0049 (0)151 23463898 kontakt@story-baukasten.de

Story Pins: So gelingt Storytelling auch mit Pinterest

Storys sind zur Zeit DAS erfolgreiche Format der verschiedenen Social-Media-Plattformen. Kein Wunder, dass Pinterest nun mit Story Pins nachzieht. Auf dem CommunityCamp in Berlin verkündete Eva Arndt in einem Tweet einer Pinnterest-Session: „Ab September gibt es bei #Pinterest Story Pins.”

Was sind Story Pins?

Ein Pinterest-Pinnboard Pinterest Story Pins | Best Practice Beispiele zeigt anhand von Beispielen erste Storys. Erkennbar sind die Story Pins an dem Symbol der überlappenden Quadrate unter den Pins links.

Storytelling mit Pinterest: Story Pins

Die Beschreibung der Pinnnwand verrät: „Story Pins sind ein neues Pin-Format auf Pinterest und befinden sich aktuell noch in der Beta-Testung. Finde hier bereits die ersten Best Practice Story Pins und lass dich inspirieren! Story Pins sind vor allem sehr gut geeignet, wenn du Storytelling anwenden möchtest, oder deine bereits bestehenden Inhalte als Art ‘Mikro-Blogging’ geschickt wiederverwenden möchtest. Freue dich auf dieses neue Pin-Format!”

What are Story Pins
„Story Pins are multi page PINs that can include pop up text and links to each PIN (photo) that is attached to the story. You don’t need a minimum following to post a complete Story PIN with links.” – beschreibt Seasons In Colour das neue Storytelling-Format von Pinterest

Story Pins als Multimedia-Storytellingformat

Sie erkennen Story Pins am Story-Symbol unter dem Bild. Leider funktioniert das neue Format bei mir noch nicht;-( Trotzdem haben meine Recherchen folgende Informationen gebracht:

  • Stellen Sie sich die Story Pins als ein Multimedia Stoytelling-Tool vor: Mit Story Pins besteht die Möglichkeit mehrerer Medien wie Bilder, Texte, Videos und selbstverständlich auch Links zur Zielwebseite zu einer Story zusammenzugfügen.
  • Sie erhalten das neue Story Pin-Erlebniss von Ihrem Homefeed aus.
  • Laut Angabe der Pinterest-Helpseite können Pinterestnutzer nun Pin Storys „mit bis zu 20 Seiten” erstellen, um  ihre Ideen zu teilen und Geschichte zu erzählen.
  • Zur optimalen Nutzerfreundlichkeit empfiehlt Pinterest die Verwendung folgender Datei-Formate: Portraitbilder von mindestens 900×1600 Pixeln sowie eine maximale Videodateigröße von 10 MBs.
  • Zudem gibt Pinterest den Tipp, dass Story Pins mindestens zwei Seiten und höchstens 20 Seiten umfassen können.
  • Story Pins können wie jeder anderer Pin auch auf der Pinnwand gemerkt werden. Zu beachten ist, dass nur die gesamte Story, also keine einzelnen Seiten, gemerkt werden können.

In dem unteren Screenshot erkennen Sie (rot markiert), wie die neue Story Pins in einem Account – hier bei Travel on Toast – angezeigt werden.

So werden die neuen Story Pins im Account angezeigt

Als Beispiel einer Story Pin schauen sich diese Story an. Bisher, in der Beta-Phase, habe ich noch keine Möglichkeit entdeckt, den Story Pin einzubinden oder downzuladen. Also habe ich ein die Story Pin „Um diese Frage kommst du nicht herum, wenn du auf der Suche nach deiner Bestimmung bist.” von
Susan Schubert abgefilmt:

 

 

Selbstverständlich können Sie Story Pins auch dazu verwenden – ähnlich wie mit Karussell-Pins –, um Schritt-für-Schritt-Anleitungen oder eine Auflistung mit verschiedenen Produkten zu zeigen.

So einfach entstehen Story Pins

  • Einfach auf dem Desktop oder in der App auf das Plus-Zeichen zur Erstellung einer neuen Story anklicken.

  • Dann einfach – wenn bereits ausgerollt – den Reiter Story Pin anwählen.

  • Das “+”-Zeichen fügt neue Seiten (maximal 20) hinzu.

