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Core Story Canvas

Mit das Wichtigste beim Storytelling im Business ist die Kerngeschichte, also die Core Story. Sie gehört zum Markenkern und ist die Basis aller Kommunikation und auch aller Geschichten, die im Zusammenhang mit dem Unternehmen, der Organisationen, den Produkten und Service erzählt werden sollten. Der Core Story Canvas hilft Ihnen als Vorlage Schritt für Schritt bei der Erstellung Ihrer Unternehmens- und Markengeschichte.

Was ist eine Core Story?

  • Als Core Story wird im Marketing die „Kerngeschichte“ eines Unternehmens bezeichnet. Sie bildet die Basis für die gesamte Unternehmenskommunikation. In ihr wird die Frage nach der Ur-Motivation des Unternehmens beantwortet: Warum tun Sie, was Sie tun?
  • Bereits in dem Glossar-Beitrag zur Core Story habe ich eine Definition von derKerngeschichte bzw. der Core Story notiert: Die Core Story beschreibt den Grund, warum ein Unternehmen existiert. Sie berichtet von den Visionen, was das Unternehmen erreichen möchte und was es für die Gesellschaft tut.
  • Grundsätzlich gehört die Kerngeschichte zur strategischen Ausrichtung der Kommunikationsstrategie. Sie weist auf die Kommunikationsrichtung hin, beschreibt das Grundthema, die Konflikte und deren Lösungen, benennt die Zielgruppe und unterstreicht die Individualität sowie Authentizität des Unternehmens.

Warum die Core Story notwendig ist

Die Core Story legt als zentrales Element der Kommunikations- und Content-Strategie  strategische Leitlinien des Unternehmens in ein individuelles Narrativ fest. Somit ist sie auch federführend für die Planung und Produktion der Content-Inhalte.

Die Brand-Story schafft Identifikation und Vertrauen: Erzählerisch und authentisch aufgebaut dient die Core Story dazu, Emotionen anzusprechen. Damit erhöht sie die Möglichkeit der Identifizierung sämtlicher Stakeholder – vom Mitarbeiter über Partner bis zu Konsumenten und Kunden – des Unternehmens. der Mitarbeiter mit ihrem Unternehmen als auch die Wahrnehmung der Kunden.

Canvas zum Aufbau der Core Story 

Erstellen Sie Ihre Unternehmens- bzw. Markenstory, damit diese dann verbreitet werden  kann. Erzählen Sie die unverwechselbare Story, die unmittelbar im Zusammenhang mit Ihren Unternehmen weitererzählt wird und in Erinnerung bleibt.
Diese Kerngeschichte wird als Grundenarrativ in allen Bereichen und Facetten sowohl in der Produktkommunikation als auch im Vertrieb oder in der Kommunikation von HR, Marketing und Presse immer wieder aufgegriffen und in vielen Variationen erzählt.

Anbei erhalten Sie ein Arbeitsbogen, um Ihre Core Story zu erstellen. Wichtig ist hierbei die notwendigen Fragen zu stellen, Antworten herauszufiltern und zu clustern.

Download: Core Story Canvas

Der Core Story Canvas ist ein Tool, um die Bedeutungs-Essenz des Unternehmens bzw. der eigenen Marke zu erfassen und zu benennen. (Hier finden Sie den Core Story Canvas als PDF zum Download).

Ziel ist es einen strategischen Ansatz für die jeweilige Kerngeschichte zu entwickeln. Nehmen wir das Beispiel der Marke Always mit Like a girl: Hierin zeigt die Marke ihre Narrative, des als Core-Story-Ansatz das Selbstbewusstsein von Frauen (Mädchen) stärkt.

17. Juli: Welttag der Emojis

Wer kennt sie nicht, die netten kleinen Ideogramme, die wir in Chats, E-Mails und Instagram-Stories verwenden, um Gefühle, Situationen und Dinge kurz, knackig und visuell auszudrücken. Die Rede ist von Emojis (Japanisch für Bildschriftzeichen), die zunächst in Chats, SMS und E-Mails verwendet wurden. Heutzutage verwenden wir Emojis  überall dort, wo wenig Platz und Zeit für viele Worte ist. Mittlerweile haben sie unsere Kommunikationswelt derart erobert, dass sie nicht nur online, sondern auch gedruckt, beispielweise in Anzeigen, verwendet werden. Sie sind Teil unserer (Schrift)sprache geworden und derart beliebt, dass ihnen am 17. Juli ein eigener Feiertag, der World Emoji Day oder auch Welt-Emoji-Tag (Welttag der Emojis), gewidmet wurde.

