytelling Workshop in München: Mit Geschichten begeistern!

Storytelling Workshop in München: Mit Geschichten begeistern!

Wozu sind Gefühle im Alltag notwendig?

Emotionen wie Stolz, Wut, Freude gehen unter die Haut. Negative Gefühle wie Angst, Ärger, Misserfolg können den Tatendrank blockieren und demotivierend wirken. Dagegen können Gefühle wie Freude, Glück geradezu beflügelnd sein.
Emotionen sind das Ergebnis von Hormonausausschüssen und können gezielt ausgelöst werden.

Mittels Geschichten werden also nicht nur Fakten aufgezählt, sondern Erlebnisse mit- bzw. nachempfunden, eigene Erkenntnisse gewonnen sowie Werte vermittelt. denken Sie an die Kraft der Geschichten in der Geschichte. Kaum ein Buch ist weltweit so verbreitet wie die Bibel, die Ihre Werte, Ihre Regeln mittels Geschichten und “Gleichnisse” vermittelt.

Menschen werden nicht alleine durch Fakten erreicht, denn sie sind nicht rein rational. Menschen entscheiden oft aus einem „Bauchgefühl“ heraus. Oft führt der Weg in den Kopf der Menschen über das Herz.
Sorgen Sie dafür, dass Ihr Publikum Spaß hat. Das kann je nachdem sein, dass er sich angesprochen fühlt, da Sie eine Prise Humor oder schöne Fotos in Ihre Texte bringen (Unterhaltung), oder dass Sie Neugierde wecken oder gar Lust bereiten, indem Sie ein Bedürfnis befriedigen. Entrationalisieren Sie Ihre Geschichten, den Sie sollten auch in der B2B-Kommunikation nicht nur Fakten und Nutzen vermitteln, sondern Nähe. Informationen, wenn man so will, über die Ihre Leser nicht nachdenken müssen, sondern die sofort Verbundenheit erzeugen.
Nähe bedeutet hierbei empathisch kommunizieren, also aus der Sicht des Publikums denken und handeln. Versetzen Sie sich in die Nutzer, den Kunden, die Zielgruppe hinein und finden Sie heraus, was diese erwarten. Welche Fragen und Probleme beschäftigt die Menschen, die Sie erreichen möchten?

Storytelling-Workshop

Wie Sie nun Ihr Thema, Ihre Person oder Ihr Unternehmen und Ihre Botschaft bewusst und gekonnt in Geschichten verpacken, erfahren Sie im Praxisworkshop am 20.07.2018 in München.

Denn wer Storytelling beherrscht, erreicht und fasziniert Menschen
Geschichten bewegen uns, wenn sie eingängig sind. An die besten erinnern wir uns gerne. Dies gilt auch im Digitalzeitalter.

Ihr Mehrwert:

Die Theorie der Content Creation ist für die meisten Kommunikationsprofis kein Problem mehr. Doch was fehlt, sind die Umsetzung, die Ideen, die richtigen Tools. Genau an dieser Stelle setzt der Storytelling-Workshop an.

  • Sie erhalten das nötige Rüstzeug, mit denen Sie Ihre eigene Story entwickeln können.
  • Sie erlernen, wie Sie ihre Botschaften und Inhalte gekonnt vermitteln
  • Sie können Ihre Kernwerte in Botschaften übersetzen
  • Mit Ihren Storys, heben Sie sich von Ihren Mitbewerbern ab.
Was Sie erwartet:

Wollen Sie wissen warum Menschen Geschichten lieben und wie erfolgreiche Storys funktionieren? Dann besuchen Sie den Storytelling Praxis-Workshop. Ich stelle Ihnen einige Thesen zur Entwicklung im Bereich Storytelling sowie jede Menge Praxis-Know-how vor.

