Storytelling im mobilen Zeitalter

Zur Zeit lese ich das Buch #Digital Storytelling – Spannende Geschichten für Interne Kommunikation, Werbung und PR von Dieter Georg Herbst und Thomas Heinrich Musiolik. Ich gestehe, dass ich das Buch noch nicht bis zum Ende gelesen habe – trotzdem hat mich da Buch bereits inspiriert, einige Ideen in einen Beitrag zu fassen.

In der Einleitung von #Digital Storytelling erwähnen die beiden Autoren „vier Besonderheiten“, die genutzt werden sollten. Sie schreiben:

„Die Kombination der Besonderheiten von digitalen Medien und digitalen Technologien löst völlig neue, attraktive Erlebnisse bei Mitarbeitern, Kunden, Journalisten, Geldgebern und anderen wichtigen Bezugsgruppen aus. Marie-Laure Ryan schreibt, dass jedes Medium eine einzigartige Kombination von Features hat. Für das Storytelling bieten die digitalen Technologien die Kombination von vier Besonderheiten, die „Big Four“: Integration, Verfügbarkeit, Vernetzung und Interaktivität.

 

#Digital Storytelling – Spannende Geschichten für Interne Kommunikation, Werbung und PR von Dieter Georg Herbst und Thomas Heinrich Musiolik.

Das fünfte Element: Mobilität

Ich würde diesen „Big Four“ gerade in diesem Zeitalter eine fünfte Besonderheit hinzufügen: die Mobilität. Auch wenn dieser Aspekt bereits in der Verfügbarkeit mit enthalten ist, ist der Aspekte der Mobilität so prägnant, dass er sich zu einer eigenen Besonderheit entwickelt hat. Dadurch, dass unsere Welt immer mobile wird, werden die Storys auch immer mehr auf digitalen Geräten mobil von Menschen wahrgenommen. Das bedeutet, dass Storys von Anfang an so konzeptioniert werden müssen, dass sie nicht nur responsive sind, sich also den Screens und Gegebenheiten diverser Screens und Devices anpassen.

Immer und ständig dabei: Storytelling für mobile Geräte

Heutzutage sind Menschen immer und überall mit ihren mobilen Geräten mit der gesamten Welt verbunden. Sie tauschen sich untereinander aus und erhalten direkt und sofort gesuchte Informationen. Gerade Menschen, die unterwegs sind und dort unterhalten werden möchten oder Infos suchen, haben spezielle Ansprüche an Inhalte und deren Darreichung.

Zunächst einmal ist der „immer und ständig“-Onlinenutzer ungeduldig. Er besucht die mobilen Devices häufig während einer weiteren Tätigkeit, also beispielsweise während einer Fahrt in der U-Bahn, während eines Besuches im Café etc. Das bedeutet, dass einerseits die Aufmerksamkeit nicht uneingeschränkt nur dem Screen gilt und der Nutzer schnell und ohne Wartezeit sein Bedürfnis (nach Unterhaltung, Wissen oder .. ) befriedigen möchte.

Zudem sollten Storyteller folgendes bei der Konzeption einer Geschichte, die auch auf mobilen Geräten konsumiert werden soll, zu beachten:

  • Achten Sie auf den Datenverbrauch: Meist leidet der Nutzer beim mobilen Internet unter der mangelnden Schnelligkeit der Verbindung und einem begrenzten Datenvolumen. Große Datenmengen und lange Ladezeiten erschweren dem den Zugriff auf eine Seite bzw. erschweren eine Interaktion. Gehen Sie daher sparsam mit den eingesetzten Daten.
  • Responsive ist Pflicht: Passen Sie die Mobilversion ihrer Story an die Auflösung kleinerer Displays an, indem Sie auf die Schriftgröße, das Layout, die Länge der Textinformationen Layout etc. achten.
  • Denken Sie an Touchscreens: Wie oft versuche ich per Touchscreen auf meinem iPhone auf einen Hinweis einer Webseite mit „drücken Sie hier“ zu gehen und es tut sich nichts. Beachten Sie also, dass viele mobile Geräte Touchscreens haben.
  • Seien Sie schnell: Gerade User mobiler Geräte sind selten geduldig. Daher versuchen sich alles, damit Ihre Storyelemente zügig auf dem Bildschirm abrufbar sind, indem Sie beispielsweise die Datenmenge von Bildern und Grafiken reduzieren.