Definition Emoji
Laut Wikipedia sind Emojis Bildschriftzeichen, die „in Form eines Piktogramms und/oder Ideogramms auftreten“.

Dagegen werden als Emojicons „einzelne Zeichen oder Folgen aus ASCII-Zeichen bezeichnet, die in der schriftlichen Kommunikation Stimmungs- oder Gefühlszustände ausdrücken.“ 

Wer hat den World Emoji Day ins Leben gerufen?

Initiator für den World Emoji Day ist der Australier Jeremy Burge, der als einer der Gründer der Website Emojipedia die Dokumentation aller Unicode-Emojis mit Namen, Beschreibung und Abbildungen realisiert. In diesem Sinne: Nutzt Piktogramme bzw. Ideographien und habt einen tollen Welt-Emoji-Tag. Egal, auf welchem mobilen Endgerät Ihr gerade unterwegs seid.

Seit ihrer Erfindung werden Emojis immer beliebter. Eine Studie zeigt nun, warum man die Zeichen am Welt-Emoji-Tag ruhig feiern sollte.

Am Anfang war folgendes Smiley-Zeichen 🙂. Dieses Smiley aus Satzzeichen schlug bereits 1982 der Informatik-Professor Scott Fahlma vor. Mit ihnen sollten in einem digitalen Uni-Forum ernste von humorvollen Beiträge besser voneinander abgesetzt und unterschieden werden.

Seit 2010 ist der Siegeszug der Emojis kaum aufzuhalten. Damals integrierte das Unicode Konsortium, das für die weltweite Vereinheitlichung von Schriftsystemen zuständig ist, die kleinen Bildzeichen in ihre Schriftsätze, wodurch weltweit auf fast allen Geräten mit Emojis kommuniziert werden kann.

Täglich verwendete Emojis
95% der Internetnutzer haben schon einmal ein Emoji genutzt. Jeden Tag werden über 10 Milliarden Emojis verschickt.

Emojis als universelle Sprache

Einige Jahre später entwickelte der Japaner Shigetaka Kurita seine Vision einer universellen Sprache. Die ersten Emojis, die er 1999 entwickelte, waren ein Sonnen-Symbol und ein aufgeklappter Regenschirm. Insgesamt entwarf Kurita 176 Emojis, die noch heute die Basis aller weiteren Emoji-Designs sind. Die Welt der Emojis wird regelmäßig erweitert.

2019 kommen 230 neue Emojis

Die neuesten Vorschläge für 2019, hierbei sind Vielfalt und Inklusion zentrale Leitmotive. So gibt es nicht nur Rollstühle, sondern auch künstliche Gliedmaße, ein Ohr mit Hörhilfe und Service-Hunde. Ein weiterer Schwerpunkt sind händchenhaltende Personen, und zwar in jeglicher Kombinationsmöglichkeit und Hautfarbe: 55 Kombinationen  mit verschiedenen Hautfarben und Geschlechtern sollen am Ende ausgewählt werden können. Auch die Auswahl an Tier-Emojis erweitert sich auf StinktierAusterFaultier, Otter, Orang-Utan und Flamingo. Sehr häufig wird demnächst bestimmt das neue Gähn-Emoji verwendet.

Dieses Youtube-Video zeigt alle neuen Emoji-Vorschläge für 2019.

Woher kommen ständig die neuen Ideen?

Nicht nur am Welttag der Emojis frage ich mich, wer denn bestimmt, welche emojis auftauchen? Wer ein Emoji vermisst, kann Vorschläge einfach beim Unicode-Konsortium einreichen. Natürlich sollte die Einreichung der Emojis mit guten Argumenten begründet werden. Entsprechende Anträge für die Aufnahme eines neuen Emojis sind auf der Seite des Konsortiums.