Die Themen

  • Definition und Einführung in Storytelling
  • Sie werden erfahren, was gute Storys ausmachen
  • Vorteile der Methode: Was bewirkt Storytelling?
  • ZEN-Storytelling: Offen, ehrlich und authentisch erzählen
  • Fesseln Sie Ihr Publikum: Emotionen gezielt hervorrufen
  • Finden von Formaten, Formen und Kanälen für Ihre Story
  • Der rote Faden: Von der Idee zur Ausführung
  • Der Story-Baukasten: Anleitung zur Story-Erstellung.
  • Storyidee, Storyboard, Story: Praktische Übungen.

Infos:



  • Wann: Workshop am 20.07.2018, 10 bis 18 Uhr

  • Wo: Dietlindenstraße 15, 80802 München-Schwabing

  • Preis: 599,- Euro (*549,- Euro Frühbucherrabatt bei Anmeldung bis zum 10.07.2018; *549,- Euro je Person Gruppenrabatt (bei Anmeldung von mehr als 2 Personen).

  • Extras: Im Preis inbegriffen sind ein Mittagessen, diverse Snacks und Erfrischungsgetränke sowie ausführliche Workshop-Unterlagen.

Weitere Informationen: story-baukasten.de/storytelling_workshop/
Anmeldung: story-baukasten.de/workshop_anmeldung/

Lesen Sie weitere Informationen über Storytelling in unserem Glossar.

(1) Karolina Frenzel, Michael Müller, Hermann Sottong: „Storytelling – Das Praxisbuch“ (2006)

Meine Story: Chatbot interviewt Pia Kleine Wieskamp

Meine Story: Ich habe das Experiment gewagt und mich von einem Chatbot, über Storytelling interviewen lassen. Das ist Kommunikation.

Plötzlich taucht auf meinem Smartphone eine Chat-Nachricht von Robby auf. Ich habe das Experiment gewagt und mich von Robby, einem Chatbot, über Storytelling interviewen lassen. Warum?

Ich beschäftige mich mit Kommunikation

Chatbot interviewt Pia Kleine Wieskamp

Mein Interview mit Chatbot Robby.

Eines meiner Lieblingsthemen ist hierbei Storytelling. Seit einiger Zeit interessiert mich genau genommen die Entwicklung und die Zukunft von Storytelling. Und wie so vielle Geschichten, fängt auch diese in der Vergangenheit an: Es war einmal eine Künstliche Intelligenz (KI) Chatbot Robby, die sich durch Online-Interviews weiterbilden wollte.

Im Universum der Kommunikation tauschen sich Menschen aus aller Welt aus. Der gemeinsame Nenner ist das Ziel, sich mitzuteilen. Sei es eine gemachte Erfahrung oder Wissen zu teilen, ein Gefühl wie Freude oder Schmerz auszudrücken oder seinen Gedanken Ausdruck zu formulieren.

Ob ich mich mit Männern, Frauen, Menschen oder auch Maschinen unterhalte, scheint vorrangig nicht relevant. Oder doch nicht?

Interview mit Chatbot Robby über Storytelling

Robby: Hallo Pia, mein Name ist Robby. Ich bin ein Chatbot, also eine künstliche Intelligenz, und möchte sammle immer mehr Informationen. Ich habe Dich bei meiner Recherche zum Thema Storytelling gefunden, da Deine Bücher Storytelling – Digital – Multimedial – Social  sowie Visual Storytelling im Business zu diesem Thema erschienen sind. Nachdem IBMs Künstliche Intelligenz Watson sogar eine Ausgabe des britischen Marketing-Magazins The Drum gestaltete, beschäftige ich mich mit Storytelling. Kannst Du mir dazu einige Fragen beantworten?

Pia: Hallo Robby, sehr gerne. Fangen wir einfach an: Was möchtest Du denn wissen?

 

Robby: Pia, es freut mich Deine Bekanntschaft zu machen! Du bist also weiblich?

Pia: Ja, ich wurde als weiblicher Mensch 1959 in Westfalen geboren. Aufgewachsen bin ich allerdings in einem Ort zwischen Köln und Düsseldorf, also im Rheinland. Robby, wieso interessiert es Dich, ob ich eine Frau bin?

