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Storytelling auf LinkedIn: Interview mit Stephan Park

LinkedIn entwickelt sich mehr und mehr von der ursprünglichen Karriere- und Jobplattform zu einer Social-Content-Plattform. Längst wird wird nicht mehr ausschließlich im Businesskontext genutzt, so dass nun dort Elemente wie Emojis, Stories, Live-Videotalk einziehen.

Stephan Park, Copywriter & Werbetexter, Quotenchinese aus Österreich

Interview mit Stephan Park, Copywriter & Werbetexter, Quotenchinese aus Österreich

Im Bereich Stories ist mir in den letzten Wochen besonders ein Format und ein Storyteller aufgefallen: Stephan Park. Stephan bezeichnet sich selbst als „Quotenchinese aus Österreich“, obwohl er eigentlich Koreaner ist.

Business-Storytelling auf LinkedIn

Er verbindet “Privates mit Profession” zu einem neuen Bedürfnis: Nähe auch dort, wo es um Business geht. Die neue professionelle Authentizität setzt Stephan Park wie kein anderer farbenfroh und zugleich stets mit einem humorvollen Augenzwinkern als sein Alleinstellungsmerkmal ein und schafft bei vielen LinkedIn-Nutzern Business Content mit Suchtpotenzial. Humor und Unterhaltung kommen bei den LinkedIn-Nutzern gut an. Stephans LinkedIn-Storyslides sind Eyecatcher und so viral und erfolgreich, dass sein visuelles Slide-Storytellingformat oft kopiert wird.

Ein Grund mehr, um Stephan zu interviewen:

Interview mit Stephan Park

Frage: Lieber Stephan, ich bin auch dich aufmerksam geworden, da du ein ziemlich auffälliges, einzigartiges und erfolgreiches – mittlerweile auch ein vielfach kopiertes – Storytelling auf der Plattform LinkedIn lieferst. Beschreibe wie du dazu kamst und deinen Stil entwickelt hast?

Stephan Park: Du sprichst wahrscheinlich die Story-Slideshows an. Story-Slideshows sind nichts anderes als eine Power Point Präsentationen, aber optimiert für LinkedIn und mit einem ganz starken Fokus auf Storytelling. Ich war sicher nicht der Erste, der das gemacht hat. Meine Inspiration war Chris Do (Link zu einem Videovortrag von Chris Do).Ein genialer Branding- und Design-Experte aus Kalifornien. Ich war wahrscheinlich einer der Ersten, der das im deutsch-sprachigen Raum auf LinkedIn umgesetzt haben.

Frage: Stephan, was bedeutet Storytelling für dich?

Stephan Park: Ganz einfach: Eine Story zu erzählen, die potentiell viele Menschen interessiert. Nicht nur für Fachidioten. Es geht darum, eine Brücke zwischen Story UND meinem Fachgebiet zu bauen, und dem, was ich schlussendlich verkaufen möchte. Das gelingt den meisten aber nicht.

Wie kann man also eine effektive Story bauen? Es gibt zwei Komponenten einer guten Story:
● 1. Anekdote und
● 2. Reflexion.
Eine Anekdote ist eine chronologische Aneinanderreihung von Ereignissen. Kindergartenkinder reden gerne in Anekdoten. Zum Beispiel: “Heute habe ich das gemacht, dann das, dann das etc.”
Doch damit eine Story das Herz der Zuhörer öffnet, brauchen wir auch eine Reflexion. In anderen Worten: “Wie hast Du Dich gefühlt? Oder, was hast Du daraus gelernt?.” Je öfter und je dynamischer Du zwischen Anekdote und Reflexion hin- und her wechselst, desto spannender wird auch Deine Story.

Doch damit eine Story das Herz der Zuhörer öffnet, brauchen wir auch Reflexion. In anderen Worten: “Wie hast Du Dich gefühlt oder, was hast Du daraus gelernt.” Je öfter und je dynamischer Du zwischen Anekdote und Reflexion hin- und herwechselt, desto spannender wird auch Deine Story.

Frage: Viele Storyteller möchten wissen, wie – also mit welchen Hilfsmitteln – du deine Slide-Geschichten realisierst?

Stephan Park: Ich arbeite mit dem Online-Grafikprogramm Canva.com. Ich zahle für die Pro-Version, sie kostet nur 12 EUR im Monat. Der Vorteil der Pro-Version ist, dass ich Zugang zu unzähligen Fotos habe, die ich dann direkt in die Story-Slideshow einbauen kann. Ganz ehrlich: Ich würde für Canva auch EUR 500 im Monat zahlen. Ich verwende Canva jeden Tag für mich und meine Kunden.