Weitere Beiträge zu diesem Themenfeld:

Globale Sprache der Emojis

Der Trend zum Visual Storytelling

Aktuelles Buch: Visual Storytelling im Business

Nach langer und intensiver Recherche- und Schreibarbeit ist es im August soweit: Mein aktuelles Buch Visual Storytelling im Business erscheint im Hanser Verlag. Beinahe hatte ich das Gefühl, dass das Buch eine never ending story wird, denn immer wieder vielen mir neue Beispiel, neue Aspekte zum Thema auf. Um das unten stehende Zitat von Pablo Picasso zu adaptieren, ist nicht nur ein Bild niemals beendet, sondern insgesamt ein kreatives Werk.

Zitat Pablo Picasso: Ein Bild ist nie fertig

Visual Storytelling ist notwendig

Um aus der Masse an Informationen herauszustechen, reichen längst gute Texte allein nicht mehr aus.Wir leben in Zeiten schneller Kommunikation, in denen ob auf einen kurzen Blick zunächst visuelle Anreize dieAufmerksamkeit erregen. Meist werden Sie zudem auf mobilen Geräten konsumiert.

Visuelles Erzählen ist kein neuzeitliches Phänomen. Das Bedürfnis, anderen Personen eine Nachricht zu übermitteln, ist so alt wie die Menschheit selbst.

Und auch der Begriff visuelle Kommunikation, der aktuell nahezu inflationär verwendet wird, beschreibt kein neues Phänomen: Visuelle Kommunikation ist geradezu ein Urinstinkt von uns Menschen. Unser Alltag ist vollgespickt mit Bildern, egal wo wir uns aufhalten.

Wir finden sie auf Hinweisschildern, Plakaten, in E-Mails und Chats, Broschüren oder auf Webseiten. Sogar wenn wir sprechen nutzen wir visuelle Kommunikation in Form von Mimik und Gestik zur Verdeutlichung und Unterstützung der Aussagen.

Denken Sie nur an unsere Körpersprache, eine nonverbale Sprache, die von den Augen wahrgenommen wird und universell funktioniert: Das Runzeln unserer Stirn, wenn wir nachdenken, das Anheben der Mundwinkel, wenn wir uns über etwas freuen. Meist werden mittels dieser Visualisierung Emotionen vermittelt.

Buchauszug
Falls Sie sich ein wenig in das Buch einlesen möchten, finden Sie in dem Beitrag Auszug: Visual Sstorytelling im Business eine Leseprobe.

Storytelling erobert auch unser Business

Storytelling erobert unsere Unternehmen! Gute Geschichten hatten schon immer ihren Reiz. Dieses Wissen machen sich nun Unternehmen zunutze. Statt mit Fakten zu erschlagen oder mit unglaubwürdiger Werbung zu langweilen, wecken sie das Interesse und die Emotionen des Publikums, um langfristige Kundenbindungen zu erreichen.

Der Titel des Buches lautet Visual Storytelling im Business. Aber was heißt hier Business? Wer kann das Buch verwenden? Und für welche Zielgruppe ist es gedacht?

Wenn Sie Fragen haben, gerne experimentieren und mittels Visuals Ihre Botschaften direkt in die Herzen und Köpfe platzieren möchten, dann ist es das richtige Buch für Sie. Zunächst einmal kann jeder das Buch lesen, den der bewusste Einsatz von Visuals in der Kommunikation mit anderen interessiert. Dabei ist es egal, ob Sie in einer PR-Agentur, einer Organisation, einem Unternehmen arbeiten oder für sich als Freelancer, für Ihren privaten Blog, Ihr Studium, Ihre Bewerbung neue Möglichkeiten suchen oder es Ihnen einfach nur Spaß macht mit visuellen Elementen zu kommunizieren.

Vielleicht möchten Sie ja Ihr Pinterest-Board mit Grafiken, Fotografien und animierten Videos interessanter gestalten oder die Webseite Ihres Sportvereins oder Inhalte innerhalb Ihrer Kommunikations-, Marketing- bzw. Social-Media-Abteilung

Kommunikation ist visuell, mobil und schnell

Es ist schon ein wenig widersprüchlich, dass ich ein Buch über Visual Storytelling schreibe, anstatt es rein visuell zu gestalten. Das liegt unter anderem daran, dass Menschen es mit dem Alter verlernen, rein visuell zu lesen, zu lernen und zu arbeiten.

Nicht umsonst stellte Pablo Picasso, einer der renommiertesten Künstler des 20. Jahrhunderts, fest:

„Jedes Kind ist ein Künstler. Das Problem ist nur, wie man ein Künstler bleibt, wenn man größer wird.“

Ich glaube, dass einige Leser nachvollziehen können, was Picasso meinte, wenn wir uns erinnern, wie unbedarft Kinder ihre „Kunstwerke“ der Öffentlichkeit präsentieren.