  • Auf “publizieren” gehen und wie gewohnt ein Pinnboard asuwählen.

Story Pins auf dem CommunityCamp in Berlin

Nun auch den Tweet samt Vortragsvideo von Skana Media zum Pinterest Story Pin auf dem CommunityCamp.

 

Nun wünsche ich uns allen, dass das Story-Pin-Zeitalter beginnen mag.

Ich bin beeindruckt: Visual Storytelling im Business

Heute erhielt ich ein sehr schönes Statement zu meinem neuesten Werk Visual Storytelling im Business, welches ich Ihnen nicht vorenthalten möchte:

Kai Gebel ist einer der Experten (Fotograf, Designer und Videograf), welche in ich in dem Buch Visual Storytelling im Business interviewte. Er erhielt heute sein Belegexemplar von dem Buch. Als Interviewpartner hat er das gesamte Buch noch nicht gesehen und überrasche mich mit diesen Fotos sowie seinem Feedback:

Statement von Kai Gebel

2018 kam Pia Kleine Wieskamp auf mich zu und fragte, ob ich für ihr in der Entstehungsphase befindlichen Buch “Visual Storytelling im Business” einen Beitrag geben würde. Unserer Wege hatten sich 2013 in München auf einem Workshop gekreuzt. Es sollte, wie der Titel schon sagt, eine Buch über “das Sehen”, “das verarbeiten von Bildern” werden. Viel mehr wusste ich nicht, klang aber spannend.

So musste ich meine eigene Art des Bildermachens beschreiben… das ist auch mal spannend das zu Papier zu bringen.

Hier ein Auszug:

Fotos copyright Kai Gebel

Heute kam es nun an – vor zwei Tagen schon das PDF. Ein Werk von knapp 500 Seiten.

Mein erstes Durchstöbern begann ja schon beim PDF –, aber jetzt, wo ich das Buch hier liegen habe, ist es wesentlich angenehmer und vor allem organischer.

Social Media und Aufmerksamkeit bekommen, ist ja mein Thema jeden Tag – jeden Tag neue Dinge einfallen lassen und dafür sorgen, dass man nicht „nach oben aus dem sichtbaren” gestrichen wird.

Wenn ich meine Kunden nicht wirklich ins Sichtbare bringe, dann habe ich nach kurzer Zeit meinen Kunden verloren und müßte jeden Tag um neue Kunden buhlen.

Dieses Buch ist eine Goldgrube für den, der bisher sein Marketing eben nur “mal so nebenbei” gemacht hat. Super gut und sehr anschaulich − also global − nicht nur meine Seiten

Soweit ich das sehen kann, wird hier so gut wie Alles angesprochen, was man so benötigt und darüber hinaus Dinge, die man bisher scheinbar ignoriert hat.

  • Unterschiedliche Stimmen werden hierzu angehört und dargestellt.
  • Aber auch Zahlen und Fakten/Statistiken über Nutzerverhalten erfährt man hier, die einem dann doch zum Nachdenken anregen können.
  • Gebündeltes praktisches Wissen – tolle Links werden auch genannt, die die Inhalte des Buches unterstreichen!

Chapeau Pia Kleine Wieskampich bin beeindruckt − das Buch wird mir in meinen Projekten helfen!

Mich selber muss ich ja nicht lesen, weil ich mich ja kenne…

Merci lieber Kai Gebel, ich bin auch immer wieder von dir, deinen Engagement sowei deinen Werken beeindruckt..

Auszug: Visual Storytelling im Business

Ich gestehe: Ich bin stolz! Auch kann ich es nach monatelanger Arbeit kaum glauben: Laut Nachricht meines Verlages erscheint am 5. August 2019 mein aktuelles Buch Visual Storytelling im Business. Wahnsinn!

 

visual Storytelling - aufgeblättert

Aufgeschlagenes Buch: Visual Storytelling im Business

Visual Storytelling erobert unsere Unternehmen!

Gute Geschichten hatten schon immer ihren Reiz. Dieses Wissen machen sich nun Unternehmen zunutze. Statt mit Fakten zu erschlagen oder mit unglaubwürdiger Werbung zu langweilen, wecken sie das Interesse und die Emotionen des Publikums, um langfristige Kundenbindungen zu erreichen.

Der Titel des Buches lautet Visual Storytelling im Business. Aber was heißt hier Business?