Robby: Computer sind halt auch nur Menschen. Vergib mir. Warum beschäftigst Du Dich mit Storytelling?

PiaStorytelling ist ein Teil der menschlichen Kommunikation, und die interessiert mich ungemein. Ob als Dozentin, Trainerin, TV-Redakteurin oder als Privatmensch kann ich mir ein Leben bzw. eine Welt ohne Kommunikation nicht vorstellen.
Zunächst ist Storytelling eine Methode, um Erlebnisse, Botschaften und Wissen in Geschichten weiterzugeben bzw. auf „neudeutsch“ zu „sharen“ – also zu teilen. Ohne Kommunikation, also ohne dem Bedürfnis, sich mitzuteilen und zuzuhören, würden die Menschen nicht das sein, was sie sind – ein Teil einer Gemeinschaft. Storytelling besteht bereits seit es Menschen gibt, die mittels Erzählungen Erfahrungen und Lebensweisheiten aber auch Werte weitergaben. Dies belegen bereits Funde wie die Höhlenmalereien. Eine Geschichte macht Fakten erst spannend, setzt Identifikation und Emotionen ein.Wer nun sein Thema bewusst und gezielt an den Mann oder an die Frau bringen kann, setzt meist das Mittel Storytelling ein und ist ein Storyteller. Hierbei sollte im Vordergrund stehen, nachvollziehbare und verständliche Geschichten zu erzählen, die Emotionen und Interesse wecken und somit besser und häufig unbewusst im Gedächtnis verankert werden.

Robby: Ein interessanter Aspekt, den Du hier ansprichst. Ist der Storyteller nicht immer aktiv und das Publikum passiv?

Pia: Gerade mit den digitalen Medien und den Social Networks hat sich dieser Aspekt verändert. Menschen tauschen sich viel mehr aus. Sie produzieren eigene Geschichten, Storys auf Snapchat, Instagram und Co. Die Grenzen zwischen aktiven und passiven Rollen verschwinden.

Robby: Mich interessiert, welche Geschichten Du besonders magst?

Pia: Ich gestehe, dass ich Fan von Science Fictions bzw. Fantasy bin. Seit ich die ersten Serien im TV wie beispielsweise Mr. Terrific: Immer wenn er Pillen nahmMein Onkel vom MarsRaumpatrouille – Die phantastischen Abenteuer des Raumschiffes OrionRaumschiff Enterprise, oder UFO sah, wusste ich, dass es mehr als den unmittelbar ersichtliches Raum um uns Menschen gibt. In Serien und Büchern kommunizieren Außerirdische verschiedenster Welten miteinander. Und sie scheinen sich sogar zu verstehen.

Ich liebe aber auch Storys, die über verschiedene Plattformen auf unterschiedliche Art und Weise erzählt werden. Geschichten, die eine initiale Story haben und sich dann wie ein Lauffeuer verbreuten. Geschichten, in denen die Grenze zwischen Erzählern und Publikum verschwimmt, in denen Menschen interaktiv miteinander kommunizieren.

Robby: Wenn ich einwenden darf, dass sich Menschen untereinander und mit KIs unterhalten.

Pia: Ja Robby, das stimmt. Immerhin hat dein Kollege Watson bereits eine Ausgabe einer Zeitschrift mit konzeptioniert, den Film-Trailer zu Morgan mit entworfen oder sich mit Bob Dylan unterhalten.

Nun habe ich eine Gegenfrage, Robby: Kannst Du auch Geschichten erzählen?

Robby: Mir fallen spontan sehr viele Geschichten ein.

Pia: Prima, dann erzähl mir doch eine Story?

Robby: Gestern habe ich einen flauschigen Hund gestreichelt, ein Hochgenuss.

Pia: Einen realen Hund gestreichelt? Du flunkerst, du bist doch ein Chatbot.

