PR gewinnt mit Storytelling an Bedeutung

PR gewinnt mit Storytelling an Bedeutung

Die aktuellen positiven Nachrichten lauten: PR gewinnt mit Storytelling an Bedeutung. Dies belegt die internationale Studie „The Evolution of Public Relations“ der Association of National Advertisers (ANA) und des USC Center for Public Relations an der Annenberg Schule für Kommunikation und Journalismus (Link zur Studie).

Studie zeigt, dass PR an Bedeutung gewinnt

Die Studie zeigt, dass Public Relations (PR) in den nächsten fünf Jahren bedeutender und wichtiger wird. Die Ergebnisse der Studie prophezeihen der Öffentlichkeitsarbeit eine positive Zukunft. Einer der zukunftswirksamen Garanaten hierbei ist Digital Storytelling.

Hierbei wird betont, dass Digitalisierung die Kommunikationsbereiche Marketing, Vertrieb und PR immer mehr zusammenführt. Ich unterstreiche diesen Ansatz und gehe sogar noch weiter: Funktionierende Kommunikation benötigt ein strategisches Gesamtkonzept jeder Firma.

Silo-Denken oder gar Abteilungsbudgets und -hoheiten sind in der digitalen Kommunikation nicht mehr überlebensfähig. Es ist wichtig und notwendig, dass Marketing, Vertrieb und PR mehr zusammenwachsen und eine „logische“ und abgestimmt Einheit ergeben.

Auch die grundlegenden Erkenntnisse der oben genannten Studie möchte ich unterstreichen:

Die wichtigsten PR-Trends

Folgende Trends sind miteinander verwoben:

  • Social Listening – „ich habe gehört“,
  • Digitales Storytelling – „ich schreibe eine Geschichte über das Gehörte“ und
  • Echtzeit-Marketing/-Kommunikation – „ich muss diese Geschichte sofort schreiben und teilen“

Social Listening

Zuhören können ist der halbe Erfolg.- erkannte bereits der amerikanische Präsident Alvin Coolidge (1872-1933).

Dies ist in Zeiten von Social Media und Digital Storytelling besonders wichtig. Als Grundlagenarbeit wird hier immer und ständig festgestellt, wer was wann und wo (in welchen Medien) über die Firma, die Produkte und das Thema erzählt. Es wird zudem ersichtlich, welche Themen, welche Trends und welche Bedürfnisse das Zielpublikum hat. Welche Tonart benutzt es? Mage es mehr witzigen Content, mehr Videos? Was bewegt die Menschen, die wir erreichen möchten?

Haben wir hier unserer Grundrecherche gemacht, können wir besser einschätzen welche Art von Storys wir auf welchen Plattformen erzählen sollen. Wir kennen die Beweggründe, finden Themen und verbinden diese mit unserer Message, unseren Zielen.

Werkzeuge liefern Social Media Monitoring-Tools von Hootsuite bis hin zu Meltwater oder Salesforce Radian6, um nur einige zu nennen.

Digital Storytelling

Storytelling selbst ist nicht neu, sondern eine der ältesten Kommunikationsformen. Das Erzählen von Geschichten dient dabei sowohl der Unterhaltung, als auch der zur Orientierung sowie zur Vermittlung moralischer Grundsätze und Informationen.

Die Art des Erzählens geht von symbolischen Wandzeichnungen über Geschichten als verbale Überlieferungen, über Theater- und Singstücke, Radio, Kinofilme, TV bis hin zu den Erzählwelten der ersten Computerspiele und Social Media Plattformen. Heutzutage nimmt das Digital, Multimedia, Transmedia und VR-Storytelling einen großen Teil unseres Erzählraums ein.

Ob nun Scroll-Reportage (Scrollytelling), das multimediale Dossier, das interaktive Interview, die animierte Grafik, die Audio-Slideshow – bei allen Spielarten des Digital Storytellings wird zwischen linearen und nicht linearen Erzählen unterschieden:

  • Lineare = Chronologische Reihenfolge
  • Nicht lineare = Die Reihenfolge beim Erzählen kann so gestaltet werden, dass ein Geschehen deutlich abweichend von einem „natürlichen“, einfachen zeitlichen Nacheinander erzählt wird. Dies nennt man eine nicht-lineare Reihenfolge.

Echtzeit-Kommunikation

Menschen nehmen ihre Welt immer mobiler war und haben quasi immer und überall zugriff auf die digitale Welt. So werden zunehmend die Anforderungen auch an das Marketing, sich mehr und mehr zum Echtzeit-Marketing (Real-Time Marketing) zu entwickeln. Hier reicht es nicht aus, ein großes und immer aktuell agierendes Kommunikationsteam im Einsatz zu haben.

Auch hier erhöhen eine gute Planung und die Umsetzung mit den richtigen Werkzeugen maßgeblich die Chancen auf Erfolg. Folgende Punkte sind in der Echtzeit-Kommunikation zu beachten:

  1. Zuhören bedeutet nicht nur Trends, Meinungsmacher und Stimmungen seiner Kunden (Zielgruppe) aufzufangen, es bedeutet auch aktiv bei der Unterhaltung (Kommunikation) mit zumischen, zu kommentieren.
  2. Personalisierung bedeutet längst mehr, als den Kunden mit dem Namen anzusprechen. Nutzen Sie Informationen über den Standort, konsumierte Inhalte oder die Aufenthaltsdauer der Kunden auf Ihrer Webseite. Bieten Sie dem Kunden relevante Inhalte und auf seine Bedürfnissen zugeschnittene Erlebnisse.
  3. Multi-Channel: Erreichen Sie Ihre Gesprächspartner dort, wo sie sich befinden. Das betrifft den richtigen Kanal mit kanalspezifisch aufbereiteten Inhalten.

Und Ihre Meinung?

Meiner Meinung nach müssen diese drei Herausforderungen der Kommunikation –Social Listening, Digital Storytelling und Echtzeit-Kommunikation – gemeistert werden, damit Ihr Unternehmen auch zukünftig noch wahrgenommen werden. Wie sehen Sie das?