Wer kann das Buch verwenden? Und für welche Zielgruppe ist es gedacht? Wenn Sie Fragen haben, gerne experimentieren und mittels Visuals Ihre Botschaften direkt in die Herzen und Köpfe platzieren möchten, dann haben Sie zum richtigen Buch gegriffen. Zunächst einmal kann jeder das Buch lesen, den der bewusste Einsatz von Visuals in der Kommunikation mit anderen interessiert.

Dabei ist es egal, ob Sie in einer PR-Agentur, einer Organisation, einem Unternehmen arbeiten oder für sich als Freelancer, für Ihren privaten Blog, Ihr Studium, Ihre Bewerbung neue Möglichkeiten suchen oder es Ihnen einfach nur Spaß macht mit visuellen Elementen zu kommunizieren. Vielleicht möchten Sie ja Ihr Pinterest-Board mit Grafiken, Fotografien und animierten Video interessanter gestalten oder die Webseite Ihres Sportvereins oder Inhalte innerhalb Ihrer Kommunikations, Marketing- bzw. Social-Media-Abteilung.

Einführung, Ansichten, Praxis, Ausblicke

Visual Storytelling im Business ist eine Einführung in das Thema Storytelling. Obwohl der Schwerpunkt der Buches auf Visual Storytelling liegt, gibt der Ratgeber zugleich praktische Hilfestellungen, um Geschichten visuell zu erzählen. Das Buch geht auf visuelle Kommunikation und Bildsprache ein, zeigt auf, wie sie funktioniert, erkläre den Fahrplan zur Erstellung einer Story und beschreibt visuelle Plattformen, Medien und Werkzeuge. Ein besonderes Augenmerk liegt auf die methodische Erstellung von Storys mittels des Story-Baukastens und der Design-Thinking-Methode.

Weitere Publikationen
Übrigens finden Sie unter Publikationen weiter Veröffentlichungen von mir.

Storytelling-Experten bereichern das Buch

Checklisten sowie weitere hilfreiche Tools, wie ein Story-Baukasten-Canvas zum Download, runden das Werk Visual Storytelling im Business ab. Wie auch in dem Buch Storytelling – Digital, Multimedial, Social kommen in diesem Buch Experten aus der Praxis zu Wort: In Interviews erzählen sie über ihre Definition von Visual Storytelling und verraten den ein oder anderen Praxis-Tipp.

Liste der Experten:

  • Prof. Dr. Dieter Georg Adlmaier-Herbst, internationaler Speaker, Berater, Autor und Dozent für Markenführung und Kommunikation u.a. an der Universität der Künste Berlin
  • Nikolai Bockholt, Google
  • Blub, Florentiner Graffiti-Künstler
  • Sven Doelle, Principal Business Development Manager bei Adobe
  • Renate Eck, Gründerin und Geschäftsführerin Eck Marketing & Referenten Matching
  • Murat Erimel, Head of Marketing, Adobe Stock DACH
  • Dennis Fischer, Innovationsberatung & Design Thinking, Gründer von Methodworks
  • Kai Gebel, Fotograf, Videoproduzent und Designer, Gründer von two little designers
  • Max Jörg, Erklär-Videos, COO der how2 AG
  • Stephanie Kowalski, Sketchnotes
  • Marinka Masséus, Fotografin
  • Regina Steiner, Diplom-Grafikdesignerin und Art Director
  • Claudia Tillmann, Leiterin Brand & Customer Experience bei Yello
  • Milan Yasserstein, YouTuber

Cover-zu-Visual-Storytelling-im-Business

Leseauszug: Leseprobe-Visual_Storytelling-im_Busieness

 

17. Juli: Welttag der Emojis

Wer kennt sie nicht, die netten kleinen Ideogramme, die wir in Chats, E-Mails und Instagram-Stories verwenden, um Gefühle, Situationen und Dinge kurz, knackig und visuell auszudrücken. Die Rede ist von Emojis (Japanisch für Bildschriftzeichen), die zunächst in Chats, SMS und E-Mails verwendet wurden. Heutzutage verwenden wir Emojis  überall dort, wo wenig Platz und Zeit für viele Worte ist. Mittlerweile haben sie unsere Kommunikationswelt derart erobert, dass sie nicht nur online, sondern auch gedruckt, beispielweise in Anzeigen, verwendet werden. Sie sind Teil unserer (Schrift)sprache geworden und derart beliebt, dass ihnen am 17. Juli ein eigener Feiertag, der World Emoji Day oder auch Welt-Emoji-Tag (Welttag der Emojis), gewidmet wurde.