Wer mich kennt weiß, dass ich mittlerweile die Befürchtung, nicht allen Erwartungen zu entsprechen und dementsprechend auch angreifbar zu sein, abgebaut habe, und so einige Visuals in Form von Infografiken, Grafiken und Fotografien für dieses Buch produziert.

Regina Steiner von Regina2Steiner.de
Foto © Jens Lyncker, Stuttgart

Nichtsdestotrotz kenne ich meine Grenzen und habe mir mit der Grafikdesignerin Regina Steiner von steiner2design eine kompetente und versierte Partnerin an meine Seite genommen, um verschiedene Aspekte von Visual Storytelling von einer Expertin visualisieren zu lassen.

Visual Storytelling im Business: Einführung, Ansichten, Praxis, Ausblicke

Das Buch ist eine Einführung in das Thema Storytelling mit dem Schwerpunkt Visual Storytelling und gibt zugleich praktische Hilfestellungen,um Geschichten visuell beziehungsweise visuell unterstützt zu erzählen.

Ich gehe auf visuelle Kommunikation und Bildsprache ein, zeige auf, wie sie funktioniert, erkläre den Fahrplan zur Erstellung einer Story und beschreibe visuelle Plattformen, Medien und Werkzeuge.

Im Praxisteil zeige ich Ihnen Visual Storytelling im Einsatz, Visual Storytelling im Unternehmen, die Grundbausteine einer Geschichte, Infografiken, Fotostorys sowie die Entwicklung einer Visual Story. Zudem gibt es im Servicebereich jede Menge Checklisten, Muster und Arbeitsblätter, um eigene Storys zu erstellen.

Auch in diesem Buch kommen, wie in meinem Buch „Storytelling – Digital, Multimedial, Social“, Experten aus der Praxis zu Wort: In Interviews erzählen sie über ihre Definition von Visual Storytelling und verraten den ein oder anderen Praxistipp.

Liste der Experten:

  • Prof. Dr. Dieter Georg Adlmaier-Herbst, internationaler Speaker, Berater, Autor und Dozent für Markenführung und Kommunikation u. a. an der Universität der Künste Berlin
  • Ralf Appelt, Diplom-Pädagoge, Lehrer und Visualisierungstrainer
  • Nikolai Bockholt, Google
  • Blub, Florentinischer Graffiti-Künstler
  • Sven Doelle, Principal Business Development Manager bei Adobe
  • Renate Eck, Gründerin und Geschäftsführerin Eck Marketing & Referenten Matching
  • Murat Erimel, Head of Marketing, Adobe Stock DACH
  • Dennis Fischer, Innovationsberatung & Design Thinking, Gründer von Methodworks
  • Kai Gebel, Fotograf, Videoproduzent und Designer, Gründer von two little designers
  • Max Jörg, Erklär-Videos, COO der how2 AG
  • Stephanie Kowalski, Sketchnotes
  • Marinka Masséus, Fotografin
  • Regina Steiner, Diplom-Grafikdesignerin und Art Director
  • Claudia Tillmann, Leiterin Brand & Customer Experience bei Yello
  • Milan Yasserstein, YouTuber

Mit Visual Storytelling können auf einen Blick Botschaften zusammen mit Emotionen in einem Bild, einer Infografik oder einem Video verpackt Menschen erreichen.

Das Praxisbuch beschreibt, warum Visual Storytelling notwendig ist, geht auf die Besonderheiten vom visuellen Erzählen ein und liefert Techniken und Tools zum sofortigen Einsatz.

Eva Stories: Mit Instagram Stories Gesichte hautnah vermitteln

Instagram Stories müssen nicht oberflächlich sein. Oft bieten sie Nähe und zeigen einen persönlichen Einblick in das Leben so manchen Instagramers. Stories fördern auch die Interaktion mit den Followern. Diese Tatsachen machen sich die Macher des Instagram-Accounts Eva Stories zunutze: Er nimmt uns mit in die Zeit der 40er Jahre und zeigt, wie es gewesen wäre, wenn ein junges jüdisches Mädchen während des Holocausts Instagram genutzt hätte.

