17. Juli: Welttag der Emojis

Wer kennt sie nicht, die netten kleinen Ideogramme, die wir in Chats, E-Mails und Instagram-Stories verwenden, um Gefühle, Situationen und Dinge kurz, knackig und visuell auszudrücken. Die Rede ist von Emojis (Japanisch für Bildschriftzeichen), die zunächst in Chats, SMS und E-Mails verwendet wurden. Heutzutage werden überall dort verwendet, wo wenig Platz und Zeit für viele Worte ist. Mittlerweile haben sie unsere Kommunikationswelt derart erobert, dass sie nicht nur online, sondern auch gedruckt, beispielweise in Anzeigen, verwendet werden. Sie sind Teil unserer (Schrift)sprache geworden und derart beliebt, dass ihnen am 17. Juli ein eigener Feiertag, der World Emoji Day oder auch Welt-Emoji-Tag, gewidmet wurde.

Definition Emoji
Laut Wikipedia sind Emojis Bildschriftzeichen, die „in Form eines Piktogramms und/oder Ideogramms auftreten“.

Dagegen werden als Emojicons „einzelne Zeichen oder Folgen aus ASCII-Zeichen bezeichnet, die in der schriftlichen Kommunikation Stimmungs- oder Gefühlszustände ausdrücken.“ 

Wer hat den World Emoji Day ins Leben gerufen?

Initiator für den World Emoji Day ist der Australier Jeremy Burge, der als einer der Gründer der Website Emojipedia die Dokumentation aller Unicode-Emojis mit Namen, Beschreibung und Abbildungen realisiert. In diesem Sinne: Nutzt Piktogramme bzw. Ideographien und habt einen tollen Welt-Emoji-Tag. Egal, auf welchem mobilen Endgerät Ihr gerade unterwegs seid.

Seit ihrer Erfindung werden Emojis immer beliebter. Eine Studie zeigt nun, warum man die Zeichen am Welt-Emoji-Tag ruhig feiern sollte.

Am Anfang war folgendes Smiley-Zeichen 🙂. Dieses Smiley aus Satzzeichen schlug bereits 1982 der Informatik-Professor Scott Fahlma vor. Mit ihnen sollten in einem digitalen Uni-Forum ernste von humorvollen Beiträge besser voneinander abgesetzt und unterschieden werden.

Seit 2010 ist der Siegeszug der Emojis kaum aufzuhalten. Damals integrierte das Unicode Konsortium, das für die weltweite Vereinheitlichung von Schriftsystemen zuständig ist, die kleinen Bildzeichen in ihre Schriftsätze, wodurch weltweit auf fast allen Geräten mit Emojis kommuniziert werden kann.

Täglich verwendete Emojis
95% der Internetnutzer haben schon einmal ein Emoji genutzt. Jeden Tag werden über 10 Milliarden Emojis verschickt.

Emojis als universelle Sprache

Einige Jahre später entwickelte der Japaner Shigetaka Kurita seine Vision einer universellen Sprache. Die ersten Emojis, die er 1999 entwickelte, waren ein Sonnen-Symbol und ein aufgeklappter Regenschirm. Insgesamt entwarf Kurita 176 Emojis, die noch heute die Basis aller weiteren Emoji-Designs sind. Die Welt der Emojis wird regelmäßig erweitert.

2019 kommen 230 neue Emojis

Die neuesten Vorschläge für 2019, hierbei sind Vielfalt und Inklusion zentrale Leitmotive. So gibt es nicht nur Rollstühle, sondern auch künstliche Gliedmaße, ein Ohr mit Hörhilfe und Service-Hunde. Ein weiterer Schwerpunkt sind händchenhaltende Personen, und zwar in jeglicher Kombinationsmöglichkeit und Hautfarbe: 55 Kombinationen  mit verschiedenen Hautfarben und Geschlechtern sollen am Ende ausgewählt werden können. Auch die Auswahl an Tier-Emojis erweitert sich auf StinktierAusterFaultier, Otter, Orang-Utan und Flamingo. Sehr häufig wird demnächst bestimmt das neue Gähn-Emoji verwendet.

Dieses Youtube-Video zeigt alle neuen Emoji-Vorschläge für 2019.

Woher kommen ständig die neuen Ideen?

Wer ein Emoji vermisst, kann Vorschläge einfach beim Unicode-Konsortium einreichen. Natürlich sollte die Einreichung der Emojis mit guten Argumenten begründet werden. Entsprechende Anträge für die Aufnahme eines neuen Emojis sind auf der Seite des Konsortiums.

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Der Trend zum Visual Storytelling