Definition Emoji
Laut Wikipedia sind Emojis Bildschriftzeichen, die „in Form eines Piktogramms und/oder Ideogramms auftreten“.

Dagegen werden als Emojicons „einzelne Zeichen oder Folgen aus ASCII-Zeichen bezeichnet, die in der schriftlichen Kommunikation Stimmungs- oder Gefühlszustände ausdrücken.“ 

Wer hat den World Emoji Day ins Leben gerufen?

Initiator für den World Emoji Day ist der Australier Jeremy Burge, der als einer der Gründer der Website Emojipedia die Dokumentation aller Unicode-Emojis mit Namen, Beschreibung und Abbildungen realisiert. In diesem Sinne: Nutzt Piktogramme bzw. Ideographien und habt einen tollen Welt-Emoji-Tag. Egal, auf welchem mobilen Endgerät Ihr gerade unterwegs seid.

Seit ihrer Erfindung werden Emojis immer beliebter. Eine Studie zeigt nun, warum man die Zeichen am Welt-Emoji-Tag ruhig feiern sollte.

Am Anfang war folgendes Smiley-Zeichen 🙂. Dieses Smiley aus Satzzeichen schlug bereits 1982 der Informatik-Professor Scott Fahlma vor. Mit ihnen sollten in einem digitalen Uni-Forum ernste von humorvollen Beiträge besser voneinander abgesetzt und unterschieden werden.

Seit 2010 ist der Siegeszug der Emojis kaum aufzuhalten. Damals integrierte das Unicode Konsortium, das für die weltweite Vereinheitlichung von Schriftsystemen zuständig ist, die kleinen Bildzeichen in ihre Schriftsätze, wodurch weltweit auf fast allen Geräten mit Emojis kommuniziert werden kann.

Täglich verwendete Emojis
95% der Internetnutzer haben schon einmal ein Emoji genutzt. Jeden Tag werden über 10 Milliarden Emojis verschickt.

Emojis als universelle Sprache

Einige Jahre später entwickelte der Japaner Shigetaka Kurita seine Vision einer universellen Sprache. Die ersten Emojis, die er 1999 entwickelte, waren ein Sonnen-Symbol und ein aufgeklappter Regenschirm. Insgesamt entwarf Kurita 176 Emojis, die noch heute die Basis aller weiteren Emoji-Designs sind. Die Welt der Emojis wird regelmäßig erweitert.

2019 kommen 230 neue Emojis

Die neuesten Vorschläge für 2019, hierbei sind Vielfalt und Inklusion zentrale Leitmotive. So gibt es nicht nur Rollstühle, sondern auch künstliche Gliedmaße, ein Ohr mit Hörhilfe und Service-Hunde. Ein weiterer Schwerpunkt sind händchenhaltende Personen, und zwar in jeglicher Kombinationsmöglichkeit und Hautfarbe: 55 Kombinationen  mit verschiedenen Hautfarben und Geschlechtern sollen am Ende ausgewählt werden können. Auch die Auswahl an Tier-Emojis erweitert sich auf StinktierAusterFaultier, Otter, Orang-Utan und Flamingo. Sehr häufig wird demnächst bestimmt das neue Gähn-Emoji verwendet.

Dieses Youtube-Video zeigt alle neuen Emoji-Vorschläge für 2019.

Woher kommen ständig die neuen Ideen?

Nicht nur am Welttag der Emojis frage ich mich, wer denn bestimmt, welche emojis auftauchen? Wer ein Emoji vermisst, kann Vorschläge einfach beim Unicode-Konsortium einreichen. Natürlich sollte die Einreichung der Emojis mit guten Argumenten begründet werden. Entsprechende Anträge für die Aufnahme eines neuen Emojis sind auf der Seite des Konsortiums.

