Seine Ziele mit einem Vision Board visualisieren und überblicken

Visionen werden auf einem Dream oder Vision Board visualisiert

Haben Sie schon einmal ein Vision Board erstellt? Kaum beginnt das neue Jahr, ist es Zeit seine Ziele und Wünsche zu überprüfen. Mir hilft ein Vision Board, um zu schauen, ob ich noch auf Kurs bin oder eventuell den Kursverlauf korrigieren oder gar die Ziele ändern muss. Und wenn ich von Zielen spreche, meine ich das „große Ganze“, also meine Vision. Sie geben den Zielen und Wünschen meist erst einen Sinn und hinterfragen das WARUM, also warum ich etwas mache oder mir bestimmte Ziele setze. Mit diesem Beitrag zeige ich einige Ansätze auf, um ein individuelles Vision Board zu erstellen.

Was ist ein Vision Board?

Ein Vision Board, auch Zielcollage oder Dream Board genannt, beschreibt eine Form, Ziele und Strategien zu sammeln, strukturieren und visualisieren. Grundsätzlich ist bei der Erstellung dieser Visualisierung alles möglich, da es sehr flexibel und individuell, je nach Wünschen, Zielen und Themen, unterschiedlich gestaltet wird. Ein Vision Board ist für Selbstständige und Gründer ratsam, da während der Erstellung Ziele und Visionen genau betrachtet und analysiert werden.

Vison Board via Pixabay

Lassen Sie sich von anderen Vision Boards – wie dieses via Pixabay  – inspirieren.

Warum ein Vision Board erstellen?

Vision Boards funktionieren, da sie den jeweiligen Ersteller dazu animieren, sich mit wichtigen Fragen und Themen auseinanderzusetzen. Sie stoßen Gedankengänge und Überlegungen sowie daraus resultierende Gespräche an. Andererseits erscheinen durch die Visualisierung Ziele verständlicher. Häufig werden diese durch den Schritt der Visualisierung einfacher und schneller erreicht.

In der Umgebung prominent platzierte Vision Boards erinnern immer wieder an die gesetzten Ziele. Oft zeigen sie auch die einzelnen Schritte (Milestones) auf dem Weg zum großen Ziel auf. Insgesamt bringt so eine Collage verschiedene Lebensbereiche, Ziele und Maßnahmen in einem Kontext. Das Board dient zur Orientierung und auch zur regelmäßigen Überprüfung der eigeschlagenen Kursrichtung.

Was gehört auf einem Vision Board?

Im Grunde genommen ist eine Zielcollage zunächst eine freie Fläche, auf der Wünsche und Ziele festgehalten werden. Auf einem Vision Board findet alles Platz, was wichtig und daher notwendig ist. Das Vision Board ist eher ein ganzheitlicher Ansatz und nimmt daher bei Selbstständigen und Unternehmen nicht nur rein fachliche oder wirtschaftliche Ziele auf, sondern auch ganz persönliche, wie etwa den Wunsch: „Ich möchte dieses Jahr nach Japan reisen.“

Auf dem Board bietet zudem Platz für grundlegende Gedanken, wichtige Zitate, einem Motto, wertvolle Fotos, inspirierende Menschen oder Veranstaltungen – eben alles, was Sie zur Orientierung auf dem Weg zum Ziel benötigen.

Ein Vision Board ist nicht auf eine Person beschränkt: Es kann auch ein Business Vision Board entworfen werden, bei deren Erstellung ein Team mitwirkt.

Methodik: Wie erstelle ich ein Vision Board?

Grundsätzlich können Sie die Boards sowohl analog als auch digital erstellen. Oft lohnt es sich zwei verschiedene Board-Entwürfe zu erstellen: die Erstellung eines globalen sowie einzelner konkreter Vision Boards.

Das globale Vision Board beschäftigt sich mit allen Aspekten und Zielen, die einen Menschen ausmachen. Sinnvoll ist hierbei eine Aufteilung in wesentliche Bereiche, beispielsweise Arbeit, Gesundheit, Freizeit etc.

Bei dem konkreten Modell wird meist ein Thema, wie beispielweise die Urlaubsplanung oder Gesundheit, behandelt und konkrete Maßnahmen aufgezeigt. Habe ich mir beispielweise vorgenommen regelmäßig Sport zu treiben, könnten hier Feinziele, wie „Probestunde mit einem Sportstudio vereinbaren“ oder „Freundin finden, mit der ich das Sportthema realisiere“ stehen.

