Storytelling in einfachen Schritten

Storytelling in einfachen Schritten

Jeder Vortragende, Marketer, Gründer, CEO, Trainer oder Vertriebsmitarbeiter wünscht sich das Rezept, um komplexe Informationen leicht in verständliche Geschichten zu packen. In diesem Beitrag möchte ich Ihnen die Super Simple Storytelling Steps des amerikanischen Autors und Master Storyteller Kendall Haven näher bringen.

Simple Storytelling: Eine Anleitung zum erfolgreichen Vortragen und Erzählen

Haven entwickelte mit der SSSS-Methode einfache Schritte, zum Aufbau und der Präsentation von Storys:

  • Charaktere, Helden, Figuren: In allen Geschichten geht es um Charaktere. Der Ausgangspunkt einer Geschichte ist immer die Identifizierung der Hauptcharaktere. Alle weiteren Ereignisse und Handlungen einer Story, Konflikte und deren Lösungen, passieren rund um die Charaktere.
    • A. Wer ist dein Hauptcharakter?
    • B. Charakterzüge: Hiermit sind alle Informationen gemeint, die einen Charakter klar, real und lebendig (dreidimensional) erscheinen lassen. Je vorstellbarer und realer der Charakter dargestellt wird, desto eher kann das Publikum mit ihm identifizieren.
    • C: Erstellen Sie ein möglichst detailliertes Bild Ihrer Hauptfigur. ( etwas Augen- und Haarfarbe, Aussehen, Größe, Gewicht, Kleidung, Gang, Stimme, Sprachmuster, Vokabeln und Lieblingssätze, Manierismen)
    • Tipp: Versetzen Sie sich für einige Stunden in die Lage und Rolle Ihrer Hauptfigur, um dieses mentale Bild detaillierter und stärker zu gestaltet.
    • D: Erfahren Sie mehr über die unterstützenden Charaktere (Nebenrollen). Entwickeln Sie hier spezielle für den Gegenspieler des Helden, dem Bösewicht (Antagonisten) Ziele, Motive, Fehler und Hindernisse, Risiken und Gefahren, Persönlichkeit sowie ein sensorisches Bild. Der Kontrast zwischen Held und Gegenspieler macht die Geschichte spannender und tiefer.
  • Ziel: Was ist die Kernbotschaft der Geschichte und was soll mit ihr erreicht werden? Was erhält die Hauptfigur und welches Bedürfniss wird damit beim Publikum erfüllt?
  • Motiv: Es erklärt, warum ein Ziel für einen Charakter wichtig ist.
  • Konflikte & Herausforderungen: Sie stellen die Hindernisse dar, die versuchen, dass ein Charakter sein Ziel nicht erreicht. Aus diesen Konfliktsituationen entsteht häufig auch die spannenden Elemente einer Story (Spannungsbogen).
    • Risiko & Gefahr: Mit dem Spannungsbogen geht die Wahrscheinlichkeit, dass etwas schief geht und die dann zu erwartenden Folgen einher.
    • Kämpfe & Taten: Alles, was ein Charakter tut (die Aktion, die Handlung), um Hindernisse zu überwinden und ein Ziel zu erreichen.
  • Ablauf: Definieren Sie den faktischen Ablauf der Story in einzelnen Szenen und definieren Sie deren Zweck . In dem Ablauf wird sowohl die Reihenfolge.der wichtigsten Ereignisse in der Geschichte als auch Besonderheiten wie etwas der Wechsel in eine andere zeit und Kulisse festgehalten.
Das Online-Tool Storyline Creator unterstützt jeden Storycreator bei der Erstellung eines Handlungsablaufs, selbst wenn die Charaktere, Handlungsstränge und Story undurchsichtig erscheint. Das Tool ermöglicht Ihnen Storylines zu visualisieren.
Das Online-Tool Storyline Creator unterstütze jeden Storyteller bei der Strukturierung des

Das Online-Tool Storyline Creator unterstütze jeden Storyteller bei der Strukturierung des Handlungsablaufs.

  • Überprüfung der Story-Perspektive und des Standpunkts: Aus unterschiedlichen Perspektive erzählt, kann die Story anders wirken. Denken Sie hierbei, ob Sie beispielsweise einen Familienstreit aus der Sicht des Teenagers oder der des Vaters erzählen, kann die Botschaft, die Indentifikationsmöglichkeit und auch die Sprache ein Story enorm beeinflussen. ändern.
  • Visuelle Darstellung: Erstellen Sie detaillierte multisensorische Bilder für jede Szene. Verwenden Sie hierbei Hilfsmittel, etwa das Szenenspiel und andere, um Ihr Bild von Geschichten und Ereignissen zu erweitern und zu verfeinern.
  • Emotionales Gedächtnis: Fragen Sie sich bei jeder Szene, wie Sie sich fühlen würden, wenn Sie in die Rolle des Charakters schlüpfen würden und alle Handlungen real wären. Diese Emotionen helfen bei der Umsetzung und „Regiearbeit“ der Story.
  • Erzählart: Entwickeln Sie das „Wie“,  also die Art und Weise, die Form, wie Sie die Geschichte erzählen wollen.
  • Inszenierung: Definieren Sie alle wesentlichen Bereichen der Umsetzung. Erzählen Sie beispielsweise persönlich eine Story vor einem Publikum, so sind Stimme (z.B. Lautstärke), Körpersprache (Gestik) und Mimik Elemente der Umsetzung. Suchen Sie nach zusätzlichen Elementen, wie Pausen, Betonung, Einsatz von Licht und Musik, um Ihre Story zu inszenieren.,
  • Üben Sie die Geschichte: Üben Sie, um sicherzustellen, dass Ihre Vorbereitung angemessen war, und um sich selbst zu beweisen, dass Sie die Geschichte wirklich kennen.
  • Atmen Sie tief durch und betreten Sie Ihre Bühne!