Weitere Beiträge zu diesem Themenfeld:

Globale Sprache der Emojis

Der Trend zum Visual Storytelling

Globale Sprache der Emojis

Hand aufs Herz: Sprechen und schreiben Ihre Kunden mittels Emojis? Auf Social-Media-Plattformen, in Chats, Anzeigen, E-Mails oder Blogbeiträgen – wann immer Menschen heutzutage kommunizieren, drücken sie ihre Gefühle und vieles mehr mittels Emojis aus. Und das weltweit. Sie entwickeln sich zu einer global verwendeten Sprache der Emojis. Ich verwende beispielsweise gerne dieses Katzen-Emoji: ?!

Was sind Emojis?

Emojis sind kleine bunte Symbole für die Kommunikation im Internet und per Smartphone. Waren es anfänglich noch lachende und weinende Gesichter, Herzen und Katzen, geht es nun bis zu einem Einhorn oder einem lachenden Haufen Kot.

Die ersten Emojis führte der japanische Mobilfunkanbieter NTT DoCoMo vor etwa 20 Jahren ein. Die 176 Emojis sollten einfache Informationen über Verkehr, Wetter oder den Beziehungsstatus vermitteln. Bald zogen Konkurrenten nach und entwickelten eine eigene Bildersprache.

Unterschied zwischen Emojis und Emoticons
Emojis und Emoticons werden verwendet, um in der Welt der schnellen Nachrichten und Chats auch in wenigen Zeichen Gefühle ausdrücken zu können. Doch worin besteht der Unterschied?

Den Anfang machen Emoticons: Bei Emoticons handelt es sich um schriftliche Symbole wie Punkte, Kommata und Klammern, die in einer speziellen Reihenfolge angezeigt beispielsweise ein lächelndes oder trauriges Gesicht zeigen. Sie entstehen aus ASCII-Zeichen, wie dem bekannten Grinse-Gesicht, also diesem 🙂 hier. Einige Programme wandeln die ASCII-Strichbilder automatisch in Grafiken um, den Smileys. ?

Aus ihnen entwickelten sich die Emojis, die Emotionen und Gefühle, aber auch komplexe Zusammenhänge einfach mit einem Bild darstellen.

Emoji der Oberbegriff für eine Vielzahl ikonenhafter Grafiken, sozusagen die Weiterentwicklung von Emoticons. Sie stellen also im Gegensatz zu Emoticons nicht nur Emotionen dar, sondern auch Tiere, Pflanzen, Fahrzeuge, Essen und vieles mehr. Emojis bilden ab, wie Menschen miteinander kommunizieren. Reichten anfänglich ein weinender und ein lachender Smiley, gibt es mittlerweile auch grauhaarige Smileys für die „Generation 55+“.

Mit Emojis sprechen

Wer kennt sie nicht, die netten kleinen Ideogramme, welche unsere Gefühle widerspiegeln oder auch einfach nur Zustände, Statements, Situationen, Tätigkeiten oder Wörter visualisieren. Die Rede ist von Emojis (Japanisch für Bildschriftzeichen), die zunächst in Chats, SMS und E-Mails verwendet wurden. Sie finden überall dort Verwendung, wo wenig Platz und Zeit für viele Worte ist. Mittlerweile haben sie unsere Kommunikationswelt in einem Ausmaß erobert, dass sie nicht nur online, sondern auch gedruckt, beispielweise in Anzeigen, verwendet werden.

Diese besondere Variante entdeckte ich an der Wohnungstür eines Priesters in einer christlichen Kirche in Jordanien.

Diese besondere Variante einer Emoji-Sprache entdeckte ich an der Wohnungstür eines Priesters in einer christlichen Kirche in Jordanien.

Emojis als internationale Bildsprache

Ganze Unterhaltungen lassen sich mit den kleinen Icons bestreiten. Da die kleinen Icons sowohl sprach- als auch kulturübergreifend funktionieren bilden Emojis eine global funktionierende Sprache. Ob Tiere, Gegenstände oder Symbole, die Verständigung mittels Emojis geht über Kulturen und Generationen hinaus und sind universal verständlich. Sprachforscher sprechen Emojis das Potenzial zur Weltsprache zu ?. Ganze Bücher, wie der Klassiker Moby Dick, wurden in die Sprache der Emojis übersetzt. Er beginnt mit dem Satz  ☎️ ? ⛵ ? ?(“Call me Ishmael.”).