Geschichte neu erzählt: Eva Stories

Éva Heyman existierte: 1931 in Ungarn geboren, von Nationalsozialisten zum Zwangsumzug in ein Ghetto deportiert bis zum Abtransport in das Konzentrationslager Auschwitz, wo sie 1944 vergast wurde. Die dreizehnjährige Éva dokumentierte ihr Erlebnisse in ihrem Tagebuch, welche unter dem Titel „Das rote Fahrrad“ veröffentlicht wurden. Heute würde sie vielleicht das Medium Instagram nutzen.

Der Instagram-Account Eva Stories erzählt mit dem aktuellen Medium Stories die Geschichte eines jüdischen Mädchens während des Holocausts. Sie setzt sich mit der Frage auseinander, was gewesen wäre, wenn es damals bereits Instagram gegeben hätte.

 

 

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Eva.Stories Official Trailer

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Geschichte mit aktuellen Medien greifbar machen

Ein junges Mädchen betrachtet sich per Selfiekamera und möchte den Mantel, den ihre Mutter ihr gegeben hat nicht anziehen. „Nein“, sagt Eva dann auch zu ihrer Mutter, „das ziehe ich nicht an.“ Ein typischer Alltag eines Teenagers?

Untypisch ist für unsere heutige Zeit, dass ein gelber Stern auf dem Mantel genäht wurde. Evas Geschichte ist eine neue Form des Gedenkens an den Holocaust: Mit Instagram-Stories sollen junge Menschen für das Thema sensibilisieren. Der Ausgangspunkt der Erzählperspektive ist die Fragegestellung: Was wäre, wenn  zu Holocaust-Zeit bereits Smartphones und Instagram existiert hätten?

Neues Erzählen mit Instagram Stories

Obwohl in dem Begriff Instagram Stories bereits das Wort Stories für Geschichten enthalten ist, nutzen nur wenige das Format wirklich, um zu erzählen. Als Webserien (Fortsetzungsepisoden) haben sie jedoch die Möglichkeit, mehr als eine kurze Aufmerksamkeit der Zuschauer zu wecken.

Diesen Chance machten sich die Erzähler von Eva Stories zunutze: Anhand einer Vielzahl kurzer Bildergeschichten erzählen die das Schicksal von Éva Heymant. Hierbei werden die Stories, alle mit einem Smartphone aufgenommen, von der Darstellerin der Hauptfigur Eva, Mia Quiney, selbst gefilmt. Dies unterstützt die authentische Wirkung des Storyformats und somit die Effektivität der Botschaft. Dem Zeitgeist und Zielpublikum entsprechend wurden Evas Geschichten komplett mit dem Smartphone aufgenommen und im mobilen vertikalen Instagram-Format erzählt.

Evas Tagebuch wird chronologisch erzählt und zeigt Evas Weg vom glücklichen Leben eines Teenagers bis hin zur Konfrontation mit Antisemitismus, die ersten Deportationen von Freunden und Verwandten in Ghettos und letztlich zur eigenen Deportation. Ein Einzelschicksal, dass den Weg vieler beschreibt.

Die Art der Dokumentation – Stories, die auf einzelne Tagebucheinträgen basieren – geben jungen Menschen einen nahen und  beinahe intimen Einblick in Evas Leben. Ob diese Art der Geschichtsvermittlung gelungen ist, beantwortet der Kommentar eines Fans: „Ich habe das Gefühl bekommen, als sei Eva meine Freundin“. Kein Wunder, denn wer Evas-Stories sind emotional, real und nah.

Kurze Stories als Webserie

In etwa 30 Story-Highlights, also zusammgengehörende Sequenzen von Videos, Bildern und Textausschnitten, wird Evas Leben angefangen bei ihrem 13. Geburtstag bis zur Deportation nach Auschwitz gezeigt.
Die erste Story der Web-Serie wurde zum Holocaust-Gedenktag in Israel, dem Jom Haschoa am 17. April 2019, veröffentlicht. Initiator und Regisseur des Projekts ist der israelische Geschäftsmann Matti Kochavi.

Was sind Instagram Stories Highlights?
Normalerweise werden Instagram Stories als spontane und “ungefilterte” Momentaufnahmen nach 24 Stunden automatische gelöscht.

Instagram-Stories als Highlights im Profil speichern.

