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Glossar: Nutzen Sie zur Visualisierung ein Moodboard

Dieser Beitrag behandelt die Visualisierung der Emotionen, Stimmungen, Atmosphäre, Charaktere von Szenen oder Geschichten mithilfe von Moodboards. In diesem Glossar Storytelling und Content Marketing finden Sie neben dem Moodboard alphabetisch geordnet wichtige Begriffe rund um die Themen zum Nachschlagen.

Moodboard zu Visualisierung nutzen

Ein Moodbaord ist wortwörtlich übersetzt eine Tafel, auf der Stimmungen gezeigt werden. Normalerweise wird sie als Collage ein Potpourri aus Ideen visualisiert anhand von Bildern, Farbmuster sowie Keywörter oder Zitate – all das findet auf einer solchen Stimmungstafel Platz.

  • Das Board wird aus Materialien jeglicher Art zunächst als Inspirationsquelle gesammelt und dann als Look & Feel geordnet, um eine bestimmte ästhetische Richtung und Emotionen visuell darzustellen. Das Beste daran ist, dass Bilder  tausend Mal mehr als Worte Emotionen ausdrücken.
Nutzen Sie ein Moodboard als Stimmungsbild

Dieses Moodboard, auch als Stimmungsbild bekannt, habe ich mit der App Adobe Spark Post erstellt.

  • Sie werden schnell merken, dass sich schnell beim Sortieren der gesammelten Fundstücke ein Konzept entwickelt. Betrachten Sie einfach Ihre Collage und bringen Sie Dinge zusammen, die auf den ersten Blick nicht zusammen gehören. Die Lösung ergibt sich oftmals von alleine.
  • Primär wurden Moodboards in der Werbefilmproduktion verwendet. Heutzutage werden Moodboards in vielen kreativen Projekten eingesetzt, beispielsweise zur Visualierung von Bildsprache oder von Konzepten zum Corporate Design.
  • Auch erste Anmutungen von Webseiten oder neuen Modelinien werden mittels Moodboards präsentiert. Sie helfen dem Team sowie dem Kunden Eindrücke der ersten Idee zu vermitteln.

Verwandte Begriffe im Glossar erklärt:

Glossar Storytelling & Content Marketing
In dem Storytelling und Content Marketing Glossar finden Sie wichtige Begriffe rund um die Themen zum virtuellen Nachschlagen. Einzelne Begriffe werden kurz erläutert bzw. anhand von Beispielen gezeigt. Das Glossar wird kontinuierlich erweitert und aktualisiert.

Verwandte Artikel:

Was hat eine Story mit einem Moodboard zu tun?

 

Der Trend zum Visual Storytelling

Haben Sie auch den Trend bemerkt, dass immer mehr  Unternehmen, Agenturen aber auch Privatmenschen visuelle Inhalte erstellen und auf Social Media Plattformen teilen? Ob nun Online, auf Webseiten, in e-Books, Whitepaper oder auch im Event- und Printbereich – Visual Storytelilng ist im Vormarsch. Und das erfolgreich. Dasselbe gilt auch für das Thema Storytelling und Kommunikation: hier steigt der Anteil visueller Elemente.

Oft erzählen Abbildungen ganze Geschichten. Eine visuelle Erzählung (Visual Storytelling) ist eine Geschichte, die in erster Linie durch den Einsatz visueller Medien erzählt wird. Beim Visual Storytelling kann die Geschichte beispielweise mittels gezeichneter oder fotografierter Bilder, Illustration oder Video erzählt werden. Häufig werden visuelle Geschichten mittels Textelementen oder Audiodateien angereichert.

Was ist Storytelling?

Meist wird mit dem Bergriff „Erzählen“ beziehungsweise “Telling” Sprache – gesprochen oder geschrieben – impliziert. Das ist aber eine Einschränkung, die erst seit Gutenberg mit dem Buchdruck das Buch so bekanntmachte und Wissen in einem Buch gedruckt werden sollte, so dar steht. Aber auch vor Gutenberg, als beispielsweise Mönche die Bibel kopierten, verzierten sie diese mit Bildern, Symbolen. Dies geschah, um den Inhalt anschaulicher darzustellen und den Leser zu binden.

Zur Sprache gehören auch visuelle Elemente

Sprache ist und kann jedoch mehr! Sprache, also das Medium, mittels dem Ideen und Gedanken ausgedrückt werden und Menschen miteinander kommunizieren, ist genauso gut Bildsprache, Gesten, Mimik, Farben und vieles mehr. Ich gehe sogar soweit zu behaupten, dass Schriftsprache eine Weiterentwicklung der Bildsprache ist, der bildhaften Zeichen.

Definition von Storytelling
Wie bereits festgestellt definiert sich Storytelling zum einen durch den Inhalt einer Geschichte (Story) und zum anderen durch die Art und Weise, wie diese Geschichte erzählt wird (Telling).

Visual Storytelling

Zum Thema Visual Storytelling bieten die Autorinnen Ekaterina Walter und Jessica Gioglio in ihrem Buch „The Power of Visual Storytelling: How to Use Visuals, Videos, and Social Media to Market Your Brand“ folgende Definition an:

„Visual storytelling is defined as the use of images, videos, infographics, presentations, and other visuals on social media platforms to craft a graphical story around key brand values and offerings.“ …

Sinngemäß übersetzt bedeutet es:

„Visuelles Geschichtenerzählen ist die Verwendung von Bildern, Videos, Infografiken, Präsentationen und anderen visuellen Elementen auf Social Media Plattformen, um eine visuelle Geschichte um die wichtigsten Markenwerte und -angebote herum zu entwerfen.“

Hierbei legen die beiden Autorinnen den besonderen Fokus auf das Erzählen in visuell orientierten sozialen Netzwerken wie Facebook, Instagram, Pinterest, Youtube und Co.

In dem Video erklärt Ekaterina Walter in Ihrem Vortrag „Memorable Marketing With Visual Storytelling”, wie Sie Ihr Marketing mittels Visual Storytelling verbessern.

Visuelle Kommunikation impliziert für mich alle Elemente, die das Sehen mit einbeziehen, also Neben Bildern, Skizzen, Grafiken und animierten Bilder (Videos) auch Gesten, Blicke (Körpersprache), Licht oder Entfernung. Selbst verbale Kommunikation nutzt bildhafte Begriffe, Worte, in denen Bilder stecken.

Visuelle Wahrnehmung ist eine der dominanten Wahrnehmungen durch den Sehsinn.

Visuelle Wahrnehmung ist eine der dominanten Wahrnehmungen durch den Sehsinn.

