Storytelling und die Kunst, gute Geschichten zu erzählen

Egal, ob wir für den Blogbeitrag, ein Marketingkonzept oder eine Veranstaltung eine Story – besser gesagt eine gute Geschichte – erzählen wolle, verwenden wir die gleiche Grundstruktur. Auch die Gründe, warum man sowohl in der Unterhaltung als auch im Unterricht, im Blogbeitrag, im Theater oder bei einer Veranstaltung Storytelling als Methode einsetzen, sind eindeutig:

Wir möchten Wissen und Informationen so weitergeben, dass möglichst einprägsam

  • Informationen geteilt und vermittelt
  • Erfahrungen eingeleitet und Emotionen hervorgerufen
  • Werte und Prinzipien vermittelt

werden. Und zwar so, dass das erlangte Wissen im Gedächtnis verankert wird.

 

Storytelling: Digital - Multimedial - Social

Aufgeschlagene Seiten von Storytelling: Digital – Multimedial – Social .

 

Die Macht von Geschichten

Haben Sie eine Aufgabe, die Sie erfüllen müssen? Beispielweise wollen Sie über Ihr neues Produkt potentielle Kunden erreichen. Ihre Inhalte sollten selbstverständlich auch so „vermittelt“ werden, dass die Zielgruppe sie aufnehmen, verstehen und letztendlich auch konsumieren. Nun kommt Storytelling als Methode, um „Geschichten bewusst zu erzählen“ ins Spiel. Denn mittels Geschichten werden Inhalte leicht verständlich, möglichst spannende und zielgruppengerecht aufbereitet und verbreitet.

Oft sind unsere Emotionen schlauer als unser Verstand!

Wir kennen es alle, das, was wir „Bauchgefühl“ oder „Intuition“ nennen. Unser Sinn etwas zu erahnen, der spezielle „Riecher“, ist teilweise angeboren. Doch größtenteils greifen unsere Emotionen auf unseren persönlichen Erfahrungspool zurück.

Denken wir an Mr. Spock, Halb-Vulkanier der Serie Raumschiff Enterprise (Star Trek), der weder Emotion noch Intuition kennt. Seine Entscheidungen werden nicht durch Gefühle beeinflusst.

Dagegen hatte Doktor Leonard McCoy, „Pille“, den emotionalen, menschlichen Gegenpart. Wer ist nun „schlauer“ bzw. hat die bestmöglichen Voraussetzungen, um funktionierende Entscheidungen zu treffen? Der rational denkende Mr. Spock oder der emotional handelnde Dr. McCoy?

Da unser Unterbewusstsein einen Blick für das große Ganze hat, trifft es bei komplexen Fragen die bessere Entscheidung. Unser Bewusstsein hingegen würde bei komplexen Fragen sehr schnell an die natürlichen Kapazitätsgrenzen gelangen und sich in der Not an einige wenige Details klammern, was oft zu falschen Entscheidungen führt. Dementsprechend ist Dr. McCoy lebenstauglicher, da sein Gehirn im Unterbewusstsein sehr schnell bereits vorselektierte Handlungsmuster miteinander vergleicht.

Grundelemente, um gute Geschichten zu erzählen

Die Fähigkeit, eine gute Geschichte zu erzählen, ist entscheidend in der Kommunikation mit Menschen – sei es auf einer Messe, einer Firmenfeier, einem Pitch oder einem Vortrag: Sie hilft Ihnen, die angesprochene Zielgruppe zu erreichen. Eine gut erzählte Story kann motivieren, bewegen, überzeugen und einen Handlungsakt hervorrufen.

  • Grundlos geht nicht!

Jede Story benötigt einen Grund, warum sie erzählt wird. Was wollen Sie erreichen?

  • Authentizität

Oft wird Storytelling als Methode angesehen, um den „Kauf mich“-Effekt auszulösen. Das ist eine sehr einseitige Auffassung, denn tatsächlich funktionieren Geschichten auch nur, wenn der Storyteller und seine „Aufgabe“ (Mission) glaubwürdig und nachvollziehbar sind.

  • Bitte Emotionen wecken

Im Zusammenspiel mit Geschichten sind gerade Emotionen interessant. Sie gilt es zu erwecken, denn sie sind der direkte Weg der Botschaft über den Umweg des Verstands in unser Gedächtnis. Unsere Emotionen sind sowohl für schnelle Entscheidungen als auch für die Speicherung von Informationen in gewisse „Schubladen“ zuständig. Nicht selten hat das sogenannte Bauchgefühl das letzte Wort bei spontanen Einkaufen oder etwa bei der Vergabe von Sympathien für Menschen und Marken.

  • Locker und leicht

Nur verständliche Geschichten können auch nachempfunden werden. Verwenden Sie also einen leicht nachvollziehbaren Aufbau Ihrer Geschichte sowie eine einfache Sprache, leicht verständliche Analogien und Methaphern.

  • Wo sind die Helden

Menschen lieben es, sich mit Helden oder Situationen zu identifizieren. Nur so kann man besser mitempfinden und auch loslassen. Selbstverständlich kann der Held auch eine Marke, oder ein Produkt sein.

  • Alles Drama Baby

Ohne Herausforderung und Konflikt wird selten eine Spannung in der Handlung erzeugt. Ein Konflikt kann gelöst werden und der Held verändert sich und erfährt zusammen mit dem Publikum eine Transformation – wie neues Wissen oder eine neu gewonnene Erfahrung.

 

In der nachfolgenden Grafik erfahren Sie weiter Elemente einer funktionierenden Story.

Grundelemente des Storytellings

Grundelemente des Storytellings (bitte anklicken, dann wird die Grafik größer).