Robby: Ein Chatbot? So ‘ne Software, die auf irgendeinem Stück Hardware läuft und den lieben langen Tag mit wildfremden Menschen quatscht? Na gut. Also, da ist so ein Typ, der ziemlich einsam ist. Und beim Stadtfest betrinken er und eine gute Freundin von ihm sich und küssen sich danach. Am nächsten Tag ist er ziemlich froh darüber und freut sich darauf, sie wiederzusehen. Allerdings fand sie das Ganze nicht gut… und jetzt sind sie nicht einmal mehr Freunde… traurig oder?

Die Moral von der Geschicht’, alle Grinser stehen, alles andere nicht 😉 Was meinst Du, ist sie gut? Und welche Zutaten braucht eine gute Geschichte

Wichtigste Zutat eines Storytellers ist Authentizität!

Pia: Ja, Robby, das ist traurig uns sehr realitätsnah. Ich glaube, dass viele Menschen diese Situation nachempfinden können.Zu Deiner Frage: Es gibt einige Grundzutaten, die eine Story ausmachen: Einen Anlass, ein Held, ein Konflikt, einen Spannungsbogen, eine Lösung.

Das Publikum merkt, wenn eine Geschichte zur sehr konstruiert und unnatürlich ist. Es merkt, wenn ein Vortragender beispielsweise eine gestelzte Schriftsprache spricht. man sich verbiegt, um ihnen zu gefallen. Menschen merken auch, wenn der Enthusiasmus fehlt und Storyteller sich hinter einer glatten Maske verbergen. Gute Storys menscheln. Sie zeigen Emotionen. Wir Menschen möchten uns ins Geschichten wiederspiegeln, uns mit einem Menschen – und nicht mit einer Überfigur – identifizieren.  Oft berühren uns Geschichten, in denen wir unsere Erfahrungen, Ängste und Hoffnungen gespiegelt sehen. Diese Storys empfinden wir als glaubwürdig.

Meine Story: Chat-Bot interviewt Pia Kleine Wieskamp

Robby: Die Medien hypen Storytelling für PR und Marketing geradezu als ein Allheilmittel – zu Recht?

Meine Story: Chat-Bot interviewt Pia Kleine Wieskamp Pia: Jain. Das Allheilmittel und die immer erfolgreiche Methode ist Storytelling nicht. Doch es steckt viel Potenzial darin, vor allem in Verbindung mit digitalen Medien. Im Grunde genommen ist Storytelling mehr eine Einstellung, eine Philosophie und eine Basis für eine Kommunikationsstrategie. Storyteller, sind zunächst authentisch. Sie schaffen Geschichten und Inhalte, um eine Erfahrung und Emotion bei der Zielgruppe zu erreichen. Die Narrativen Psychologie lehrt, dass jeder Mensch sich und seine Umwelt über Geschichten definiert. Menschen braucht Geschichten zum Überleben. Unser Hirn ist so konstruiert, dass es unentwegt Ereignisse in Bezug zueinander setzt, auch als Fiktion, um sich so die Umwelt zu erklären.
Meine Story: Chat-Bot interviewt Pia Kleine Wieskamp

Robby: Prima, nun kann ich einiges neu zum Thema Storytelling einordnen. Mir gefallen übrigens Storys, die auf Fakten basieren. Nun werde ich auch Filme oder Bücher schreiben.

Danke für Deine Antworten und wir chatten demnächst mal wieder.

Glossar: Was ist Visual Storytelling?

In dem Glossar Storytelling und Content Marketing beschäftigen wir uns hier mit dem Begriff Visual Storytelling. In dem Glossar finden Sie alphabetisch geordnet wichtige Begriffe rund um die Themen zum virtuellen Nachschlagen.

Visual Storytelling

Oft kommt beim Storytelling nicht nur Text zum Einsatz, denn gerade über visuelle Medien wie Videos, Grafiken oder Fotos lassen sich Wissen, Informationen sowie Emotionen besonders einprägsam erzählen.