Menschen denken sehr gerne in Bildern, denn diese sind sowohl kognitiv als auch emotional reichhaltig. Als kongnitiv werden die Funktionen, die mit der Wahrnehmung, dem Lernen, Erinnern und Denken in Zusammenhang stehen und der menschlichen Erkenntnis- und Informationsverarbeitung dienen, bezeichnet. Neben den kognitiven Funktionen sind die emotionalen Gesichtspunkte von Bedeutung. Sie bestimmen, ob etwas als positiv oder negativ angesehen wird, ob eine Sitiuation als wiederholenswert oder „bloß nicht noch einmal“ empfunden wird. Empfindungen beeinflussen oft menschliche Entscheidungen, sie bestimmen oft die Motive eine Handlung und sind so für die Erkenntnisverarbeitung von großer Bedeutung.

Einige Fakten:

  • Wir sprechen von visuellem Erzählen, also Visual Storytelling, wenn Informationen oder Geschichten hauptsächlich (mehr als 50 Prozent) mittels visueller Elemente erzählt, ergänzt oder transportiert werden.
  • Ganze Kulturen vermittelten ihr religiöses, gesellschaftliches und historisches Wissen in Form visuell erzählter Geschichten. Sie verwendeten Zeichnungen, Skulpturen oder auch Architektur.
  • Mit diesen Mitteln konnten nicht nur Menschen erreicht werden, die weder lesen noch schreiben konnten, hier wurden auch die Emotionen und das Unterbewusstsein der Betrachter wohlkalkuliert mit einbezogen.
  • Visuelles Storytelling ist ein Teil der menschlichen Kommunikation, die komplexe Sinneseindrücke dramaturgisch organisiert und vermittelt. Mit visuellen Erzählelementen können Emotionen besser transportiert werden als mit Medien, die ohne visuelle Komponenten arbeiten.

Kein Wunder, dass visuelle Erzählungen immer interessant waren und es noch stärker genutzt werden. Gerade im Storytelling sind sie wichtig, da Geschichten Emotionen ansprechen.

Kennen Sie bereits das Story-Baukasten-Glossar? Lesen Sie dort zu Vertiefung, was Storytelling bedeutet sowie den Beitrag über Emotionen und Visual Storytelling. [ /su_note]

Geschichten funktionieren als Verhaltensmuster

Aus neurobiologischer Sicht sind Geschichten Verhaltensmuster, an die unser Gehirn anknüpft. Die Verknüpfungspunkte funktionieren wie bei einem Netzwerk: Je stärker unser Gehirn „Neues“ mit bereits Vorhandenem verknüpfen kann, desto leichter können wir uns erinnern. Bilder eignen sich in diesem Netzwerk als hervorragende Erinnerungs- und Verknüfungsanker.

Empfindungen beeinflussen oft menschliche Entscheidungen, bestimmen die Motive einer Handlung und sind so für die Erkenntnisverarbeitung von großer Bedeutung.

Der Psychologe Ernst Pöppel betont:

„Um eine bestimmte Verhaltensweise zu erzeugen, müssen wir (…) das episodische Gedächtnis erreichen.“

Im episodischen Gedächtnis werden Erfahrungen – also keine reinen Argimente oder Fakten – gespeichert, die Menschen in einer bestimmten Situation und zu einem bestimmten Zeitpunkt gemacht haben.

Die Erfahrung können durch reale Sinneseindrücke, wie zum Beispiel Bilder, Gerüche oder Geräusche oder durch Geschichten, in Erinnerung gerufen. Besonders Geschichten funktionieren wie ein Kopfkino. Werden in den Storys uns bekannnte Situationen wiederholt bzw. assoziiert, aktiviert sich das episodische Gedächtnis. Wir erkennen eine Situation wieder und verhalten uns mit großer Wahrscheinlichkeit wieder so wie zuvor. Fakten allein hingegen erreichen das episodische Gedächtnis nicht.

Im episodischen Langzeitgedächtnis werden unsere Erfahrungen und Erinnerungen gespeichert. Es hilft uns auch in neue oder zukünftige Situationen gedanklich einzutauchen.

Auslöser vieler Erinnerungen sind Sinnenseindrücke, wie Bilder. Auch unser Kopfkino, unsere Ideen und Gedanken, unsere Träume werden durch „im Kopf ablaufende Bilder“, sogenannte „innere“ beziehungsweise „mentale Bilder“ geprägt. Deshalb verwenden Erzählungen auch Metaphern, also bildhafte Vergleiche.

Wie gesagt sind manche Verhaltenweisen durch Geschichten beeinflussbar. Erinnern Sie sich, dass sich Menschen meinst ähnlich wie in der Ursprungssituation verhalten: Haben sie beispielsweise in der Dunkelheit Angst und suchen sofort eine Lichtquelle, werden sie es in einer ähnlichen Situatuion, etwa in einem virtuellen Computerspiel, auch das Licht suchen, um dem unangenemen Gefühl, die die Dunkelheit auslöst, zu entkommen. Dies passiert vor allem dann, wenn in der ürsprünglichen Situation (also in der Ersterfahrung) das Belohnungszentrum mit positiven Gefühlen wie Geborgenheit oder Lust aktiviert wurde.

Visual ist Trend

Die erfolgreiche Storytelling-Grundformel besagt schon einmal: „Show, don’t tell.“ Dieses Prinzip wird in Zeiten mobiler Kommunikation, also mit Hilfe von Smartphones, immer wichtiger.

Gerade in der heutigen Zeit, in Zeiten mobiler Kommunikation und Kommunikationsmittel, in der unsere Gesllschaft mit News, Informationen, Gesprächen und Fakten überflutet werden, entscheidet oft nur ein Blick, ob etwas interessant erscheint oder nicht. Daher ist es notwendig, aus der Masse herauszustechen und Menschen mit spannenden Geschichten zu erreichen und zu inspirieren. Nur so hat die Botschaft eine Chance, den Menschen zu erreichen. Die ersten Eindrücke sind meist visueller Natur, denn der Mensch ist ein Augentier.

Es gibt es mannigfaltige Beispiele von Visual Storytelling, in denen es darum geht, Botschaften gezielt und effektiv zu vermitteln.

Marne Levine, Chief Operating Officer des Foto- und Videonetzwerkes Instagram, veröffentlichte im Januar 2016 auf der Website der Huffington-Post einen Artikel mit folgender Überschrift:

„Bilder sind unsere neue globale Sprache: Beteiligen Sie sich einfach mit Ihrem Smartphone an der Konversation“.