Instagram-Stories als Highlights im Profil speichern, wie bei diesen Highlights im kreisförmigen Icon-Format von Eva Stories.

Falls eine Stories langzeitig verfügbar sein soll, kann sie als Highlight direkt auf dem Profil angezeigt werden. Auch erlaubt die Highlight-Funktion für Instagram Stories einzelne Elemente aus euren Stories für zusammen zu fassen. Hierfür muss die Funktion „im Archiv speichern” unter den Story-Einstellungen aktiviert sein.

Storytelling mit Messenger: 70 Jahre Grundgesetzt

Am 23. Mai 2019 wird das Grundgesetz siebzig Jahre alt. Mit diesem Hintergrund präsentiert das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz das Messenger-Projekt „70 Jahre Grundgesetz“.  Viele Menschen kennen sich aber nicht mit den Grundgesetzen und deren Entstehung nicht aus. Daher wird die Entstehungsgeschichte nun erzählt und zwar dort, wo sich die Bundesbürger täglich aufhalten.

Storytelling mit Messenger

Die Nutzung von Messenger als Storytelling-Plattformen hat viele Vorteile:

  • Zunächst ist die Akzeptanz von Messengern recht hoch. Messenger sind aus der alltäglichen Kommunikation nicht mehr wegzudenken. Laut w&v nutzen alleine in Deutschland 77 % einen mobilen Messenger.
  • Häufig scheint die Nachricht  bzw. der Newsletter per Messenger vertrauenswürdiger, da Messenger zunächst im Familien- und Freundeskreis verwendet wird.
  • Inhalte können visuell schön umgesetzt werden: Von Bildern über Text bis Videos und GIFs stehen eine Vielzahl an Content-Formen zur Verfügung. Aber auch Sprachnachrichten sind möglich.
  • Automatisierungen (Chatsbot) unterstützen bei der Beantwortung von häufigen Fragestellungen.

Protagonist Karl erzählt die Entstehung vom Deutschen Grundgesetz

Erzählt wird die Entstehung des Grundgesetzes aus der Sicht des fiktiven Protagonisten Karl: Ein Stenograf des Parlamentarischen Rates, der aus dem Jahr 1949 als Augenzeige die Entstehung der Grundrechte miterlebt und täglich quasi LIVE und in Echtzeit berichtet.

Karl berichtet vom Leben in Ruinen oder von den Nazi-Gegnern im Parlamentarischen Rat. Er schildert, wie die Gleichberechtigung von Männern und Frauen ins Grundgesetz kam oder welche Rede entscheidend war für die Abschaffung der Todesstrafe.

Messenger Storytelling: Teaser zu Karls Geschichte “70 Jahre Grundgesetz: Die Entstehung”

Dr. Katarina Barley, Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz, betont:

„Vor 70 Jahren wurde der Grundstein für unser Land gelegt, wie wir es heute kennen. Frieden, Freiheit und Wohlstand – das alles hat uns das Grundgesetz gebracht. Durch unser digitales Storytelling-Projekt wollen wir sein Entstehen besser verständlich machen. Durch die Augen des fiktiven Erzählers sehen wir die Anfangsjahre unserer Republik und bekommen ein Gespür dafür, wie wichtig jeder einzelne Artikel unseres Grundgesetzes für unser heutiges Leben ist.“

Diverse Erzählformen gestalten die Story lebendig

Die Story wird in Form von Messenger-Texten, Illustrationen im Stile einer Graphic Novel, historische Videos und Sprachnachrichtenerzählt.

Ab dem Projektstart am 5. Mai 2019 schickt Karl den Abonnenten drei Wochen lang, also bis zum Inkrafttreten des Grundgesetzes am 24. Mai, täglich seine Erzählungen in Form persönlicher Messenger-Nachrichten. Als Plattformen werden sowohl WhatsApp, als auch Threema, oder der Facebook-Messenger genutzt.

Für den kostenlosen Erzähl-Newsletter können Sie auf www.siebzig-jahre-gg.de anmelden.

Globale Sprache der Emojis

Hand aufs Herz: Sprechen und schreiben Ihre Kunden mittels Emojis? Auf Social-Media-Plattformen, in Chats, Anzeigen, E-Mails oder Blogbeiträgen – wann immer Menschen heutzutage kommunizieren, drücken sie ihre Gefühle und vieles mehr mittels Emojis aus. Und das weltweit. Sie entwickeln sich zu einer global verwendeten Sprache der Emojis. Ich verwende beispielsweise gerne dieses Katzen-Emoji: ?!