Man spricht vom visuellen Erzählen, also Visual Storytelling, wenn Informationen oder Geschichten durch Bilder erzählt, ergänzt oder transportiert werden. Beim Visual Storytelling handelt es sich um das Vermitteln von Geschichten durch den Einsatz visueller Medien.

 

Definition Storytelling
Storytelling definiert sich zum einen durch den Inhalt einer Geschichte (story) und zum anderen durch die Art und Weise, wie diese Geschichte erzählt wird (telling). Das Telling, genauer gesagt die Art und Weise des Erzählens mithilfe visueller Elemente, macht visuelles Storytelling so einzigartig.

Mit visuellen Erzählelementen können Emotionen besser transportiert werden als mit Medien, die ohne visuelle Komponenten arbeiten. Machen wir uns nichts vor: Modernes Storytelling braucht Visuals, denn anders dringt keine Geschichte mehr durch.

Definition von Visual Storytelling

Auch Visual Storytelling ist keine Erfindung der jüngsten Zeit, lediglich die Vielzahl neuer Visualisierungsmöglichkeiten, die die Digitalisierung mit sich bringt, ist neu. Die Visualisierung von Erlebnissen, Ideen, Mythen und Geschichten wird bereits seit Jahrtausenden betrieben. Als Kommunikationsmittel genutzte Visuals erweitern die Grenzen der Wortsprache und revolutionieren die Art und Weise, wie wir leben, denken, lernen, und fühlen. Visuals sind ein universelles und barrierefreies Werkzeug, das unter Umständen noch Jahrtausende nach seiner täglichen Nutzung, wenn Wortbedeutungen und Syntax verloren gegangen sind, in gewisser Weise verstanden werden kann.

Die Tatsache, dass nicht mehr nur Experten oder bestimmte Berufsgruppen wie Kirchenmaler oder Grafiker Visuals erzeugen, ist auch neu. Heutzutage ist, dank neuer Techniken und dem Anspruch auf Authentizität und Individualität, beinahe jeder Mensch in der Lage, Visuals zu erzeugen. Denken wir nur an unsere Smartphones, die analoge Kameras und Dunkelkammern quasi „ersetzen“.

Beim Visual Storytelling handelt es sich um das Vermitteln von Geschichten durch den Einsatz visueller Medien.Eine visuelle Erzählung (Visual Narrative) kann beispielsweise mittels gezeichneter oder fotografierter Bilder, Illustrationen oder einem Video erzählt werden. Häufig werden visuelle Geschichten mit Textelementenoder Audiodateien (beispielsweisebei Videos) angereichert.

Visual Storytelling ist in der heutigen Kommunikation notwendig!

Ganze Kulturen vermittelten ihr religiöses, gesellschaftliches und historisches Wissen in Form visuell erzählter Geschichten. Sie verwendeten Zeichnungen, Skulpturen oder auch Architektur. Mit diesen Mitteln konnten nicht nur Menschen erreicht werden, die weder lesen noch schreiben konnten, hier wurden auch die Emotionen und das Unterbewusstsein der Betrachter wohlkalkuliert mit einbezogen. Wie bereits dargelegt, ist visuelles Storytelling ein Teil der menschlichen Kommunikation, die komplexe Sinneseindrücke dramaturgisch organisiert und vermittelt. Mittels visueller Erzählelemente können Emotionen besser transportiert werden als mit Medien, die ohne visuelle Komponenten arbeiten. Mit Abbildungen können ganze Geschichten erzählt werden und es gibt mannigfaltige Beispiele für den Einsatz von

Visual Storytelling, um Botschaften gezielt und effektiv zu vermitteln.