In ihrem Artikel betont Marne Levine die Wichtigkeit von Bildern u.a. damit, dass das Oxford English Dictionary für 2015 erstmals kein Wort des Jahres ermittelte, sondern ein Bild. Genauer gesagt, das Emoji „Gesicht mit Freudentränen".

Das ist Visual Storytelling, also visuelles Erzählen, in Zeiten von Messenger und Social Media: Emoji „Gesicht mit Freudentränen".

Das ist Visual Storytelling, also visuelles Erzählen, in Zeiten von Messenger und Social Media: Emoji „Gesicht mit Freudentränen".

Visualität wird mobil

Die Nutzung von Visuals wie Emojis in der alltäglichen Kommunikation, ob in einer E-Mail, einer Messenger-Nachricht oder auf einem Plakat, sagt viel aus:

  • Menschen kommunizieren heutzutage mobil, in Messengern, kommentieren in Communitys,
  • sie teilen kurze alltägliche Erlebnisse (Stories)
  • oder nutzen ihre Smartphones mit leistungsstarken Kameras, um Bilder, GIFs oder Videos zu produzieren und zu teilen.

Mobiltelefone haben den großen Vorteil, dass sie immer und überall dabei sind. Hand auf’s Herz: Wer schreibt heutzutage noch im Urlaub an der Bushaltestelle den Fahrplan ab? Ich nutze nur noch meine Smartphone-Kamera als Erinnerungsnotizbuch und beobachte dieses Phänomen auch bei Passanten. Bilder haben den Vorteil, dass sie beinahe eine universelle Sprache nutzen, die wir alle sprechen und verstehen können, und zwar unabhängig von Nationalität, Alter, Kultur, oder Standort. Diese neue visuelle Welt öffnet gerade im Business neue Türen. Sie verändert die Sicht der Dinge, beispielweise weg von konstruierten und hin zu authentischen Bildern. Gleichzeitig zeigen sich verspielte Tendenzen, um die Realität mittels Filtern und Icons.

Marne Levine betont:

„Die Wahrheit ist, dass man beim Kommunizieren mit Bildern nicht einfach ein Foto oder ein Video teilt, sondern vielmehr seine eigene Welt und Ansicht – und man lernt von anderen, die dasselbe machen.“

Prof. Henning Vöpel, Direktor und Geschäftsführer des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI) zeigt in einem Interview zu zehn Jahren iPhone auf, wie das Smartphone die Wirtschaft und auch uns Menschen beeinflusst hat und wie wichtig die "Macht über das Gerät" in Zukunft wird.

Schnell und immer dabei

Neben Schnelligkeit, Aktualität, Live "dabei sein" (Live-Streaming und Live-Stories) haben Smartphones sowie Social Media Plattformen zudem die Rolle der Konsumenten in der Kommunikation mit Medien und Unternehmen verändert: Viele Konsumenten sind nun zugleich auch Produzenten.

Ein großer Teil aller visueller Daten im World Wide Web stammen jedoch immer mehr aus der Hand des Publikums, der Kunden, Leser, Mitmenschen. Sie haben ein Bedürfnis sich mitzuteilen, ihre Urlaubserlebnisse als Video festzuhalten, das Essen auf dem Tisch per Instagram zu teilen oder einfacgh mal ein Selfie vin sich und dem Eifelturm zu posten.

Dank moderner Kameras und digitale Plattformen wie Snapchat, Whatsapp, Facebook, Instagram und Co. ist unsere Gesellschaft in einen Dokumentatuions- und Mitteilwahn verfallen. Meist werden die Erlebisse, die Stories, visuell festgehalten.

Die Studie „The New Creatives Report“ von Adobe zeigt, dass Inhalte mit Unterhaltungswert eine gute Chancen haben, Aumerksamkeit zu erzeugen und so das Publikum zu erreichen. Zunehmend ist auch die Glaubwürdigkeit einer Aussage und die des Absenders sehr wichtig. So hinterfragen rund die Hälfte aller Leser, ob ein Magazin-Foto bearbeitet wurde. Ausschlaggebend sind auch die Aktualität und Schnelligkeit, in der Inhalte geteilt werden.

Immer mehr Marken haben ihren Platz als Love-Brands bei ihrem Publikum gefunden. Diesen Marken stehen die Kunden loyal gegenüber. Häufig sind diese Marken Trendsetter. Für diese beiden Faktoren sind visuelle Inhalte genau richtig!

Unternehmen betreiben angefangen bei Social-Media-Inhalten über Werbeserien über Snapchat- und Instagram-Stories bis hin zu fiktionalen Filmen und Videos oder auch Mixed-Reality-Erfahrungen zunehmend Visual Storytelling.

Dabei werden visuelle Elemente übergreifend in allen Medien vermehrt eingesetzt, sei es in Zeitungen, auf Websites, auf den Social-Media-Plattformen, in Büchern, Messenger-Nachrichten oder auch in E-Mails.

Formen vom Visual Storytelling

Bei den Formen von Visual Storytelling unterscheiden wir solche, die zur Visualisierung von Erzählungen (Story Visualizing) dienen und denen, die zum Erzählen von Geschichten (Story Telling) genutzt werden.

Elemente, die zur Visualisierung von Storys dienen:

1. Videos (u.a. Tutorials, Video-Blogs, 360 Grad-Videos, Brandes Websites, Flug- und Dronenvideos)

2. Fotografien / Fotostorys (u.a. animierte GIFs, eCards, Pictogramme, Meme)

3. Infografiken

4. Piktoramme; Icons

5. Comics

6. Illustrationen / Grafiken

7. Multimedia-Storys (Long-Stories)

8. Präsentationen / Slides

9. Cinemagraphs

10. Infografiken

11. Gifogrpahics (GIFs / Meme))

12. Augmented Reality (AR)

13. Virtual Reality (VR)

14. Experience Architecture

15. Visual Internet of Things (VIoT)

Lesetipp: Building VIoT
„The next step is to combine visual data with other data sets – from static data, such as grid references, to dynamic data, such as weather information. This will create a vast new market – the Visual IoT (VIoT). In other words, the integration of visual data into a uniform, IP-based data stream, combined with the capabilities and functions of a network of physical objects and devices.

In this way, cameras can be turned into super-charged sensors providing data that can then be acted upon, such as identifying that a car with a certain numberplate is allowed to enter a given area, which automatically opens the gate.