Moby Dick

Fred Benenson wagte sich bereits 2009 an eine Übersetzung des Romans Moby Dick von Herman Melville. Die Übersetzung in Emojis erfolgte über den Dienst Amazon Mechanical Turk. Drei Mitarbeiter übersetzten unabhängig voneinander jeden Satz, während weitere dann für ihre favorisierte Übersetzung abstimmten. Die so gefundene, beste Übersetzung gelangte dann in das fertige Buch mit dem Titel „Emoji Dick“.

Foto: Preliminary results from the Moby Dick Emoji Experiment by Fred Benenson (CC BY 2.0)

Foto: Preliminary results from the Moby Dick Emoji Experiment by Fred Benenson (CC BY 2.0)

Um diese visuellen Zeichen verstehen zu können, bedarf es allgemein gültiger Ansprachen (Codes). Schnell lernen und einigen wir uns in sozialen Netzwerken, dass ein Zeichen wie etwa ein Daumen-hoch so viel wie „gut“, „toll“, „o.k.“ oder „ich bin einverstanden“ beziehungsweise „ich bin deiner Meinung“ bedeutet. Manche Zeichen werden, einmal akzeptiert, schnell auch plattformübergreifend verwendet.

Bisher werden meist Substantive visuell als Icon abgebildet und Zeiten, Ansprache oder Grammatik gibt es nicht.

Mark Davis, Präsident und Mitbegründer von Unicode, stellte so auch fest:

WENN MAN SICH DIE EMOJIS ANSIEHT, FÄLLT AUF: ES SIND FAST ALLES NOMEN, KEINE ADJEKTIVE UND KAUM VERBEN.

Beinahe jede Lebenslage und Stimmung lässt sich mithilfe der bereits bestehenden 2.623 kleinen Bildchen ausdrücken.
Visuelle Kommunikation
Sogar wenn wir sprechen nutzen wir visuelle Kommunikation in Form von Mimik und Gestik zur Verdeutlichung und Unterstützung der Aussagen. Denken Sie nur an unsere Körpersprache, eine nonverbale Sprache, die von den Augen wahrgenommen wird und universell funktioniert: Das Runzeln unserer Stirn, wenn wir nachdenken, das Anheben der Mundwinkel, wenn wir uns über etwas freuen. Meist werden mittels dieser Visualisierung Emotionen vermittelt.

Vorteile der Verwendung von Emojis

Die Vorteile liegen auf der Hand: Sie sind schnell einsetzbar und werden von Menschen auf der ganzen Welt verstanden.

Egal ob auf Facebook- oder Instagram-Posts, in Messenger-Nachrichten, bei Gesprächen einer Online-Community, in E-Mails oder auf Twitter, verbindet heutzutage eine Tatsache alle schriftlichen Kommunikationskanäle: Reiner Text reicht nicht mehr aus. Um beim Schreiben die eigenen Gefühlszustände und Stimmungen verdeutlichen zu können und Stilmittel wie Ironie kurz und schmerzlos auszudrücken, werden Emoticons und Emojis verwendet. Die Emoji-Anzahl wächst rasant

Erst 2010 sorgte das sogenannte Unicode-Consortium, für eine erste Enzyklopädie der Emojis und nahm 722 der Symbole in ihren Zeichensatz, dem Unicode, auf. Seit 2011 verfügen iPhones über eine Emoji-Tastatur, seit 2013 auch Android-Smartphones.

Die Anzahl der Emojis wächst jährlich: Alleine 2019 sollen 230 neue Emojis hinzukommen. Neben neuen Abbildungen von Tieren und Essens-Emojis soll auch die Abbildungen von Menschen erweitert werden. Auf der Webside unicode.org finden Sie eine Liste der neuen Emojis. Damit erweitert sich der Emoji-Wortschatz ständig. Die Unicode-Consortium ist auch für die Auswahl und Zulassung neuer Emojis zuständig. Übrigens wird der Welt-Emoji-Tag am 17. Juli gefeiert.

Nicht jeder kennt sofort die Bedeutungen aller Emojie-Icons. Hier bietet emoticonwiki.de eine wunderbare Hilfestellung. Klicken Sie beispielsweise auf das lachende Gesicht mit Herzaugen, so erhalten Sie folgende Erklärung.

Das Emoticon-Wiki hilft bei der Bedeutungssuche einzelnen Emojies.