Was sind Emojis?

Emojis sind kleine bunte Symbole für die Kommunikation im Internet und per Smartphone. Waren es anfänglich noch lachende und weinende Gesichter, Herzen und Katzen, geht es nun bis zu einem Einhorn oder einem lachenden Haufen Kot.

Die ersten Emojis führte der japanische Mobilfunkanbieter NTT DoCoMo vor etwa 20 Jahren ein. Die 176 Emojis sollten einfache Informationen über Verkehr, Wetter oder den Beziehungsstatus vermitteln. Bald zogen Konkurrenten nach und entwickelten eine eigene Bildersprache.

Unterschied zwischen Emojis und Emoticons
Emojis und Emoticons werden verwendet, um in der Welt der schnellen Nachrichten und Chats auch in wenigen Zeichen Gefühle ausdrücken zu können. Doch worin besteht der Unterschied?

Den Anfang machen Emoticons: Bei Emoticons handelt es sich um schriftliche Symbole wie Punkte, Kommata und Klammern, die in einer speziellen Reihenfolge angezeigt beispielsweise ein lächelndes oder trauriges Gesicht zeigen. Sie entstehen aus ASCII-Zeichen, wie dem bekannten Grinse-Gesicht, also diesem 🙂 hier. Einige Programme wandeln die ASCII-Strichbilder automatisch in Grafiken um, den Smileys. ?

Aus ihnen entwickelten sich die Emojis, die Emotionen und Gefühle, aber auch komplexe Zusammenhänge einfach mit einem Bild darstellen.

Emoji der Oberbegriff für eine Vielzahl ikonenhafter Grafiken, sozusagen die Weiterentwicklung von Emoticons. Sie stellen also im Gegensatz zu Emoticons nicht nur Emotionen dar, sondern auch Tiere, Pflanzen, Fahrzeuge, Essen und vieles mehr. Emojis bilden ab, wie Menschen miteinander kommunizieren. Reichten anfänglich ein weinender und ein lachender Smiley, gibt es mittlerweile auch grauhaarige Smileys für die „Generation 55+“.

Mit Emojis sprechen

Wer kennt sie nicht, die netten kleinen Ideogramme, welche unsere Gefühle widerspiegeln oder auch einfach nur Zustände, Statements, Situationen, Tätigkeiten oder Wörter visualisieren. Die Rede ist von Emojis (Japanisch für Bildschriftzeichen), die zunächst in Chats, SMS und E-Mails verwendet wurden. Sie finden überall dort Verwendung, wo wenig Platz und Zeit für viele Worte ist. Mittlerweile haben sie unsere Kommunikationswelt in einem Ausmaß erobert, dass sie nicht nur online, sondern auch gedruckt, beispielweise in Anzeigen, verwendet werden.

Diese besondere Variante entdeckte ich an der Wohnungstür eines Priesters in einer christlichen Kirche in Jordanien.

Diese besondere Variante einer Emoji-Sprache entdeckte ich an der Wohnungstür eines Priesters in einer christlichen Kirche in Jordanien.

Emojis als internationale Bildsprache

Ganze Unterhaltungen lassen sich mit den kleinen Icons bestreiten. Da die kleinen Icons sowohl sprach- als auch kulturübergreifend funktionieren bilden Emojis eine global funktionierende Sprache. Ob Tiere, Gegenstände oder Symbole, die Verständigung mittels Emojis geht über Kulturen und Generationen hinaus und sind universal verständlich. Sprachforscher sprechen Emojis das Potenzial zur Weltsprache zu ?. Ganze Bücher, wie der Klassiker Moby Dick, wurden in die Sprache der Emojis übersetzt. Er beginnt mit dem Satz  ☎️ ? ⛵ ? ?(“Call me Ishmael.”).

Moby Dick

Fred Benenson wagte sich bereits 2009 an eine Übersetzung des Romans Moby Dick von Herman Melville. Die Übersetzung in Emojis erfolgte über den Dienst Amazon Mechanical Turk. Drei Mitarbeiter übersetzten unabhängig voneinander jeden Satz, während weitere dann für ihre favorisierte Übersetzung abstimmten. Die so gefundene, beste Übersetzung gelangte dann in das fertige Buch mit dem Titel „Emoji Dick“.