The potential is huge, and could revolutionise traffic management, and the reporting of crimes or accidents. For example, when an individual with a VIoT device enters a certain area, by previous agreement their data could be aggregated with that of others to create an accurate picture of an event. ..” – Quelle https://internetofbusiness.com/opinion-the-visual-internet-of-things-why-iot-needs-visual-data/.

Storytelling:

1. User Generated Storytelling

2. Visual Gamification

3. Visual Social Networks (u.a. Facebook, Pinterest, Instagram, Youtube, Twitter, Snapchat, Vine etc.)

4. Live Streaming

5. Visuelle Webinare

6.  Data Storytelling

7.  Multimedia Storytelling

8.  Longstorys

9.  Visual Influencer Management

10.  Social Media Wall

11.  Story Action (z.B. Instagram-Walk)

Sicherlich ist dies Liste nich vollständig und es fallen Ihnen weitere Formen des Visual Storytellings ein. Ich freue mich dann über einen Tipp als Kommentar oder über Beispiele gut funktionierenden Visual Storys.

Bilder sagen oft mehr als Worte

Im Alltag begleiten uns überall Bilder und weiter visuelle Elemente wie Videos, animierte Grafiken oder Emojis. Unsere Umgebung ist voll von Bildern wie Warnschildern, Hinweisen, Plakaten oder weiteren visuellen Reizbotschaften. Ob beruflich oder privat, sind kommunikative Kompetenzen auf allen Ebenen erforderlich. Hierbei werden Informationen, Meinungen, Gefühle und Werte vermittelt. Weitgehend dient die Vermittlung zu Erreichung eines Ziels. Hierbei spielte visuelle Inhalte eine immer bedeuten werdende Rolle.

Bilder als Kommunikationsform

Während bereits in Zeiten, bevor der Großteil der Menschen Schreiben konnten, sie Nachrichten und Informationen (Botschaften) visuell als Zeichnungen und Skulpturen mitteilten, galt die letzten Jahrhunderte das geschreibene Wort als glaubhalfter Informationträger. Menschen waren, laut geltende Thesen im Gegensatz zum Tier hauptsächlich vom Verstand und der Logik gesprägt.

Tatsächlich dominierten Visuals die menschliche Kommunikation. Das ist kein Zufall, denn die visuelle Kommunikation ist ein Urinstink, der in jedem Menschen tief verwurzelt ist. Sie sind ein universelles Werkzeug, das auch noch tausende Jahre später noch verstanden wird.

Zitat von Tjjen Onaran: "Klar ist: Nicht jeder Inhalt funktioniert auf jedem Kanal gleich gut. Klar ist damit auch: Jeder Inhalt muss für jeden Kanal neu und anderes gedacht werden."

Zitat von Tjjen Onaran über Storytelling: „Klar ist: Nicht jeder Inhalt funktioniert auf jedem Kanal gleich gut. Klar ist damit auch: Jeder Inhalt muss für jeden Kanal neu und anderes gedacht werden.”

 

Kaum ein Sprichwort wie „wer die Bilder beherrscht, beherrscht auch die Köpfe“ drückt mehr aus, warum ein Buch über Visuelle Kommunikation notwendig ist.

Sinneswahrnehmung sind mehr als Bilder
Menschen nehmen aber nicht nur durch Augen unsere Umgebung war. Je mehr Sinne bei der Wahrnehmung angesprochen werden, desto intensiver sind die Erfahrungen des Rezipienten und desto eher kann sich der Mensch erinnern. Eine Abkürzung für die Sinneswahrnehmungen ist VAKOG; sie steht für die Sinne

  • visuell (= sehen),
  • auditiv (= hören),
  • kinästhetisch (= fühlen),
  • olfaktorisch (= riechen) und
  • gustatorisch (= schmecken).

Laut Studien bedienen sich etwa 45 % der Menschen des visuellen Systems, 40 % des kinästhetischen und 15 % des auditiven Systems.

Vormarsch visueller Inhalte

In der Silversternacht von 2017 in das Jahr 2018 viel mir auf, dass kurz nachdem das neue Jahr eingeläutet wurde, kaum noch Telefonanrufe eintrafen: ich erhielt Textnachrichten mit Icons wie Sektgläsern und Kleeblättern oder Fotografien und Videos als Grüße zum „Happy New Year“. Und wenn Sie nun denken, dass es an meiner Affinität zu Social Networks liegen würde, kann ich dies verneinen. Auch um mich herum ertönten kaum Anrufsignale, sondern mehr Pingtöne eingehender Messenger-Nachrichten.

Wir Menschen neigen durch das sich ständig ändernde Medienverhalten und den immer schnellernen und oft flüchtigen Medienkonsum dazu, Informationen zunehmend visuell zu konsumieren und auch visuell zu kommunizieren. Häufig reicht ein Blick aus, um schnell eine Meinung zu bilden, und das ist in der in der Informationsflut notwendig. Dager steigt der Einsatz und die Beliebtheit visueller Inhalte gegenüber nicht visuellen Inhalten.

Angefangen von Straßenschildern über Warnhinweisen bis hin zu Tattoos und Emojis prägen Bilder und Symbole unsere Umgebung. Denken Sie nur an die Hinweise zur Pflege Ihrer Wäsche oder an die Informationen einer Wetter-App. Mittels grafischer Darstellungen von Bügeleisen, Regentropfen oder einer Sonne werden Informationen bzw. Sachverhalte übermittelt. Wir haben gelernt, sie zu entschlüsseln.

Wir leben in spannenden Zeiten. Aufgrund der Entwicklung unserer derzeitigen Gesellschaft, sprechen wir von einer visuellen Kultur: Das bedeutet, dass gegenwärtige Kulturen in hohem Maße am Sehsinn, an Sichtbarkeit und an Bildern, also visuell, ausgerichtet sind. Die Visualität bemerken wir vor allem in Bereich wie der Medienwelt, der Kommunikation, aber auch in unserer Alltagswelt.

In Zeiten mobiler Kommunikation und Kommunikationsmittel, in der unsere Gesellschaft mit News, Informationen, Gesprächen und Fakten überflutet werden, entscheidet oft nur ein Blick, ob etwas interessant erscheint oder nicht. Daher ist es notwendig, aus der Masse herauszustechen und Menschen mit spannenden Geschichten zu erreichen und zu inspirieren. Nur so hat die Botschaft eine Chance, den Menschen zu erreichen. Die ersten Eindrücke sind meist visueller Natur, denn der Mensch ist ein Augentier.

Wie bereits festgestellt definiert sich Storytelling zum einen durch den Inhalt einer Geschichte (Story) und zum anderen durch die Art und Weise, wie diese Geschichte erzählt wird (Telling).