Das Emoticon-Wiki hilft bei der Bedeutungssuche einzelner Emojies.

Auch die Verwendung einzelner Emoji ist mittels

✂️ Copy and ? Paste

kinderleicht: nutzen Sie einfach die Website getemoji.com.

Nun bleibt nur noch die Frage: Buchstabieren Sie noch, oder symbolisieren Sie schon?

StoryDoing durch Aktionen: Mohnblumen erinnern an Kriegsopfer

Botschaften können unterschiedlich kommuniziert werden. Eine ganz besondere Art von Storytelling ist das StoryDoing, etwa mit einer Installation im Öffentlichen Raum. Der Aktionskünstler Walter Kuhn zeigt zum Jahrestag der Beendigung des Ersten Weltkriegs einen Blütenteppich aus roten Mohnblumen auf dem Münchner Königsplatz. Seine Botschaft lautet: „Never Again“ Krieg.

StoryDoing: Aktion des Künstlers Walter Kuhn - Tausende Mohnblumen aus roter Kunstseide auf dem Münchner Königsplatz als ein Mahnmal für den Frieden. #neveragain

StoryDoing: Aktion des Künstlers Walter Kuhn – Tausende Mohnblumen aus roter Kunstseide auf dem Münchner Königsplatz als ein Mahnmal für den Frieden. #neveragain

Am 11.11. 2018 jährte sich das Ende des Ersten Weltkriegs zum hundertsten Mal. Der Münchner Aktionskünstler Walter Kuhn nahm dies zum Anlass den Königsplatz zu diesem Anlass in einen Teppich voller Mohnblüten zu verwandeln. Die Botschaft des Künstlers ist deutlich: Das Meer voller Mohnblüten ist ein Mahnmal für den Frieden.

StoryDoing: Aktion sind wirkungsvoll

Aktionen werden häufig dazu verwendet, um Menschen auf etwas aufmerksam zu machen. Die Initiatoren möchten ein Zeichen setzen und schaffen Erlebnisse, damit der Betrachter sich mit einem Thema, einer Situation auseinandersetzt. In der Sprache der Kommunikation wird es auch StoryDoing genannt: Je mehr der Betrachter in die Story involviert wird, sie hautnah erlebt, desto eher treten Emotionen auf und das Gefühlte und Erlebte bleibt im Langzeitgedächtnis haften.

So auch in München. Auf dem Rasen vor der Glyptothek und der Staatlichen Antikensammlung befinden sich tausende Seidenblüten. Der Betrachter kann zwischen den Blumen hindurchgehen, sich dem Platz von allen Seiten nähern und immer wieder neue Ansichten und Eindrücke erfahren. Beeindruckend sind auch die Reaktionen der Menschen, die sich langsam dem Blütenteppich nähern, einzelne Blüten anfassen, Kameras und Handys hervorholen, um das das Kunstwerk festzuhalten oder von sich und dem Kunstwerk Selfies zu erstellen.

Der Kontext eines Visuals ist wichtig

Als Transportmittel der Botschaft “Nie wieder Krieg!”  wählte der Künstler Mohnblumen. Eine Betrachterin meinte, dass die Farbe der Mohnblüten zu dunkel seinen, der Eindruck der Installation daher zu düster und nicht optimistisch sein. Andere rätselten, warum denn gerade Mohnblüten verwendet werden? Hier zeigt sich, dass ein Kunstwerk, ein Visual, immer abhängig vom Kontext ist, hier dem Wissen der Metapher.

Ich habe mich über die Symbolik von Mohnblumen informiert.
Mohnblumen gelten weltweit als Symbol des Gedenkens an Gefallene und Kriegsopfer. Auch siedeln sich Mohnblumen schnell auf frischen Grabhügeln an.

Ob der Betrachter nun die Blumen, das Kunstwerk mag oder nicht, oft werden die Installationen kontrovers betrachtet und sorgen so in jedem Fall für Diskussionen. Die Betrachter, die Medien, die Gesellschaft beschäftigt sich mit der Thematik, mit der Botschaft, der gewählten Metapher.

MerkenMerken

Sie geben Einwilligung zu unseren Cookies, wenn Sie unsere Webseite weiterhin nutzen. Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessern und Funktionen für soziale Medien anbieten zu können. Infos finden Sie in unter Datenschutz.