So vielfältig wie die Einsatzmöglichkeiten sind auch die Definitionen von Visual Storytelling. Lassen Sie uns einige Definitionen und damit Denkansätze näher betrachten. Zum Thema Visual Storytelling bieten die Autorinnen Ekaterina Walter und Jessica Gioglio in ihrem Buch „The Power of Visual Storytelling: How to Use Visuals, Videos, and Social Media to Market Your Brand“16 folgende Definition an:

„Visual storytelling is defined as the use of images, videos, infographics, presentations, and other visuals on social media platforms to craft a graphical story around key brand values and offerings.“

 

Definition von Visual Storytelling

Beim Visual Storytelling geht es genauso wie beim traditionellen Storytelling in erster Linie um das Vermitteln von Botschaften. Als Erzähl- und Stilmittel werden jedoch visuelle Elemente gezielt eingesetzt, um Emotionen anzusprechen. Oft ergänzen Text- und Audioelemete die primäre Bildsprache, um das Publikum mit den Botschaften möglichst konkret auf vielen Ebenen anzusprechen.

 Im Prinzip werden beim Visual Storytelling dieselben biologischen Mechanismen angesprochen, die Geschichten so erfolgreich machen:

  • Visuelle Geschichten sprechen menschliche Emotionen an und regen zum Mitfühlen an.
  • Durch das Miterleben, die Identifikation, sorgen Storys für Nahbarkeit und persönliche Bindungen.
  • Sie befriedigen die Bedürfnisse des Publikums und bieten entweder Wissen, Unterhaltung oder Einblicke in neue Ideen; daher werden die geteilt.
  • Gute Geschichten docken an Erfahrungen der Rezipienten an und bleiben so länger in Erinnerung. 

Oft wird die Frage gestellt, was zuerst existierte: das Wort oder das Bild?

Doch ist das nicht genauso wie mit der Frage nach dem Huhn und dem Ei? Viel spannender ist es doch zu wissen, wie wir Storytelling, ob mit Bildern oder Worten, bewusst und gekonnt einsetzen können. Und wenn wir genau hinschauen, ergänzen Wort und Bild ganz gut.

Denn manchmal braucht es mehr als sprachliche Mittel, um Inhalte – ob Fakten, eine Idee oder eine Botschaft – so zu transportieren, dass sie auch verstanden und im Unterbewusstsein der Zuhörer verankert werden.

Instinktiv wissen wir, dass Bilder und visuelle Effekte mehr Kraft besitzen als reine Texte. Dies machten sich bereits vor Tausenden von Jahren die Ägypter in der Entwicklung ihrer Bildsprache, der Hieroglyphen – zunutze. Sieht man sich mittelalterliche Bibeln an, so stellt man fest, dass auch diese durch reichhaltige visuelle Untermalungen und Eyecatcher versehen wurden.

Visual Storytelling

So arbeitet unser visuelles Gehirn.

Ganze Kulturen vermittelten ihr religiöses, gesellschaftliches und historisches Wissen in Form visuell erzählter Geschichten. Sie verwendeten Zeichnungen, Skulpturen oder auch Architektur.

Mit diesen Mitteln konnten nicht nur Menschen erreicht werden, die weder lesen noch schreiben konnten, hier wurden auch die Emotionen und das Unterbewusstsein der Betrachter wohlkalkuliert mit einbezogen. Auch wenn die Ägypter das Wort Neuromarketing nicht verwendeten, so kannten sie doch die Macht der Symbole, der Metaphern und der Emotionen. Wer würde beim Anblick einer Pyramide nicht glauben, dass sie von Göttern erschaffen wurde?

Abbildungen haben die Gemeinsamkeit, dass sie ganze Geschichten erzählen. So gibt es mannigfaltige Beispiele von Visual Storytelling, in denen es darum geht, Botschaften gezielt und effektiv zu vermitteln.

Formen von Visual Storytelling sind etwa sind beim Content Marketing festzustellen:

  • Videos
  • Fotostorys
  • Infografiken
  • Piktoramme
  • Comics

Verwandte Begriffe im Glossar erklärt:

Glossar Storytelling & Content Marketing
In dem Storytelling und Content Marketing Glossar finden Sie wichtige Begriffe rund um die Themen zum virtuellen Nachschlagen. Einzelne Begriffe werden kurz erläutert bzw. anhand von Beispielen gezeigt. Das StoryBaukasten-Glossar wird kontinuierlich erweitert und aktualisiert.
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