Wir sprechen von visuellem Erzählen, also Visual Storytelling, wenn Informationen oder Geschichten hauptsächlich (mehr als 50 Prozent) mittels visueller Elemente erzählt, ergänzt oder transportiert werden.

Ganze Kulturen vermittelten ihr religiöses, gesellschaftliches und historisches Wissen in Form visuell erzählter Geschichten. Sie verwendeten Zeichnungen, Skulpturen oder auch Architektur.

Zitat von Oliver Sacks, Neurologe
Social Listening („ich habe gehört“), Digitales Storytelling („ich schreibe eine Geschichte über das Gehörte“) und Echtzeit-Marketing („ich muss diese Geschichte sofort schreiben und teilen“) sind miteinander verbunden.

Mit diesen Mitteln konnten nicht nur Menschen erreicht werden, die weder lesen noch schreiben konnten, hier wurden auch die Emotionen und das Unterbewusstsein der Betrachter wohlkalkuliert mit einbezogen.

Visuelles Storytelling ist Teil menschlicher Kommunikation

Visuelles Storytelling ein Teil der menschlichen Kommunikation, die komplexe Sinneseindrücke dramaturgisch organisiert und vermittelt. Mit visuellen Erzählelementen können Emotionen besser transportiert werden als mit Medien, die ohne visuelle Komponenten arbeiten.

Abbildungen haben die Gemeinsamkeit, dass sie ganze Geschichten erzählen. So gibt es mannigfaltige Beispiele von Visual Storytelling, in denen es darum geht, Botschaften gezielt und effektiv zu vermitteln. Denken wir nur an die Illustrationen der Marke Red Bull, die Flügel verleihen, oder an die Google-Doodles oder zahlreiche Infografiken, Fotografien und Sketchnotes.

Eine visuelle Erzählung (Visual Narrative) ist eine Geschichte, die in erster Linie durch den Einsatz visueller Medien erzählt wird. Die Geschichte kann beispielweise mittels gezeichneter oder fotografierter Bilder, Illustration oder Video erzählt werden. Häufig werden visuelle Geschichten mittels Textelementen oder Audiodateien angereichert.

Zum Thema Visual Storytelling bieten die Autorinnen Ekaterina Walter und Jessica Gioglio in ihrem Buch „The Power of Visual Storytelling: How to Use Visuals, Videos, and Social Media to Market Your Brand“ folgende Definition an:

„Visual storytelling is defined as the use of images, videos, infographics, presentations, and other visuals on social media platforms to craft a graphical story around key brand values and offerings.“

Sinngemäß übersetzt bedeutet es:

„Visuelles Geschichtenerzählen ist die Verwendung von Bildern, Videos, Infografiken, Präsentationen und anderen visuellen Elementen auf Social Media Plattformen, um eine visuelle Geschichte um die wichtigsten Markenwerte und -angebote herum zu entwerfen.“

Auch im Internet und auf den Social Plattfirmen sind visuelle Elemente der emotionale Türöffner, um Inahlte oder gar ganze Artikel zu lesen. Oft wird eine visuell aufbereitete Infografik häufig geteilt, geliked oder zitiert als die Untersuchung (Studie), deren Erkentnisse stichwortartig und visuell in der Grafik dargelegt werden. Inhalte werden visuell gestaltet plakativer.

Zudem ist Zeit in der Kommunikation des heutigen digitalen Zeitalters, gerade in Social Networks, Chats und Co, ein Faktor: sie wird immer schneller und visueller. Oft reicht ein „Daumen hoch“-Zeichen nicht nur auf Facebook, sondern auch im realen Leben. Letztendlich geht es bei jeder Kommunikation darum, verstanden zu werden und sein Gegenüber zu verstehen. Visuelle Kommunikation hilft, effektiver zu kommunizieren.

Fakt ist, dass wir Menschen sehr früh anfangen mit unserer visuellen Wahrnehmung die Welt zu entdecken und dementsprechend zu kommunizieren. Denn Bilder zu sehen müssen wir nicht lernen, hingegen Texte zu lesen schon. Mit sehr viel Aufwand benötigen wir Jahre, bis das Lesen für uns selbstverständlich ist. Dennoch können wir Bilder schneller entziffern als Texte, bei denen wir zuerst die Buchstaben, dann das Wort, dann den Satz und dann den Sinn des Textes verstehen.

Jeder kann visualisieren

Haben Sie sich schon einmal während eines Meetings oder eines Telefongesprächs dabei entdeckt, wie Sie irgendwelche Kreise, Schnörkel oder andere Zeichen auf ein Blatt Papier „kritzeln“? Haben Sie versucht, eine Wegbeschreibung in einer fremden Sprache ohne Skizze verständlich zu vermitteln? Visuelle Kommunikation ist überall.

Das ist der erste Schritt zu Visuals, beispielsweise Sketchnotes. Sie können auch visualisieren: Vergessen Sie einfach alles, was über perfekte Zeichnungen oder Infograken gesagt wird und trauen Sie sich, Ihrem Urinstinkt nachzugeben. Es gibt keine richtigen oder falschen Bilder. Und nichjt nur die hochbezahlten Erschaffer von Werken, die in Museen hängen, sind Künstler. Genausowenig muss nicht jeder, der etwas Schriftliches verfasst, kleine den anspruch an sich haben, Literaturpreisträger zu sein. Wichtig ist, dass Sie sich trauen, visuelle Darstellungen Sie begeistern und schon bald werden Sie Ihr Können weiterentwickeln und Element lerne, wie Vokabeln einer Fremdsprache.

 

Was hat eine Story mit einem Moodboard zu tun?

Das Erzählen einer Story hat im Gegensatz von Aufzählen von Fakten den großen Vorteil, dass Emotionen angesprochen werden. Um die Gefühlswelt vor dem Plotten der Geschichte sich und auch den Mitwirkenden der gesamten Geschichte wie Kunden, Agenturen, Grafikern, Videoersteller, Darsteller usw. greifbar und fühlbar zu machen, wird häufig ein Moodboard eingesetzt.

Emotionen und damit einhergehende emotionale Welten sind ein wichtiger Bestandteil der Story: Gefühle, die das Publikum, den Leser oder Betrachter erreichen, sind oft der Grundstein der Identifikation des Publikums mit der Story bzw. dem Helden der Geschichte.

Was ist ein Moodboard?

Das Moodboard, auch bekannt als Ideenboard oder Themenboard, ist eine Collage aus Bildern, Materialmuster oder manchmal  kleineren Objekten: Es hilft bei der Darstellung einer bestimmte visuellen und Stimmungsrichtung.