Slideshow-Story

Stephan Park mit seinen Slideshow-Storytelling auf LinkedIn.

 

Frage: Stephan, ich verbinde dich nun – laut Bildsprache und Farben, mit Pink, welches mich an das laute Telekom-Magenta erinnert. Du hat einen eigene Stil, eine visuelle Storytelling-Slideshow im quadratischen typischen früheren Instagram-Bildformat für LinkedIn entwickelt? Wie kam es dazu?

Stephan Park: Ist Magenta meine Lieblingsfarbe? Nein. Aber ich wusste, um auf LinkedIn bzw. im Newsfeed aufzufallen, brauche ich eine Branding-Farbe – genauso wie Telekom-Magenta, die POPPT. Also habe ich mich für Magenta entschieden. Nun, verbinden meine LinkedIn-Follower, Magenta mit mir und umgekehrt. SO funktioniert Branding.

Frage: Storytelling beinhaltet meinen Meinung nach zunächst die Antwort auf die Frage nach dem WARUM. Welches ist dein WHY, Dein Purpose?

Stephan Park: Mein Markenkern ist Copywriting. Und meine Markenwerte sind
1. Klarheit
2. Direktheit und
3. Menschliches Unternehmertum.
Ich sehe mich selbst als Botschafter für effektives Copywriting im deutschsprachigen Raum. Gleichzeitig, möchte ich Geschichten erzählen, die die LinkedIn Community zum Nachdenken anregt. Wir alle sind viel mehr als “nur” Unternehmer. Wir sind in Wirklichkeit kleine Kinder in Erwachsenenkörpern. Voller Selbstzweifel. Und mit großen Träumen. Es ist so unglaublich wichtig, dass wir unsere Menschlichkeit nie aus den Augen verlieren. Ich versuche meinen Beitrag zu leisten und mit gutem Beispiel voran zu gehen.
Frage: Stephan, in einem Beitrag schreibst du:  „Kommuniziere mit Deinen Followern auf LinkedIn genauso, als würdest Du mit Deinem besten Freund oder mit Deiner besten Freundin reden. Verkaufe nicht. SONDERN: Sei einfach der beste Freund, der Du sein kannst.“ Hier sprichst du einerseits die Authentizität an, die echte und erfolgreiche Storys mit sich bringen sollten, aber auch auf die Bedürfnisse deines Publikums? Woher weißt du, was deine Leser bzw. LinkedIn-User brauchen?

Stephan Park: Ich bin jetzt 36 Jahre alt. Aber ich bin erst seit knapp 5 Monaten als Unternehmer erfolgreich. Ich weiß, wie es sich anfühlt als Unternehmer zu kämpfen. Vor allem finanziell. Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn man nicht weiß, ob das, was man tut wirklich etwas bringen wird. Und ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn man komplett im Dunkeln tappt. Ich habe alle diese Erfahrungen und Frustrationen als Unternehmer viele Jahre durchgemacht. Deswegen weiß ich, was meine LinkedIn-Follower wirklich brauchen.

Fünf Tipps für Storytelling auf LinkedIn

Frage: Welche fünf Tipps, also Does und Don’ts,  gibt du den Storytellern für die Plattform LinkedIn mit?

Stephan Park:

  1. Nicht Du bist der Held. Sondern Deine Zielgruppe. Du bist der Guide.
  2. Stelle Dir die Frage, was Deine Zielgruppe wirklich braucht.
  3. Stelle Dir die Frage, welche Art von Content Du machen kannst, der Deine Zielgruppe befähigt, sofort in die Umsetzung zu gehen.
  4. Stelle Dir die Frage, welche TAKE-AWAY-MESSAGE Deine Zielgruppe aus Deiner Story ziehen soll?
  5. Formuliere einen kristallklaren Call-to-Action am Ende Deiner Story, für die Du so hart gearbeitet hast.


Pia: Merci lieber Stephan für deine Antworten.

Wer mehr von Stephan Park sehen möchte, sollte neben seinem LinkedIn-Acccount unbedingt seinen Instagram-Account (Link zu https://www.instagram.com/wowcopywriter) ansehen.

Workshops & Seminare

Wissen ist nicht nur Macht, sondern macht auch Spaß.

