Storytelling per Messenger: BR experimentiert mit WhatsApp

Wie und wo wird denn Storytelling in Echtzeit umgesetzt? Heutzutage wird in erster Linie über digitale Kanäle kommuniziert. Nach dem Motto „mobile first” ist das Smartphone mit Messenger-Apps wie WhatsApp oft die erste Wahl für Gespräche mit Freunden, Familien und auch Unternehmen. Informationen sowie Unterhaltung werden, je nach Zielgruppe, in erster Linie über digitale Kanäle ausgestrahlt und auch empfangen. Kein Wunder also, dass nun auch Messenger für das Storytelling, also das bewusste Erzählen, eingesetzt werden.

Storytelling per Messenger: Das PR-Projekt "Ich, Eisner!"

Storytelling per Messenger: Das PR-Projekt “Ich, Eisner!”

Neue Storytelling-Kanäle: Kurt Eisner spricht per Messenger

Ein schönes Beispiel gut inszenierter Geschichten via Messenger-Apps habe ich beim Bayrischen Rundfunk (BR) gefunden. Mit dem Projekt Ich, Eisner! hat der BR ein Projekt entwickelt, bei dem der erste Ministerpräsidenten des Freistaates Bayern, Kurt Eisner, zu Wort kommt. Per WhatsApp-Messenger erzählte Kurt Eisner in hundert Tagen die spannende Geschichte rund um die Revolution in Bayern.

Die Abonnenten erhalten täglich Texte, Links und Tonsequenzen von Eisner. Das Besondere an diesem Messenger-Format ist der praktizierte Dialog: Kurt Eisner beantwortet Fragen, ist ansprechbar. Das macht auch den Unterscheid zu einem Chat-bot aus, denn hinter dem Protagonisten Eisner sitzen reale Menschen, die in Realtime kommunizieren.

Anlass zur Story „Ich, Eisner!“ war das Jubiläum „100 Jahre Revolution und Freistaat Bayern“ im November 2018. Die Idee, ein historisches Ereignis einmal anders – also in kurzen Häppchen per Messenger – zu erzählen.

Tipp: Storyboard: Wie wir einen Toten lebendig gemacht haben – Zum Projekt “Ich, Eisner!”

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