Der Begriff Moodboard ist zusammengesetzt aus den englischen Worten „mood“ für „Stimmung“ und „board“ für Tafel.

Das Moodboard ist ein wichtiges visuelles Ideen,- Arbeits- sowie Präsentationsmittel und unterstützt sowohl die Entwicklung als auch die Vermittlung eines Projekts. Gesammelt wird zunächst als Inspirations- und Ideensammlung alles was gefällt, angefangen bei Farbmuster, Designelementen, typografische Vorlieben, Hintergrundmuster oder Illustrationen. Sehen Sie das Moodboard als eine Art von Schatzkiste, die Skizzen, Fotos, Grafiken und Materialien enthält, mit deren Hilfe Emotionen oder eine Atmosphäre visualisiert werden. Teilweise werden Schlüsselworte, Sprüche oder Zitate, mit deren Hilfe Sie einen Eindruck der Atmosphäre, Tonalität und Ästhetik eines Konzepts erhalten, mit in die Ideenwand eingebaut.

Die Anwendungsmöglichkeiten sind so vielfältig wie die Ideensammlungen selbst: Ob zur Gestaltung von Webseiten und Werbung, Magazine, einer neuen Produktreihe, von Kollektionsideen bis zur Planung einer Wohnungseinrichtung bis hin zur Definition der Bildsprache einer Marke.

Einsatzmöglichkeiten eines Moodboards

Meist wird ein Moodboard bereits in der Designphase eines Projekts angelegt. Hierin werden erste Ideen und Richtungen einer visuellen Gestaltung bzw. einer Atmosphäre eines Produktes oder einer Story festgehalten. Mithilfe dieser „Stimmungsboards“ werden bereits erste ästhetische Richtung gegenüber dem Team und dem Kunden kommuniziert. Oft helfen Moodboards zur realistischen Vorstellung und bei der Abstimmung in einer bestimmten Richtung und der weiteren Vorgehensweise des Projekts.

Gerade beim Storytelling kann mithilfe von Moodboards Charakteren oder auch der Zielgruppe (Persona) Leben eingehaucht oder die Darstellung eines Set Designs (Szenenbildes) oder ganzen Filmdesigns in Skizzen und Fotos visualisiert werden.

Dieses Stimmungsbild habe ich mit der App Adobe Spark Post erstellt.

Traditionell handelt sich bei dem Moodboard um eine Collage, in der Stimmungen und Ideen zu einer bestimmten Aufgabenstellung gesammelt werden. Während früher Moodboards primär in der Werbefilmproduktion verwendet wurden, werden sie mittlerweile breitflächig eingesetzt, wie zur Visualiserung von Konzepten zur Bildsprache in Broschüren oder zum Corporate Design bis hin als animierte Boards zum Entwurf von Webseiten oder Games.

Die Boards helfen den Erstellern Ideen oder ein erstes Konzept zu visualisieren und „greifbarer“ zu machen. Sie bilden in den frühen Phasen eines Designprozesses eine gemeinsame Design- und Verständnisbasis für den Bildstil, Bildaufbau und der Farbwelt eines Projekts für alle am Kreationsprozess beteiligten Personen. Einerseits werden diese Stimmungs- und Emotionssammlungen potentiellen Kunden gezeigt, um einen Eindruck der Idee zu vermitteln. Andererseits werden sie auch zum in ersten Testsituationen von Ideen oder neuen Produkten bei den Zielgruppen verwendet.

Tipps zur Erstellung eines Moodboards

In der Filmbranche die Darstellung eines Set Designs (Szenenbildes) oder ganzen Filmdesigns in Skizzen und Fotos.

  • Notieren Sie zunächst die Kernaussage Ihrer Idee.
  • Sammeln Sie zunächst Inspirationen, die zu Ihre Ideen passen und diese ausdrücken oder erweitern. Hierbei können Sie Bilder, Skizzen, Begriffe, Farben, Videos etc. verwenden.
  • Arbeiten Sie mit den unterschiedlichsten Quellen und Materialien, also Medien. Bei Stimmungsboards für Filme oder Videos ist es sinnvoll akustische Elemente wie Musik oder Stimmen mit einfließen zu lassen.
  • Vergessen Sie nicht den Fokus auf die Visualisierung Ihrer Idee zu legen.
  • Trotzdem sollten Sie die Details nicht außen vor lassen, denn häufig vermitteln diese eine Stimmung am besten.
  • Ordnen Sie die Elemente nach einem durchschaubaren System (Layout) an.
  • Leiten Sie aus der Sammlung einen roten Faden ab, etwa eine bestimmte Lichtstimmung oder Farbkombination.

Ein großer Vorteil von Moodboards ist, dass sie sich je nach Projektsituation oder Stimmung anpassen und umgestalten lassen.

Tools, mit denen ein Moodboard erstellt wird

Generell soll ein Moodboard einen ersten Eindruck über „Look and Feel“, visuelle Sprache, Tonalität, Atmosphäre und Stimmung eines geplanten Projektes vermitteln. Oft ist diese Sammlung der erste Schritt vor der Erstellung eines Storyboards. Ursprünglich wurden die gesammelten Ideen als Collage auf einem Karton geklebt. Genauso gut eignen sind Papier- (Flipchart), Styropor- oder Korktafeln (Pinwand) oder auch Magnetwände. Das Stimmungsboard enthält beispielsweise Ausschnitte aus Magazinen, Fotos bestehen, Stoff-, Muster- und Farbbeispiele.

Für ein analoges Moodboard benötigen Sie:

  • eine große Präsentationsfläche wie eine Pappe, Tafel, Magnetwand, Styroporplatte, Korktafel, Flipchart oder ähnliches;
  • diverse Fotos und Bilder, beispielsweise aus Zeitschriften, Kataloge, , Postkarten, Poster, Etiketten, eigenen Arbeiten oder Online-Quellen;
  • Schere, Messer, Stifte, um die Fundstücke nach Ihren Vorstellungen zu bearbeiten;
  • haptische Material-Proben wie Stoffproben, Filz, Kacheln, getrocknete Blüten und Blätter oder andere Fundstücke;
  • Farbmuster wie Farbfächer, Tapetenmuster, Stoffmuster etc.;
  • Magnete, Nadeln, Pins oder Kleber zum Befestigen der Fundstücke.

Nun kann nach Belieben die Sammlung so angeordnet werden, dass daraus Ableitungen für das jeweilige Projekt getroffen werden können – wie beispielsweise das Farbschema oder die Anmutung eines Filmsets.