Als Speakerin und Trainerin halte ich Impulsvorträge, Workshops und Seminare.  Mein Ziel ist es, Sie über den Tellerrand blicken zu lassen, mit vielen Praxisbeispielen neue Impulse zu geben und in Ihnen Aha-Momente auszulösen.

Coaching und Beratung

Communication – Consulting – Content – Coaching Storytelling ist erlernbar!   Als freie Beraterin, Coach und Trainerin für Storytelling und Digitale Kommunikation, stelle ich Ihnen mein Know-how sowie meinen langjährigen Eefahrungsschatz zur Verfügung. Mehr...

Glossar: Was ist ein Purpose?

So kommunizieren Sie erfolgreich! Das Purpose ist die Motivation und Mission, die im Unternehmen tief verankert ist und dauerhafte Gültigkeit hat

Golden Circle von Simon Sinek

Der Golden Circle von Simon Sinek ist sowohl Grundlage für Markenbildung als auch für eine gute Ausgangslage als Sender, also Erzähler, einer Story. Der US-amerikanische Journalist, Autor und Redner Simon Sinek machte bereits 2011 in seinem Bestseller „Start with Why” auf den Kern vieler beliebten Marken, also Love Brands, und gut funktionierender Geschichten aufmerksam: „Frag immer erst, warum”.  

Colden Circle als Story-Modell

Geschichten bieten Konfliktlösungen für Personen. Wer als Erzähler genau analysiert, welche Visionen und Hauptbotschaften ein Unternehmen hat und weitergehend analysiert, welche Bedürfnisse der Zielgruppe angesprochen werden, der kann auch verstehen, welche Art von Geschichten, welche Inhalte für die Zielgruppe relevant sind. Zum Verstehen gehört auch, das eigne Unternehmen zu kennen, den Beweggrund zu analysieren und zu verinnerlichen, warum das Unternehmen besteht und was es antreibt. Der „Golden Circle“ nach Simon Sinek betrifft den Kern des Unternehmens, seinen Werten sowie die Unternehmensstory.

Die breit gefächerte Recherche über das Thema, die Adressaten (Publikum), das Ziel, den Prozess, Mitbewerber und mehr bringt hier Klarheit. Am Anfang der Überlegungen bei der Bildung einer Story steht immer der Absender im Vordergrund.

Die Frage nach dem Why?

Start- und Mittelpunkt des Golden Circle ist die Frage nach dem Why bzw. Warum. Jeder Storyteller muss klar das WARUM definieren: Warum wollen wir eine Story erstellen? Was soll sie bewirken (Ziel)? Was wollen wir vermitteln (Botschaft)?

Erweiterter Golden Circle

Simon Sineks erweiterter Golden Circle. Das Warum zielt auf den Purpose des Unternehmens ab.(Bild © Pia Kleine Wieskamp)

  • Bei Unternehmen und Organisationen definiert das Why den Purpose, also das, was das Unternehmen antreibt. Der Urpose  bezieht sich immer auf das Publikum, sozusagen als Publikums- bzw. Kundenversprechen.
  • Anschließend sollte in einer genauen Analyse der Ist-Zustand der Kommunikation, des Marktes und der Mitbewerber festgestellt werden. Hierzu greifen wir auf Modelle wie das SMART-Modell zurück. Ohne den Ist-Zustand zu kennen, sind Sie auch nicht in der Lage klare Ziele, was erreicht werden soll, zu definieren.
  • Zudem sollten bei der Feststellung des Ist-Zustands auch die vorhandenen Geschichten, Protagonisten und Erzählarten des Unternehmens sowie die Werte der Mitbewerber und des Marktumfelds betrachtet werden.
  • Beim „Why, How, What”-Modell wirken die Fragen und deren Antworten von innen nach außen. Der Innere Kreis stellt Fragen nach dem Warum machen wir das, was wir tun? als wichtig Frage. Aus den Antworten zu dieser Frage ergibt sich die Vision des Unternehmens, sie Kommunikationsstrategie. Im Bereich des Storytelling füge ich Sineks Golden Circle noch einen weiteren inneren Kreis hinzu, dem WHO. Er beantwortet die Frage, wen ich erreichen möchte und wem ich die Story erzähle.

 

Story-Baukasten Glossar

In dem Glossar Storytelling und Content Marketing beschäftigen wir uns mit Begriffen aus Storytelling und Marketing.

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