Foto: Preliminary results from the Moby Dick Emoji Experiment by Fred Benenson (CC BY 2.0)

Foto: Preliminary results from the Moby Dick Emoji Experiment by Fred Benenson (CC BY 2.0)

Um diese visuellen Zeichen verstehen zu können, bedarf es allgemein gültiger Ansprachen (Codes). Schnell lernen und einigen wir uns in sozialen Netzwerken, dass ein Zeichen wie etwa ein Daumen-hoch so viel wie „gut“, „toll“, „o.k.“ oder „ich bin einverstanden“ beziehungsweise „ich bin deiner Meinung“ bedeutet. Manche Zeichen werden, einmal akzeptiert, schnell auch plattformübergreifend verwendet.

Bisher werden meist Substantive visuell als Icon abgebildet und Zeiten, Ansprache oder Grammatik gibt es nicht.

Mark Davis, Präsident und Mitbegründer von Unicode, stellte so auch fest:

WENN MAN SICH DIE EMOJIS ANSIEHT, FÄLLT AUF: ES SIND FAST ALLES NOMEN, KEINE ADJEKTIVE UND KAUM VERBEN.

Beinahe jede Lebenslage und Stimmung lässt sich mithilfe der bereits bestehenden 2.623 kleinen Bildchen ausdrücken.
Visuelle Kommunikation
Sogar wenn wir sprechen nutzen wir visuelle Kommunikation in Form von Mimik und Gestik zur Verdeutlichung und Unterstützung der Aussagen. Denken Sie nur an unsere Körpersprache, eine nonverbale Sprache, die von den Augen wahrgenommen wird und universell funktioniert: Das Runzeln unserer Stirn, wenn wir nachdenken, das Anheben der Mundwinkel, wenn wir uns über etwas freuen. Meist werden mittels dieser Visualisierung Emotionen vermittelt.

Vorteile der Verwendung von Emojis

Die Vorteile liegen auf der Hand: Sie sind schnell einsetzbar und werden von Menschen auf der ganzen Welt verstanden.

Egal ob auf Facebook- oder Instagram-Posts, in Messenger-Nachrichten, bei Gesprächen einer Online-Community, in E-Mails oder auf Twitter, verbindet heutzutage eine Tatsache alle schriftlichen Kommunikationskanäle: Reiner Text reicht nicht mehr aus. Um beim Schreiben die eigenen Gefühlszustände und Stimmungen verdeutlichen zu können und Stilmittel wie Ironie kurz und schmerzlos auszudrücken, werden Emoticons und Emojis verwendet. Die Emoji-Anzahl wächst rasant

Erst 2010 sorgte das sogenannte Unicode-Consortium, für eine erste Enzyklopädie der Emojis und nahm 722 der Symbole in ihren Zeichensatz, dem Unicode, auf. Seit 2011 verfügen iPhones über eine Emoji-Tastatur, seit 2013 auch Android-Smartphones.

Die Anzahl der Emojis wächst jährlich: Alleine 2019 sollen 230 neue Emojis hinzukommen. Neben neuen Abbildungen von Tieren und Essens-Emojis soll auch die Abbildungen von Menschen erweitert werden. Auf der Webside unicode.org finden Sie eine Liste der neuen Emojis. Damit erweitert sich der Emoji-Wortschatz ständig. Die Unicode-Consortium ist auch für die Auswahl und Zulassung neuer Emojis zuständig. Übrigens wird der Welt-Emoji-Tag am 17. Juli gefeiert.

Nicht jeder kennt sofort die Bedeutungen aller Emojie-Icons. Hier bietet emoticonwiki.de eine wunderbare Hilfestellung. Klicken Sie beispielsweise auf das lachende Gesicht mit Herzaugen, so erhalten Sie folgende Erklärung.

Das Emoticon-Wiki hilft bei der Bedeutungssuche einzelnen Emojies.

Das Emoticon-Wiki hilft bei der Bedeutungssuche einzelner Emojies.

Auch die Verwendung einzelner Emoji ist mittels

✂️ Copy and ? Paste

kinderleicht: nutzen Sie einfach die Website getemoji.com.

Nun bleibt nur noch die Frage: Buchstabieren Sie noch, oder symbolisieren Sie schon?

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