Die Ideen wirken geordnet und schön präsentiert. Hierbei hilft sie Verwendung eines Moodboard-Templates.Sie werden schnell merken, dass beim Sortieren der Ideensammlung sich schnell ein Konzept für die Story ergibt. Betrachten Sie einfach Ihr Moodboard und bringen Sie Dinge zusammen, die auf den ersten Blick nicht zusammen gehören. Fragen Sie sich, welches Bild als Leitmotiv heraussticht? Was steckt dahinter? Wie lässt es sich mit Ihrem Thema verknüpfen? Oft ist der Weg bereits ein Teil der sich intuitiv ergebenden Lösung.

 Digitale Moodboards

Ein digitales Moodboard hat gegenüber dem analogen Moodboard verschiedene Vorteile: Es lässt sich schnell und unkompliziert anlegen, ist online immer verfügbar und kann von Teammitgliedern, unabhängig vom Arbeitsstandort, bearbeitet und erweitert werden. Hierbei werden Tools wie Pinterest, GoMoodboard, Mural, Canva oder Adobe-Spark verwendet. Diese stellen teilweise vorgefertigte Templates zur Verfügung.

  • Pinterest ist ein vielseitiges Tool. Grundsätzlich können Sie hier Boards (also Sammlungen) anlegen, die nicht öffenlzlich einsehbar sind. Hier besteht die Möglichkeit, den Zugriff auf ein Board zu erweitern und beispielsweise Projektmitarbeitern den Zugriff auf das Board zu geben. So können Sie gemeinsam Ideen sammeln und zu einem Board zusammenfügen. Leider lassen sich die gefundenen Bilder nicht so schon in einem Collagen-Design anordnen. Auch Texte müssen zunächst als Bilder erstellt und in den ordner gesammelt werden.
Mit einem geheimen, also nicht öffentlichen, Ordner, lassen sich alleine oder im Team herrliche Ideen sammeln.

Mit einem geheimen, also nicht öffentlichen, Ordner, lassen sich alleine oder im Team herrliche Ideen sammeln.

 

  • Mit Adobe Spark ist es möglich, das jeweilige Projekt oder Brand mit Schrifttyp, Farben, Beispiel-Layouts und Fotos anzulegen.
Moodboard einer Marke, eines Projekts oder einer Story einfach und schnell mit mit Adobe Spark anlegen.

Moodboard einer Marke, eines Projekts oder einer Story einfach und schnell mit mit Adobe Spark anlegen.

Gerade die Auswahl diverser Collagen-Vorlagen ermöglicht es schnell und einfach kreative Board zu erstellen. Zusätzlich sind sie sehr schön und absolut vorzeigbar. Adobe Spark Post ist ein Tool, das kostenfrei in der Grundversion sowohl am PC als auch in der App am Smartphone eingesetzt werden kann.

Collage sind gerade mit den diversen Vorlagen auf Adobe Spark Post schnell und gut zu erstellen.

Collage sind gerade mit den diversen Vorlagen auf Adobe Spark Post schnell und gut zu erstellen.

 

  • Auch Canva ist ein online-Designtool, dass sich hervorragend zur Erstellung von Moods eignet. Es bietet sowohl Templates sowie Fotos, Illustrationen, Grafiken oder diverse Schriften zur Erstellung Ihres Moodboards an.
Das kreative Online-Tool Canva bietet eine große Auswahl an Mood-Layouts.

Das kreative Online-Tool Canva bietet eine große Auswahl an Mood-Layouts.

 

  • Ein weiteres Tool, welches ich gerne nutze, ist Mural. Vorteil hierbei ist, dass gleich ein ganzes Team an dem Board mitarbeiten kann. Mit Mural ist es im Gegensatz zu Pinterest möglich, Notizen wie Beispiel Links, Texte, Videos oder Bilder zu erstellen.

 

Ein Moodboard hilft, um das Look & Feel einer Story visuell darzustellen.Ein Moodboard hilft, um das Look & Feel einer Story visuell darzustellen.                        

Mit der Anwendung GoMoodboard.com ist die Erstellung eines Moodboards kinderleicht: Klicken Sie einfach auf die Bilder und ziehen Sie sie auf Ihr Projekt. Wie bei Pinterest erlaubt GoMoodboard auch nur die Verwendung von Bildern – sollten Schriften eingefügt werden, müssen diese zuvor als Bild abgespeichert werden. Wie auch einige der anderen Tools bietet GoMoodboard sowohl eine Auswahl an vorgefertigten Moodboards als auch leere Boards, welche nach eigenem Gusto gestaltet werden.

Auch GoMoodboard.com eignet sich hervorragend zur Erstellung Ihres Boards.

Auch GoMoodboard.com eignet sich hervorragend zur Erstellung Ihres Boards.

Im Grunde benötigt es keine eigenen Grafikprogramme, da auch Programme wie PowerPoint oder Keynote zur Erstellung einer „Ideen- und Stimmungssammlung“ verwendet werden können.

Allen vorgestellten Tools zur Erstellung eines Themen- und Stimmungsboards sind kinderleicht und online zu nutzen. Probieren Sie einfach auch, mit welchem Werkzeug Sie Ihre Vorstellung am besten und effektivsten umsetzen können. Falls Sie weitere Tools kennen, freue ich mich über einen Kommentar, um diese kennenlernen.

Was haben Moodboards mit Storytelling zu tun?

Jedes Projekt, jede Story beginnt mit einer Idee. Egal, ob es sich dabei um eine Markenstory, einen Blogbeitrag oder einen Videofilm handelt. Die Kunst besteht nun darin, die Idee mit Inhalt zu füllen und seinen Gefühle als erzählen dem Team und Kunden mitzuteilen. An diesem Punkt hilft ein Moodboard nicht nur die eigenen oft schwammigen Ideen und Recherchesammlungen zu ordnen, sondern sie auch so zu visualisieren, dass sie vorgestellt und diskutiert werden können.

Das Moodboard hilft in einem frühen Projektstadium Entscheidungen zu treffen. Die bunt gemischte Ideensammlung trägt ein großes Potenzial in sich und unterstützt die Beantwortung vieler Fragen wie:

  • Wofür steht meine Story?
  • Was ist meine Kernaussage?
  • Wie kommuniziere ich meine Kernaussage (mein Anliegen)?
  • Welche Zielgruppe will ich ansprechen?
  • Welches Thema soll in den Vordergrund gestellt werden?
  • Was ist der Konflikt?
  • Auf welcher emotionalen Ebene spreche ich die Zielgruppe an?
  • Welche visuelle Tonalität entspricht dem Thema?