  1. Vorbereitung: Für die Erstellung eines analogen Boards wird ein Untergrund, beispielweise eine Pinnwand oder Pappe, sowie Klebematerial beziehungsweise Reißzwecken, Stifte, buntes Papier benötigt. Zur Erstellung eines digitalen Vision Boards empfehle ich entweder ein Board auf Pinterest einzurichten oder mit Online-Tools wie CanvaPicMonkey oder digital-visionboard.de zu erstellen.
  2. Ziele, Wünsche, Träume: Im zweiten Schritt werden in einem Brainstorming Ideen gesammelt, sowie Ziele und Wünsche notiert. Diese Phase dient vor der Stoffsammlung der Auseinandersetzung mit sich selbst und dem, was man erreichen möchte. Kernfragen hierbei sind: Wer bin ich? Was ist mir wirklich wichtig? Was will ich erreichen? Das müssen aber nicht nur berufliche Ziele sein, denn so ein Board kann genauso persönliche Lebensziele visualisieren. Unterteilen Sie hierbei große Fragen in Teilbereiche. Aus den Antworten lassen sich Schwerpunkte herausfiltern. Hierbei gilt zunächst die Devise, dass alles erlaubt ist und kein Ziel zur groß sein kann oder auf Machbarkeit geprüft wird. Die Wünsche und Ziele sollten alle Lebensbereiche wie Beruf, Gesundheit, Freunde, Familie, Beziehungen, Freizeit, Gesundheit, Weiterbildung, Reisen…

Diese Phase kann mit Mindmaps unterstützt werden, denn zunächst gilt es Ziele zu benennen und dann einzelne Ziel genau zu betrachten. Überlegen Sie sich genau, was Sie wirklich wollen und warum Sie es erreichen wollen. Schreiben Sie alle Details auf, die Ihnen zur Erreichung der Ziele einfallen auf und erstellen Sie einen schrittweisen Aktionsplan.

Folgende Fragen helfen Ihnen, Ihre Ziele zu überdenken:

  • Warum will ich das Ziel erreichen?
  • Was bringt mir die Erreichung des Ziels?
  • Wer muss ich werden beziehungsweise was muss ich ändern, um dieses Ziel zu erreichen?
  • Welche Fähigkeiten muss ich erweitern beziehungsweise erlangen?
  • Welche Unterstützung brauche ich zu Erreichung des Ziels?
  • Wie kann ich meine Fortschritte verfolgen?
  • Was könnte mir im Weg stehen und wie kann ich mit diesem Hindernis umgehen?

Anschließend werden die gesammelten Ideen und Begriffe geclustert und nach Prioritäten strukturiert.

3. Visualisierung: Im dritten Schritt werden Bilder, Illustrationen oder Grafiken gesucht oder auch erstellt. Hierfür eignen sich Zeitschriften und Magazine, eigene Fotos oder auch die Durchforstung des Internets. Suchen Sie Bilder, die den Träumen und Zielen entsprechen.

Nun werden die Visuals geordnet und auf das Vision Board geheftet. Zur Auffindung von inspirierenden Visuals nutze ich beispielsweise Pinterest sowie UnsplashPixabay oder Pexels.

4. Inspirierende Texte: Nun werden aussagekräftige Schlagwörter, Zitate oder Affirmationen gesucht beziehungsweise erstellt, die motivierend helfen, Ziele und Träume zu verfolgen beziehungsweise umzusetzen. Beispielweise finden sich hier Wörter wie „Mut“. „Anfang“ und „Authentizität“ wieder, die unterstützend wirken und helfen, nicht vom Weg abzukommen.

5. Alltagsboard: Zuletzt sollte das Vision Board an einem prominenten Ort platziert werden, dass es allgegenwärtig ist. Digitale Vision Boards können beispieslweise ausgedruckt werden oder als Bildschirmschoner fungieren. Schauen Sie sich so oft wie möglich das Vision Board an und überlegen Sie sich, was Sie davon abhält, Ihre Wünsche und Ziele zu erfüllen. Um die Träume so greifbar und realistisch wie möglich zu machen, versuchen Sie sich Gefühle, Farben, Geschmack, Temperatur und mehr vorzustellen. Bei meinem Wunsch der Japanreise frage ich mich beispielsweise:

  • Wie werde ich mich fühlen, wenn ich in Japan bin?
  • Mit wem werde ich zusammen reisen?
  • Welche Orte werde ich besuchen?
  • Welche Temperatur wird es haben?
  • Welchen Duft werde ich mit Tokio verbinden?

Wichtig ist, dass Sie zur Erreichung Ihrer Ziele mit einer Verpflichtung beginnen und einen Aktionsplan erstellen, der in kleine erreichbare Schritte unterteilt ist.

6. Stetige Aktualisierung: Selten sind Ideen oder Ziele gleichbleibend. Ein Vision Board ist zeitlos und sollte sich mit veränderten Situationen und Ziele mit verändern, also angepasst werden.

 

Zusammenfassend ist das Vision Board ein kreatives nützliches Tool. Nun bin ich gespannt auf Ihr Feedback zur Erstellung und dem Umgang mit Ihren Vision Boards.