Nun geht’s los!

Schluss mit dem theoretischen Kram, denn nun schlage ich vor, dass Sie einfach einmal anfangen und mir sowei den Lesern vom Story-Baukasten.de Ihre Ergebnisse zeigen.

Buchen Sie mich als Speaker für Events oder Workshops. Besuchen Sie einen meiner Storytelling-Workshops.

 

Bildsprache: Keith Haring nutzte sein eigenes Alphabet

Kennen Sie Werke des US-Künstlers Keith Haring? Auch wenn sich Ihnen der Name des Künstlers nicht eingeprägt hat, werden Sie bestimmt seine Kunstwerke erkennen, wenn Sie sie sehen. Mittlerweile begegnen uns seine Motive, seine Bildsprache, seine Icons von Hunden oder Babys, fast überall.

Wir finden sie auf Speisekarten, an Häusermauern, auf T-Shirts oder am Strand von Tel Aviv, wo ich die Fotos aufnahm.

Heute, am 4. Mai 2018, wäre Keith Haring 60 Jahre alt geworden. Leider verstarb er viel zu früh im Alter von nur 31 Jahren. Zurück lies er uns nicht nur seine Kunstwerke, sondern seine ausdrucksstarke Bildsprache: Seine Bilder und Figuren sind immer noch modern, zeitlos und oft kopiert.

Keith Haring ist ein ideales Beispiel, um gut funktionierende Bildsprache in der Praxis aufzuzeigen. Kaum ein anderer Künstler nutzte und entwickelte in seinem Lebenswerk mithilfe von Icons eine so unverwechselbaren Bildsprache, wie Keith Haring.

Einzigartige Bildsprache von Keith Haring

In Keith Harings Werken tauchen Elemente wie etwa die Comic-Figur Mickey Mouse immer wieder auf. Zusammen mit seinem Vater begeisterte er sich für Comics und liebte Zeichentrickfilme. Bereits in seiner Kindheit zeichnete er Cartoons und kreierte als Jugendlicher eigene Comic-Figuren. In Pittsburgh begann er zunächst eine Ausbildung zum Grafiker. Von dort aus zog es ihn die Weltstadt New York, wo er die School of Visual Arts besuchte.

Neben den Comics inspirierten Keith Haring war von altägyptischen Hieroglyphen. Die Bildsprache der Ägypter waren sicherlich eine Inspirationsquelle, die Haring dazu brachte, seine eigene Kommunikationsform, zu entwickeln:

Keith Haring ist ein deutliches Beispiel für Bildsprache. Seine visuelle Sprache der Symbole, Icons und Piktogramme ist unverwechselbar. Sie kommt mit sparsamen Zeichen und Linien und kräftigen Farben aus.

Lesen Sie im Glossar die Erklärung zu Visual Storytelling.

„Innerhalb aller Formen wohnt eine Grundstruktur mit wenigen Linien, die auf das Gesamtobjekt hinweist und selber zum Symbol wird”, sagte Keith Haring 1978.

Haring glaubte, dass seine Linien „wie die ägyptischen Hieroglyphen und die Piktogramme der Maya und Indios jede Oberfläche bedecken können”.

Lichtinstallation am Strand von Tel Aviv nach dem Vorbild von Keith Haring und seiner Bildsprache.

Lichtinstallation am Strand von Tel Aviv nach dem Vorbild von Keith Haring und seiner Bildsprache.

Zudem verwendetet er immer wiederkehrende Elemente, Icons und schafft sich mittels derer quasi ein Alphabet. Sehen wir uns etwas das krabbelnde Baby an, das von einem Strahlenkranz umgeben ist. Für den Künstler Haring ist es ein „Sinnbild für Leben, Energie, Glück und die positive Seite des Menschseins”.

Seine Bildzeichen (Formenvokabular) kombinierte er frei, ohne grammatikalische Regeln. Als Grundgesetzt ist die klare und einfache seiner Bildsprache zu erkennen. So sind seine Figuren und Bilder mit einfachen Umrisslinien auch im Vorbeifahren schnell und intuitiv zu verstehen. Dies ist umso wichtiger, das seine ersten Ausstellungsflächen ungenutzte Werbeflächen der New Yorker Metro waren. Of die Männchen hopsen oder tanzen, Harings Metaphern sind immer doppeldeutig und als Sprache universell einsetzbar.

Wie andere Pop Art Künstler, entnimmt auch Haring seine Piktogramme der Alltagskultur und bindet diese in seine Bildsprache ein: Ob Micky-Maus mit Dollarzeichen in den Augen oder bellende Hunde, seine Icons werden auch heutzutage noch geliebt.

Die Verwendung von Archetypen

Graffiti-Künstler Keith Haring spricht mit seinen Bildern Archetypen an: Als Themen bedient er sich aus der Palette der großen Ur-Themen wie Liebe, Gewalt, Geburt, Tod, Gut und Böse. Auch Harings Figuren stehen für Archetypen der menschlichen Existenz und Bedürfnisse. Sie nehmen unterschiedliche Positionen ein, wie der Liebende, der Angreifer etc. und symbolisieren somit Haltung und Verhalten.

Dr. Jürgen Döring, Leiter der Abteilung Grafik hier am Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, schreibt über Keith Harings Bildsprache: „Seine Themen sind die großen Themen des Lebens: Liebe und Sex, Gewalt und Tod. Er entwickelt Kürzel für Hunde und Engel, für Gut und Böse. Oft meint man, diese Bilder seien schnell zu erfassen, weil sie aus scheinbar einfachen Linien bestehen, muss aber bald eingestehen, dass sie sich fast immer der Eindeutigkeit und verbalen Festlegung entziehen.

Keith Harings Zielgruppe: Kunst für Jedermann

Keith Harings schafft mit seinen Bildern und seiner visuellen Sprache das, was kaum einer Marke gelingt: er spricht quasi ALLE an. Laut Keith Haring ist „Kunst ist für jeden.” So nutze er bewußt in New York die Untergrundbahn für seine Graffitizeichnungen, um seine Kunst zu den Menschen zu bringen.

Für seine Zeichnungen entwickelte er wie eine Art Universal-Code, mit dem er die Pendler New Yorks erreichen wollte. Fakt bleibt: Bis heute hat er weltweit unzählige Menschen jeden Alters angesprochen. Seine Bildsprache wirkt so gut, dass sie tausendfach kopiert wird.

Test mit dem Blablameter

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